Eigentümer eines Verzeichnisses ändern?

01/11/2013 - 14:40 von Kurt Lehr | Report spam
Hallo zusammen,

ich habe bei meiner Debian-Installation eine FAT32-Partition (/windows)
eingerichtet, um Dateien mit Windows auszutauschen und z. B. auch ein
Windows-Image zurückzuschreiben.
Ich würde gerne den Besitzer in "kurt" àndern und habe dazu
chown -R kurt /windows/
als root eingegeben.
Es erfolgt die Fehlermeldung:
Ändern des Eigentümers von /windows/: Die Operation ist nicht erlaubt.

Ich habe zu dem Thema einiges gelesen, aber nicht finden können, warum
das nicht geht.

Weiß hier jemand Rat?

Gruß

Kurt


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#1 Michael Schmitt
01/11/2013 - 15:10 | Warnen spam
Am Fri, 01 Nov 2013 14:13:46 +0100
schrieb Kurt Lehr :

Hallo zusammen,

ich habe bei meiner Debian-Installation eine FAT32-Partition
(/windows) eingerichtet, um Dateien mit Windows auszutauschen und z.
B. auch ein Windows-Image zurückzuschreiben.
Ich würde gerne den Besitzer in "kurt" àndern und habe dazu
chown -R kurt /windows/
als root eingegeben.
Es erfolgt die Fehlermeldung:
Ändern des Eigentümers von /windows/: Die Operation ist nicht erlaubt.

Ich habe zu dem Thema einiges gelesen, aber nicht finden können,
warum das nicht geht.

Weiß hier jemand Rat?



Ja, Fat32 unterstützt keinerlei Verzeichnisrechte, da darf vom Design
her jeder alles. Einzig bei der Einbindung unter unixoiden Systemen, da
dort Benutzerrechte quasi erzwungen werden, wird beim einhàngen durch
etwaige Optionen veràndert, wer da nun drauf wie zugreifen darf. Am
Beispiel von "mount" auf der Kommandozeile, siehe dort die Optionen
"uid" und "gid".
Unter Gnome wird beim einstecken eines Fat32-Datentràgers z.B. der
in Gnome eingeloggte user gesetzt.

Hier mal die vollstàndigen Optionen die dabei gesetzt werden (in
Klammern):
/dev/sdg1 on /media/mschmitt/FAT32 type vfat
(rw,nosuid,nodev,relatime,uid00,gid00,fmask22,dmask77,codepageC7,iocharset=utf8,shortname=mixed,showexec,utf8,flush,errors=remount-ro,uhelper=udisks2)

Am wichtigsten is da wie gesagt "gid" und uid", die geben eben die
Benutzer- und Gruppen-ID an (rufe "id" in ner konsole / terminal auf,
da siehst DU Deine uid / gid) der dann eben alle Rechte auf dem
Datentràger hat. Die Optionen ala fmask und dmask erlauben das feinere
einstellen (wirst Du nicht brauchen). Optionen ala "codepage",
"iocharset" und das alleinstehende "utf8", hat nur Sinn wenn man
Umlaute verwenden mag. Der Rest sind Detailoptionen, auf die ich hier
nicht eingehen mag. Sie betreffen eh eher Randumstànde.

Also je nachdem wie Du das Fat32-Dingens mountest, einfach mal "-o
uid=<Deine Benutzer-ID>,gid=<Deine Gruppen-ID>" an den mount-Befehl
hinten dransetzen.

Grüße
Michael


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