Ein Kompilat für verschiedene Distributionen/Versionen -- wie?

12/12/2007 - 22:58 von Wolfdieter Schmidt | Report spam
Hallo!

Ich betreue eine recht große Applikation die für Linux als
Downloadversion angeboten werden soll. Ausserdem wird diese Applikation
auch in einigen Firmen verwendet -- auch unter Linux.

Das Problem ist jetzt, dass die Anwender sehr viele verschiedene
Distributionen und auch Versionen der Distributionen installiert haben
und ich es bisher nicht geschafft habe, ein einziges Kompilat für
möglichst alle Anwender zu erzeugen. Die Palette reicht von RHEL-4 bis
zu diversen aktuellen Version wie ein Debian Etch.

Mir ist soweit klar, dass ich ein Kompilat welches auf Debian etch
erstellt wurde wohl nicht unter RHEL-4 zum Laufen bekomme, aber der
umgekehrte Weg, also auf RHEL-4 kompiliert und auf Debian Etch
installiert sollte doch klappen, aber auch das geht nicht.

Jetzt ist es mir aus Zeit- und Budgetgründen unmöglich, zum einen
mehrere Kompilate zu bauen und vor allem zu testen und dann auch noch
irgendsowas wie eine Zuordnung aufzubauen, welches Binary auf welchem
System und in welcher Version làuft, es gibt einfach zu viele
Distributionen (und ich meine jetzt nur die Basis wie Suse, RedHat,
Mandrake, Debian, Gentoo, ...) und Versionen.

Die Probleme scheinen sich aus der glibc zu ergeben, bzw aus den damit
parallel laufenden gcc-Versionen.

Aktuell ist es so, dass ein auf Suse 10.2 erstelltes Kompilat auf
Debian-Etch nicht làuft, weil Etch irgendeine glibc2.4 nicht
bereitstellt. Und diese beiden Distributionen sind doch wohl recht aktuell.

Gibt es da irgendwo ein Kochbuch, wie man eine Applikation so bauen
kann, dass diese wenigstens 1 Jahr lang installierbar ist?

Gruß
Wolfdieter
 

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#1 Thomas Tom Malkus
12/12/2007 - 23:19 | Warnen spam
Wolfdieter Schmidt meinte:

Gibt es da irgendwo ein Kochbuch, wie man eine Applikation so bauen
kann, dass diese wenigstens 1 Jahr lang installierbar ist?



Ja, ein anderes Betriebssystem nehmen ;-)

Scherz beiseite, aber das ist wirklich ein Problem selbst von Versionen
innerhalb einer Distribution. Ubuntu versucht es ja mit der LTS zu ent-
schàrfen. Andere Anbieter von Applikationen zertifizieren einfach nur RH
und SUSE und lehnen sonst jede Unterstützung ab.

Je nach Größe der Anwendung könnte auch ein statisches Linken eine Lösung
sein. Das mache ich auf Embedded Systemen nur noch und bin zur Zeit gerade
am Versuchen auf FreeBSD zu wechseln weil ich es für diesen Bereich für
das sinnvollere System halte.

Aber wie man das bei der Menge der Distributionen sinnvoll für größere
Applikationen löst weiß ich auch außer den genannten Ansàtzen nicht und
schließe mich deshalb Deiner grundsàtzlichen Frage an.

73 de Tom
Thomas 'Tom' Malkus, DL7BJ
Locator JO43PC * DL-QRP-AG #1186 * AGCW-DL #2737 * DARC OV I19

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