Einfache Stromregelung für eine Synchronmaschine

30/03/2010 - 20:04 von Wolfgang Weinmann | Report spam
Hallo,

es geht um die Stromregelung einer Synchronmaschine. Normalerweise
werden diese Motoren mittels FOC (Clarke/Park -> PI-Regelung von Id
und Iq -> Inverse Park -> Raumzeigermodulation) angesteuert. Da dieses
eine gewisse Prozessorleistung benötigt, habe ich bisher folgende
Strategie verfolgt:

Die Rotorposition wird mittels Encoder gemessen. Auf diese Position
wird ein Winkel addiert und entsprechend das Drehfeld gesetzt. Bei dem
Strom wird die Summe der in die Strànge hineinfließenden Ströme
addiert, also nur die Werte, die größer 0 sind. Dieses entspricht dem
zu diesem Zeitpunkt in die Maschine fließenden Strom, der natürlich
auch dem herausfließenden entspricht. Dieser positive Strombetrag von
einem Geschwindigkeitsregler gesetzt.

Das Problem: Wenn ich bei der Raumzeigermodulation den Betrag 0
eingebe, dann liegen alle drei Motorphasen die ganze Zeit niederohmig
auf dem gleichen Potential. Die Folge ist, daß der Motor abgebremst
wird, weil er die ganze Zeit kurzgeschlossen ist. Die Folge von dem
Verhalten ist, daß die Stromregelung bei kleinen Leistungswerten (wo
also die Motorphasen die meiste Zeit auf dem gleichen Potential
liegen) funktioniert. Wenn der Motor sich in diesem Zustand dreht (hat
noch schwung), dan fließen große Kurzschlußströme die abbremsen. Der
Stromregler regelt bei zu großen Istwerten die Raumzeigermodulation
herunter, aber die "Bremsströme" fließen trotzdem weiter.

Werden größere Geschwindigkeiten abverlagt, dann funktioniert die
Stromregelung, weil etwas weniger Betrag bei der Raumzeigermodulation
auch weniger Strom nach sich zieht und mehr Betrag bei der
Raumzeigermodulation auch mehr Strom zur Folge hat.

Ich hàtte gerne von Euch erfahren, ob Ihr auch schon diesen Ansatz
verfolgt habt, ihn erfolgreich implementiert, oder verworfen habt.

Gruß

Wolfgang
 

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#1 Philip Herzog
31/03/2010 - 10:02 | Warnen spam
On 3/30/2010 20:04, Wolfgang Weinmann wrote:
werden diese Motoren mittels FOC (Clarke/Park -> PI-Regelung von Id
und Iq -> Inverse Park -> Raumzeigermodulation) angesteuert. Da dieses
eine gewisse Prozessorleistung benötigt,



Wieviel hast Du denn zur Verfügung? Man kann gegenüber den bei TI et.al.
verfügbaren Bibliotheken durchaus einen Faktor 4 schneller werden, wenn
man auf einem 32-Bit-Prozessor ohne FPU mit Fixed Point und 16 Bit
pràzision rechnet und die Sinustabelle etwas optimiert.

Ohne das nachgerechnet zu haben klingt mir Dein Ansatz nàmlich nicht so
als wàre er wesentlich weniger Aufwàndig...

- Philip
Jesus kündete das Reich Gottes an und gekommen ist
die Kirche. (Alfred Loisy)

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