Ein Bißchen Linux wäre schön!

15/05/2010 - 18:53 von Erika Ciesla | Report spam
Liebe Freunde, liebe Feinde! ;-)

Nachdem sogar die Filchen auf YouTube mit dem alten (inoffiziellen)
Flash-7 nicht mehr abrufbar sind, habe ich mir mit einer Tràne im
Knopfloch eine Linux-Kiste eingerichtet. Und ich freue mich schon auf
die ecs-2.0, denn wie ich las, soll da ein Flash-10 bei sein, und dann
ist mein herzgebobbeltes OS/2 wieder aktuell. Aber wàhrend ich hier so
mit Linux rummache, sehe ich auch, daß die da ein Paar Dinge drin haben,
die ich mir auch auf OS/2 *SEHR* wünschen würde. Und ganz vorne steht da
der Tastaturtreiber, der meines Erachtens einfach Geil ist und uns als
Vorbild dienen sollte.

Viele exotische Zeichen, die ich auf OS/2 nur mit niedergehaltener
Alt-Gr-Taste plus Zifferncode eingeben kann, sind auf der Tastatur
erreichbar.

Hier einige Beispiele: „“»«→↓↑←·…–³¼½¡⅛£¤⅜⅝⅞™±°×÷—ſẞЪŊĦ’º©śćź ...

et cetera!

Auch das Verhalten der Umschalttaste erscheint mir, nach Umgewöhnung,
logisch. Sie wirkt *nur* auf die Buchstaben (also nicht auf die Ziffern
und Zeichen) und bleibt so lange eingerastet, bis man sie abermals
drückt. SEHR SCHÖN IST DAS, WENN MANN ZUM BEISPIEL EINEN TEXT VERSAL
SETZEN WILL.

Derselbe Text auf OS/2 sàhe so aus:

SEHR SCHÖN IST DAS; WENN MANN ZUM BEISPIEL EINEN TEXT VERSAL SETZEN WILL:

Also: Semikolon statt Komma und Doppelpunkt statt Punkt, oder ich muß
bei jedem Satzzeichen und jeder Ziffer aus der Umschaltung raus, und
hinterher wieder rein.

Das ist am Anfang etwas komisch, weil man es nicht gewohnt ist, aber hat
man das erstmal drauf, dann ist das prima!

Und sehr nützlich fànde ich es überdies, wenn im Filesystem, sowohl auf
den Laufwerken als auch in den Dokumenten, konsequent der Unicode bentzt
würde und der jeweilige Landescode nur auf dem Monitor erschiene. Mein
Ubuntu-Linux tut das! Eben drum konnte ich mit Linux sogar einige
„Zombies“ auf der Platte löschen oder umbenennen, die wegen irgend eines
außerordentlichen Zeichens im Namen unter OS/2 gar nicht mehr zugànglich
waren. Tàte auch OS/2 den Unicode so unterstützen wie Ubuntu das tut,
würden solche „Zombies“ gar nicht erst entstehen.

Und am Schluß noch ein letzter Wunsch. Aus alten DOS-Zeiten haben wir
die Laufwerksbuchstaben geerbt, und haben sie noch. Linus kannte
Laufwerksbuchstaben nie und kennt sie auch heute nicht. Meine Platte-D
zum Beispiel sieht auf Linux so aus:

╔══╗
║00║
║01║ (in _einem_ Zeichen)
╚══╝

Also „0000“ = C:, „0001“ = D:, et cetera.

Es tàte mir sehr gefallen, wenn diese Platte statt dessen einen _Namen_
hàtte und unter diesem im Verzeichnisbaum erschiene.

Die ecs soll bitte ein „OS/2“ bleiben! Ich liebe es und werde es mit dem
Erscheinen der Version 2.0 ganz sicher wieder benutzen. Aber laßt uns
ruhig gelegentlich mal was von Linux lernen, verkehrt ist das nicht.


Glück auf!
Erika Cieśla, Mannheim/de

Fàhrst Du Fahrrad? Mußt Du gucken: http://www.erika-ciesla.de
 

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#1 Marcel Müller
15/05/2010 - 22:17 | Warnen spam
Hallo!

