Einfluss von Materialien von Kabeln auf den Klang einer HiFi Anlage

14/02/2010 - 18:35 von FritzS | Report spam
Hallo,
ich weiß hier ist vielleicht nicht gerade der richtige Boden für diese
Frage

Weltweit wird in diversen Foren über den Einfluss von Verbindungskabel
(Netzkabel, Cinch Kabeln, Lautsprecherkabeln) der HiFi Komponenten,
manchmal sehr heiß, diskutiert.

Dazu wird Alles bis zur Quantenmechanik als Argument hervorgebracht.

Kabeln bestehen aus Leitern und Isolation (Dielektrikum). Bei den
Leitern wird meist OFC (sauerstoff armes Kupfer) seltener Silber
verwendet. Bei der Isolation von PVC, über Polypropylene, etc., bis hin
zu Teflon.

Was könnte Eurer Meinung nach für Unterschiede aus der Sicht eines
Physikers verantwortlich sein.

Die Induktivitàt und der Widerstand scheiden meist aus, da die Kabeln
sehr àhnliche Messwerte aufweisen.

Bei der Kapazitàt wird es schon schwieriger, die ist vom Abstand der
Leiter und von der Dielektrizitàtskonstante abhàngig.

Beim Dielektrikum kommen jedoch ein gewisser Memoryefffekt und eine u.U.
»verbogene« Hysteresis hinzu (siehe Keramik bei HF Kondensatoren).

Steckverbindungen bestehen aus verschiedenen Materialien, Eisen
(Stahl),Nickel, Chrom, Kupfer, Silber, Gold, Rhodium, etc.

Aber wie könnte man mit Hilfe der Quantenmechanik »hörbare« Unterschiede
bei Netzkabeln (Stromanschlüssen) erklàren?

Manche HiFi Fans tauschen einfach das Netzkabel (Schukostecker an der
einen Seite, Kaltgeràtekupplung auf der anderen Seite) und schwören das
sie einen Unterschied wahrnehmen!

VLG
Fritz Stockhammer
 

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#1 Hendrik van Hees
14/02/2010 - 18:51 | Warnen spam
FritzS wrote:

Hallo,
ich weiß hier ist vielleicht nicht gerade der richtige Boden für diese
Frage



Warum nicht? Musik und Physik sind durchaus höchst benachbarte Gebiete,
wie die berühmten Helmholtzschen Arbeiten zur Tonwahrnehmung beweisen.

Weltweit wird in diversen Foren über den Einfluss von Verbindungskabel
(Netzkabel, Cinch Kabeln, Lautsprecherkabeln) der HiFi Komponenten,
manchmal sehr heiß, diskutiert.



Es ist klar, daß es viel subjektive Einflüsse gibt, die freilich
physikalisch nicht erfaßbar sind. Manchmal klingen teure Stereoanlagen
einfach besser, weil sie teuer sind. Der Kàufer will ja vor sich selbst
irgendwie die Ausgabe rechtfertigen und meint, die teure Anlage klingt
einfach besser. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Physikalisch làßt sich die Signalübertragung ja durch ein paar
Kenngrößen der betrachteten Kabel etc. beschreiben. Das ist dann die
objektive Seite der Sache und durchaus Physik.

Hendrik van Hees
Institut für Theoretische Physik
Justus-Liebig-Universitàt Gießen
http://theorie.physik.uni-giessen.de/~hees/

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