ein spezielles Linux für die Grafikkarten- und Spielehersteller

12/11/2009 - 15:02 von Hauke Laging | Report spam
Moin,

ich werde gerade mal wieder von einem praxisfernen Gedanken geplagt
(welcher Thread den wohl gerade ausgelöst hat, hahaha)...

Ein wesentliches Problem bei der Windows-Dominanz unter
Privatanwendern sind die Spiele, speziell diejenigen, die
dreistellig Watt durch eine teure Grafikkarte blasen.

Nun hat sich die ganze Industrie (die ich faktisch nicht kenne), also
die Grafikchiphersteller auf der einen und die Spielehersteller auf
der anderen Seite, damit abgefunden, dass Microsoft sagt, wo es
langgeht; sicherlich nicht alleine nach Gutsherrenart, sondern in
Abstimmung mit den (wichtigen) Betroffenen.

Ich kann nicht einschàtzen, wie bequem diese Situation für diese
Unternehmen ist. Vielleicht wird die als ganz toll empfunden. Man
hat Planungssicherheit und hofft, dass keiner bevorzugt wird.

Unter sowohl technischen als auch wirtschaftlichen und
organisatorischen Aspekten (den Rechtezoff um nichtquelloffene
Grafiktreiber mal außen vor gelassen) stelle ich mir gerade folgende
Frage: Wie sàhen diese Parameter für die Hersteller aus, wenn sie
nicht mehr für DirectXY entwickelten, sondern ein offenes
Betriebssystem, das sie selber gemeinschaftlich mit dem alleinigen
Fokus ressourcenintensive Spiele vorantreiben?

Wàre das nur ein großer Aufwand (erhebliche Teile von X neu
schreiben) ohne Zusatznutzen? Ich kann mir vorstellen, dass dann
weniger Kompromisse nötig wàren. Dann gàbe es eben ein 3D-X von
Nvidia und eins von AMD. Die Spielehersteller hàtten dann, was
sicher vom Aufwand her zu verschmerzen wàre, zwei Versionen ihrer
Software und würden zur Laufzeit die (besser) unterstützte
auswàhlen. Dass ein Spiel auf einem Rechner nicht mit allen Effekten
làuft, wàre ja nun wirklich nichts Neues.

Interessant wàre möglicherweise die geringere Hardwareabhàngigkeit
(Stichwort Spielekonsolen).

Das wàre dann eventuell gar kein Linux, mit dem man neben dem Spiel
auch alles andere ganz normal machen könnte (hàtte vielleicht den
Vorteil, dass man ein DRM-Linux zum Spielen und ein Nicht-DRM-Linux
zum Arbeiten hàtte). Vermutlich wird ein Betriebssystem dadurch,
dass es eben ein Betriebssystem und keine Spiele-Wohlfühlumgebung
ist, nicht gerade schneller. Eine solche Linuxversion könnte man
dagegen auf allen Ebenen rücksichtslos für die Belange von Spielen
optimieren, sogar wechselweise für die eines einzelnen Spiels, wenn
es da Unterschiede geben sollte (was MS mit Windows nicht kann, denn
damit soll ja auch noch gearbeitet werden).

Dass es extrem schwer wàre, dahin zu kommen, selbst wenn alle
Hersteller das für eine attraktive Vision hielten, ist klar. Es geht
mir erst mal nur um das technische und wirtschaftliche Verstàndnis
des Problems.


CU

Hauke
http://www.hauke-laging.de/ideen/
 

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#1 Michael Sgier
13/11/2009 - 08:25 | Warnen spam
Kennst du Wine? Ich warte zb. nur noch darauf, dass der FS9 etc. in
naher Zukunft vernünftig làuft.

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