Elementare Logik

31/03/2008 - 19:42 von R. | Report spam
Um die Kausalitàtsverhàltnisse des Zwillingsparadoxons einfach mal
elementar logisch zu verstehen, betrachte man folgende Konfiguration:

Es treffen sich zwei gleichförmig gegeneinander im Minkowskiraum M
bewegte Objekte an einem Ereignispunkt und sie mögen danach weiter
(auf ihren gleichbleibend geraden Weltlinien) voneinander weg fliegen,
dann sind beide Objekte gemàß Relativitàtsprinzip in M gleichwertig, und
es kann sich z.B. jedes der beiden Objekte mit dem gleichen physikalischen
Recht als ruhend annehmen, und man kann NICHT sagen, welches Objekt
schneller fliegt oder langsamer altert (!) - sondern, erst dann, wenn
IRGEND eines der beiden Objekte durch Änderung der Richtung seines
Vierergeschwindigkeitsvektors (das entspricht einem Winkel in M,
einem Lorentz-Boost) ein Dreieck bildet, das in Richtung der zukünftigen
Weltlinie des anderen Objektes zeigt, ist eine Konfiguration gegeben,
die unterschiedliche lange Weltlinien eines Dreiecks (i.e. Alter
des auf der Weltlinie bewegten Objektes) zur Folge hat.

Da nun aber - logischerweise, aus Symmetriegründen - jedes der beiden
Objekte jederzeit einen solchen Boost zum Wiederzusammentreffen auslösen
kann, ist die Aussage logisch ZWINGEND, daß diese BESCHLEUNIGUNG, dieser
Boost, DIE URSACHE für seine - BEZOGEN auf das andere Objekt - làngere
Weltlinie ist.

(Unterschiedliche) Beschleunigung ist eindeutig die Ursache für
unterschiedlich lange Weltlinien, die sich in zwei Punkten treffen.

Ein Fehler, den einige gern machen, besteht darin, daß eben nicht
"Reisende àlter werden", sondern Reisende in bezug auf KONKRETE
andere "Teilnehmer" bezüglich einer VOLLSTÄNDIGEN Konfiguration.
 

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#1 Kurt Bindl
31/03/2008 - 22:06 | Warnen spam
R. wrote:
Um die Kausalitàtsverhàltnisse des Zwillingsparadoxons einfach mal
elementar logisch zu verstehen, betrachte man folgende Konfiguration:



[Rest gezwickt]

Warum denn so kompliziert?
Es ist doch ganz einfach.

Folgende Aussagen stehen an:

# -der Bewegte- altert langsamer
# - ich kann mich unbewegt setzen.

Ergo: der Andere ist der Bewegte, also altert er langsamer.

Ergoergo: was soll denn dann Anderes rauskommen als ein Paradoxon?

Und woher das Ganze?
Naja aus einer egoistischen kurzsichtigen Aussage/Ansicht/Theorie.
Aus der RT eben.


Kurt

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