Elektrisches Feld im inhomogenen Isolator - Turturmotor

14/03/2011 - 21:28 von Peter | Report spam
Hallo,

es ist vielleicht nicht allgemein bekannt:

Angenommen, man hat einen Plattenkondensator in Luft, der Plattenabstand
sei d.

Jetzt schiebt man eine isolierende Platte der Dicke d/2 in diesen
Kondensator.

Sinkt dann die elektrische Feldstàrke in dem verbleibenden Luftraum, wie
man vielleicht zunàchst intuitiv glauben möchte? Nein, sie steigt.
D.h. die elektrostatischen Kràfte im verbleibenden Luftraum werden grösser.

Wenn die Turtur-Theorie stimmt, dann müsste dieser Motor also schneller
werden, wenn man ein Dieelektrikum zwischen Elektrode und Rotor schiebt:

http://www.youtube.com/watch?v=IiC2IGLl90Q

Warum hat das noch niemand probiert?
Weil damit die Theorie widerlegt wàre.

Und weil der Rotor stehen bleiben würde, weil kein Strom mehr fliesst
und es keinen Ionenwind mehr gibt.

An der FH 2. Semester E-Technik Grundlagen mussten wir solche
Anordnungen detailliert durchrechnen. Natürlich kompliziertere, bei
denen mehrere verschiedene Dieelektrika über- und nebeneinander
angeordnet sind.
Welche praktische Bedeutung hat das? Man kapiert dann, warum kleinste
Lufteinschlüsse in Isolatoren die Durchschlagsfestigkeit ganz wesentlich
reduzieren können.



Peter
 

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#1 Peter
14/03/2011 - 22:28 | Warnen spam
Am 14.03.2011 21:28, schrieb Peter:

An der FH 2. Semester E-Technik Grundlagen mussten wir solche
Anordnungen detailliert durchrechnen. Natürlich kompliziertere, bei
denen mehrere verschiedene Dieelektrika über- und nebeneinander
angeordnet sind.
Welche praktische Bedeutung hat das? Man kapiert dann, warum kleinste
Lufteinschlüsse in Isolatoren die Durchschlagsfestigkeit ganz wesentlich
reduzieren können.



Warum ist das so? Jedes Material geht oberhalb einer bestimmten lokalen
Feldstàrke kaputt.
Ist eine kleine Luftblase im Material, dann kann dort die lokale
Feldstàrke so gross werden, dass das Material kaputt geht und das frisst
sich dann immer weiter, bis es durchschlàgt.

D.h. alle Berechnungen scheitern, wenn sie auf homogenem Material
beruhen, aber das Material ist nicht homogen. Deshalb muss man immer
einem gewissen Sicherheitsfaktor zuschlagen.

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