Empfehlung für einen Beamer

16/06/2008 - 17:11 von Tassilo Horn | Report spam
Hallo,

unsere Arbeitsgruppe will sich demnàchst einen eigenen Beamer zulegen,
allerdings hat keiner von uns einen guten Marktüberblick, was da im
Augenblick empfehlenswert ist.

Unsere Ansprüche sind relativ bescheiden:

- klein (< Aktenordnergröße)
- leise
- Auflösung >= 1024x768
- DVI-Eingang
- falls möglich DLP statt LCD
- sollte auch in kleinen Ràumen funktionieren (d.h. ein
ansprechend großes Bild zeigen), in denen der Abstand vom
Beamer zur Projektionsflàche gering ist

Viel teurer als 1000€ sollte das Geràt nicht sein.

Das Geràt wird hauptsàchlich für einfache Pràsentationen genutzt, von
daher sind Sachen wie WideScreen und superrealistische Farben etc. eher
unwichtig.

Also immer her mit Empfehlungen und Erfahrungen.

Viele Grüße,
Tassilo
Dipl. Inform. Tassilo Horn | Room: B015
University of Koblenz-Landau, Campus Koblenz | Phone: +49 (261) 287-2745
Institute for Software Technology | Mail: horn@uni-koblenz.de
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#1 Marcel Müller
16/06/2008 - 19:50 | Warnen spam
Hallo,

Tassilo Horn schrieb:
Unsere Ansprüche sind relativ bescheiden:



die sind nicht bescheiden. Sie sind vielleicht nicht überzogen.

- klein (< Aktenordnergröße)



Die besonders kleinen Geràte sind bei uns flàchendeckend und im
besonderen im Sommer durch eine sehr hohe Ausfallquote aufgefallen.
Mittlerweile sind alle hin und zum Teil von àlteren, größeren Geràten
überrundet.
In der Klasse Grundflàche DIN-A4 oder ein bisschen weniger ist das
Problem verschwunden.

- leise



Die besonders kleinen Geràte sind auch durch einen übermàßigen Làrmpegel
aufgefallen. Inakzeptabel würde ich sagen.
Wirklich leise ist gar keiner, auch nicht die größeren. Hinreichend
leise sind die meisten. Einige werden aber beim Abschalten extrem laut,
weil dann der Lüfter auf Maximum geht, um die Lampe möglichst schnell
kalt zu kriegen. Vorteil beim Abbauen, Nachteil, wenn man den Beamer
wàhrend einer Session nicht durchgàngig braucht.

- Auflösung >= 1024x768



XGA ist für Pràsentationen immer noch standard. Mehr ist
teuer.Allerdings beginnt dann auch der Formatkrieg. Und damit können vor
allem günstigere Notebooks oder auch User nicht sinnvoll umgehen. Wenn
beispielsweise das Seitenverhàltnis der Pràsentation nicht stimmt, gibt
es oft unscharfe Bilder oder Eierköpfe. Dank Widescreen-Notebooks hàlt
das allerdings auch so Einzug, damit möglicherweise aber über kurz oder
lang auch vernünftige Lösungen und Erfahrung im Umgang.

- DVI-Eingang



kein Problem. Ist eigentlich üblich.

- falls möglich DLP statt LCD



DLP ist bei uns nicht pauschal als besser aufgefallen. DLP-Beamer mit
Farbrad, wie sie für den portablen und bezahlbaren Einsatz immer gebaut
werden, sind den LCD-Beamern nicht prinzipiell überlegen. Manche
verwenden ein 4-Farb-Rad mit RBG und weiß. Das gibt zwar strahlendes
weiß, aber gesàttigte Farben, wie rot lassen sich damit nicht in
vernünftiger Helligkeit darstellen. Das macht Pràsentationen zuweilen
unlesbar. Und wenn der Referent dann irgendwas von Farben erzàhlt, die
vorne komplett anders aussehen, wird es lustig.

- sollte auch in kleinen Ràumen funktionieren (d.h. ein
ansprechend großes Bild zeigen), in denen der Abstand vom
Beamer zur Projektionsflàche gering ist



Was ist "gering"?

Also, ein Zoom sollte man schon haben. Das haben aber hier auch alle.
Im Kontext "geringer Abstand" wàre Lens-Shift noch ein sinnvolles
Feature. Damit bekommt man auch dann ein halbwegs gerades Bild, wenn man
schràg projezieren muss. Die Üblichen oft sogar nur mit aufwand
abzuschaltenden Trapezkorrekturen in der Beamer-Firmware sind besonders
bei XGA mit verlaub nicht ernst zu nehmen, Was will ich mit einem
oberflàchlich geraden, aber dank Interpolation und Stauchung völlig
unlesbaren Bild. Das gilt besonders, weil immer noch 50% der Referenten
keine Ahnung von der ergonomischen Wahl von Schriftgrößen, Farben und
Fonts hat.
Die Lens-Shift kann dabei ruhig fest eingebaut sein. Die Geràte, die mir
am besten gefallen, projezieren fest eingestellt von Beamerhöhe bis
Beamerhöhe + X. Damit kann man sie einfach auf jeden Tisch stellen und
bekommt immer ein gerades und hinreichend hohes Bild.

Viel teurer als 1000€ sollte das Geràt nicht sein.



Mit den Preisen kenne ich mich nicht aus. Das machen andere. Aber ich
könnte fast wetten, dass die alle teurer waren, wenn auch nicht ein
vielfaches.

Bei der Kalkulation sollte man auch immer die Lebensdauer und den Preis
der Lampen mit einkalkulieren. Die sind immer mal wieder fàllig. Je nach
verwendungszweck sollte man 2-3 Lampen in die TCO-Rechnung einbeziehen.
In dem Zusammenhang hat es sich auch als praktisch erwiesen, wenn die
verwendeten Lampentypen mehr oder minder Standard sind. Die sind
langfristig günstiger und leichter zu beschaffen. Damit sind die ganz
kleinen mal wieder raus, weil die natürlich jedes quàntchen Platz nutzen
müssen.

Das Geràt wird hauptsàchlich für einfache Pràsentationen genutzt, von
daher sind Sachen wie WideScreen und superrealistische Farben etc. eher
unwichtig.



Das ist bei und genauso. Aber damit ist man in der Business-Class, wenn
auch im unteren Bereich. Das macht sich im Preis bemerkbar, aber auch in
der Qualitàt.


Marcel

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