Elko-Quäler

04/10/2012 - 21:46 von Michael S | Report spam
Hi,
habe heute mal eine defekte Kompaktstereoanlage aufn Schreibtisch
bekommen: "Schau mal, ob sich das was reparieren làsst, tut gar nichts
mehr."
Hmm, also erstmal Labornetzteil im Batteriefach angeschlossen, um zu
schauen, ob das Ding noch Strom zieht und wieviel es zieht.
-> Kurzschluss bzw. 1,1V Restspannung.

Dann aufgeschraubt und geplatzten Glàttungs-Elko des Trafo-Netzteil
entdeckt. Den ausgelötet, das ganze mit DC ausm Labornetzteil versorgt.
-> tut wieder

Was mich aber doch erschrocken hat: Ein 25V 4700µF 105°C Elko
(China-Billigmarke) hat bei einem konventionellen Einfachstnetzteil mit
Brückengleichrichter und sicher deutlich unter 1A Rippelstrom den Dienst
quittiert.

Vermutlich, weil das Ding keinen echten Ausschalter hat, sondern immer,
also 24h, am Netz hàngt und nur per Tastendruck geweckt wird.
Das macht wohl selbst ein dicker 105°C-Elko nicht ewig mit.

Michael
 

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#1 Roland Ertelt
04/10/2012 - 22:58 | Warnen spam
Und so sprach Michael S:

...

Was mich aber doch erschrocken hat: Ein 25V 4700µF 105°C Elko
(China-Billigmarke) hat bei einem konventionellen Einfachstnetzteil mit
Brückengleichrichter und sicher deutlich unter 1A Rippelstrom den Dienst
quittiert.




Wenn der tatsàchlich 105°C zu sehen bekommt, lebt er ca 1000..2000h. Das
ist nicht wirklich lange. Und wenn ich jetzt mal einen willkürlichen
Panasonic NHG-A 4700/25 her nehme kann der bei 120Hz gerade mal 1,75A
ab. (Die anderen Marken-Elkos liegen erfahrungsgemàß àhnlich,
Chinaböller sind etwas schlechter...)

Roland

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