Einschaltknacken bei Audio-Endstufe

23/05/2016 - 16:27 von Marcel Mueller | Report spam
Hallo,

ich habe in einem alten Verstàrker einen abgerauchten STK4036II durch
eine diskrete Endstufe ersetzt. (Komplett aus altem Grabbelkistenschrott.)
Die OP-Treiberschaltung entspricht mehr oder minder 1:1 der
Innenschaltung des STK4044V (siehe Datasheet Seite 2), das war am
einfachsten in die bestehende Schaltung zu integrieren. Die Endstufe ist
allerdings symmetrisch, mit Emitterwiderstànden und mit SOA-Protection.

Das funktioniert soweit eher besser als vorher (weniger Klirr,
Überstromsicherung, weniger Schwingneigung), allerdings gibt es beim
Einschalten einen ziemlich heftigen Knackser.
In der Sache dürfte das dem Miller-Kondensator über dem positiven
Treiber-Transistor (TR6) geschuldet sein. Der Strom über die
Konstantstromquelle im Negativen (TR8) kommt einfach schneller.

Gibt es da irgendeinen klassischen Trick? Also ich meine außer
Ausgangsrelais einbauen, wie in jedem besseren Verstàrker.

Von der Idee her hàtte ich gesagt, man muss auch dem negativen
Transistor ein Delay verpassen. Ein Kondensator von dessen Basis nach U-
würde mir da einfallen. Aber ich habe nicht den Hauch einer Idee, wie
der bemessen werden müsste.


Marcel
 

Lesen sie die antworten

#1 MaWin
24/05/2016 - 00:01 | Warnen spam
"Marcel Mueller" schrieb im Newsbeitrag
news:nhv3vn$m8d$

Gibt es da irgendeinen klassischen Trick? Also ich meine außer
Ausgangsrelais einbauen, wie in jedem besseren Verstàrker.



Der klassische Trick ist das Ausgangsrelais, notfalls auch per
anteiserieller MOSFETs realisiert. Wenn du dir den verbietest,
hast du eben keine Lösung gegen das Knacken.

Wenn es die dicken Audiokoppelkondensatoren wàren, wie sie in
Verstàrkern mit unsymmetrischer Versorgungsspannung am Eingang
und Ausgang nötig sind um die unterschiedlichen Gleichspannungslevel
abzublocken, dann könnte man das durch ein Design mit symmetrischer
Versorgung beheben,

aber bei dir führt ja angeblich der Amp intern zum Knacken.
Vollsymmsterischer Aufbau, wie beim Leach-Amp
http://users.ece.gatech.edu/mleach/...cs/ckt.pdf
wird vermutlich auch ein leichtes Knacken produzieren.
MaWin, Manfred Winterhoff, mawin at gmx dot net
Homepage http://www.oocities.org/mwinterhoff/
dse-FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/

Ähnliche fragen