Erika Ciesla wrote:
Viele exotische Zeichen, die ich auf OS/2 nur mit niedergehaltener
Alt-Gr-Taste plus Zifferncode eingeben kann, sind auf der Tastatur
erreichbar.
Hier einige Beispiele: „“»«→↓↑←·…–³¼½¡⅛£¤⅜⅝⅞™±°×÷—ſẞЪŊĦ’º©śćź ...



Ich wüsste nicht wo ich /diese/ Zeichen auf der Tastatur finden sollte?


Auch das Verhalten der Umschalttaste erscheint mir, nach Umgewöhnung,
logisch. Sie wirkt *nur* auf die Buchstaben (also nicht auf die Ziffern
und Zeichen) und bleibt so lange eingerastet, bis man sie abermals
drückt. SEHR SCHÖN IST DAS, WENN MANN ZUM BEISPIEL EINEN TEXT VERSAL
SETZEN WILL.



Die Caps-Lock-Taste ist das mit Abstand Unnützeste, was die
Computertastatur zu bieten hat. Noch deutlich vor den Windows-Stigmata.
Auf eine gewollte Betàtigung kommen mehrere ungewollte.
Dass sie nur auf die Buchstaben wirkt, macht es zwar besser aber m.E.
nicht bis in die Nutzen-Zone, zumal das Ausrasten über die gleiche Taste
bei einer versehentlichen Betàtigung eigentlich immer den Schreibfluss
unterbricht, da man erst mal die Lampe kontrollieren muss. Unter OS/2
konnte man sich wenigstens mit einem nicht störenden Griff zur
Shifttaste des Übels ohne Feedback entledigen.


Und sehr nützlich fànde ich es überdies, wenn im Filesystem, sowohl auf
den Laufwerken als auch in den Dokumenten, konsequent der Unicode bentzt
würde und der jeweilige Landescode nur auf dem Monitor erschiene. Mein
Ubuntu-Linux tut das! Eben drum konnte ich mit Linux sogar einige
„Zombies“ auf der Platte löschen oder umbenennen, die wegen irgend eines
außerordentlichen Zeichens im Namen unter OS/2 gar nicht mehr zugànglich
waren. Tàte auch OS/2 den Unicode so unterstützen wie Ubuntu das tut,
würden solche „Zombies“ gar nicht erst entstehen.



Daran merkt man, dass der OS/2-Kernel faktisch aus dem Jahre 1995 ist.
Unter Linux ist Unicode aber auch erst in den letzten Jahren Standard
geworden.


Und am Schluß noch ein letzter Wunsch. Aus alten DOS-Zeiten haben wir
die Laufwerksbuchstaben geerbt, und haben sie noch. Linus kannte
Laufwerksbuchstaben nie und kennt sie auch heute nicht. Meine Platte-D
zum Beispiel sieht auf Linux so aus:

╔══╗
║00║
║01║ (in _einem_ Zeichen)
╚══╝

Also „0000“ = C:, „0001“ = D:, et cetera.



? - wie bekommt man das denn hin? Das habe ich noch nicht geschafft.


Es tàte mir sehr gefallen, wenn diese Platte statt dessen einen _Namen_
hàtte und unter diesem im Verzeichnisbaum erschiene.



Sollte kein unlösbares Problem sein.

Die ecs soll bitte ein „OS/2“ bleiben! Ich liebe es und werde es mit dem
Erscheinen der Version 2.0 ganz sicher wieder benutzen. Aber laßt uns
ruhig gelegentlich mal was von Linux lernen, verkehrt ist das nicht.



Der Nachteil ist nur, dass es etwas an jenen Leuten mangelt, die die
daraus resultierenden Wünsche auch umsetzen. Die Community wird kleiner.

Aber Linux ist mittlerweile ziemlich erwachsen geworden. Zugegeben, es
làuft im Anfang oft nicht alles rund, aber das kennen wir ja von OS/2.
Dessen Installation und Konfiguration war eigentlich auch immer der
Schwachpunkt. Und obwohl es mit eCS besser geworden ist, ist es immer
noch einer.

Aber wenn man sich auf der anderen Seite solche Sachen wie das
Software-Center von Ubuntu anguckt, dann kann man nur staunen. So weit
ist noch kein anderer, nicht M$ und auch nicht der Apfel. Gut
strukturiert, riesen Auswahl. Nur eben ohne dass eine Rechnung kommt und
ohne Abofallen.


Marcel

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