Empfehlung für Lötstation, Ätzstation und Software

31/08/2007 - 02:05 von Sigfried Mauch | Report spam
Hallo,

ich möchte mich wieder mit dem Thema Elektronik befassen. Ich
möchte eigene Platinen àtzen, mit normalen Elementen löten (zu 90%)
und auch teilweise mit SMD Technik (10%) , für ganz kleine Projekte.

Möchte Euch um eine preisgünstige Empfehlung einer Lötstation,
die für diesen Zweck geeignet ist bitten. Habe bei Ebay auch nach
Lötstationen geschaut, aber mir fehlt die Entscheidung schwer. Worauf
sollte man beim Kauf achten? Was muss die Lötstation für Eigenschaften
erfüllen? Es gibt doch jetzt das neue Lötszinn ohne Blei, richtig?

Ebenso wàre ich über Tipps zur Anschaffung der Geràtschaft zum
Platinen-Ätzen sehr dankbar. Worauf achten?

Nun letztlich zum schwierigsten Thema: Software. Welche Software
ist der Standard zum Planen von Schaltungen und ausdruck dieser
und welche ist der Standard zum Platinen-Layout planen? Kenne
selbst nur Eagle. Ist das gut? Oder gibt es bessere?

Sorry für die vielen Fragen. Habe mich schon zum Teil informiert,
aber die Entscheidung fàllt doch schwer. Man möchte auch nichts
dann doppelt kaufen, weil man sich falsch entschieden hat.

Grüße
Siggi
 

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#1 gUnther nanonüm
31/08/2007 - 05:06 | Warnen spam
"Sigfried Mauch" schrieb im Newsbeitrag
news:46d75b63$0$7690$
..
Sorry für die vielen Fragen. Habe mich schon zum Teil informiert,
aber die Entscheidung fàllt doch schwer. Man möchte auch nichts
dann doppelt kaufen, weil man sich falsch entschieden hat.



Hi,
wennste richtiger Anfenger bist, dann wirst Du sowieso einiges probieren
müssen, also auch unnützes Zeuchs kaufen und sinnlose Projekte haben. Erst
mit ein bißchen Erfahrung kriegt man raus, was wirklich wichtig ist. Eine
gute Lötstation kostet Geld oder "paßt", weil mans sich einrichtet. Mit
Erfahrung kann man praktisch mit jeder Station "normal" arbeiten, für SMD
wirds schon kniffliger. Aber die Basics sind ein großer Arbeitstisch, genug
Steckdosen (gibt es das? Mir haben 12+6 nicht gereicht), helle Lampen, viele
Schubladen, Wandregale, Tupperware und Sammelboxen, ein bequemer
Arbeitsstuhl, fester Plastikfußboden mit hohem Kontrast gegen
"runtergefallenes Federchen" und einiges an Werkzeug. Für den Anfang tuts
ein Ersa Tip260 Lötkolben ganz wunderbar, ohne allerlei feine Zangen,
Seitenschneider, Pinzetten, Schraubendreher und Klammern dagegen wird das
nie was. Ach ja, ne Leuchtlupe macht auch Sinn, dito eine "Dritte Hand" oder
ein verstellbarer Feinschraubstockdazu ein Oscarhalter bzw gleich "mit
Oscar" und ein Labornetzteil mit mehreren Spannungen.
Von Kleinteileboxen und Plastikdöschen kann man nie genug haben. Auf den
"Labortisch" sollte man auch einige Überlegung aufwenden, die einen sàgen
sich eine große "Luke" hinein und versenken darin eine transparent-weiße
Plastikplatte mit Unterlicht, andere verlegen feuerfeste Auslegeware auf
zahlreiche Absauglöcher (mit Lüftern drunter) oder nehmen antistatisches
Plastik, oder Gumminoppenteppichfliesen (in die Rillen kullern die
Schràubchen, auf den Spitzen ruhen die Platinen schon stabil). Auch lohnt in
dieser Anfangsphase, eine Lötrauchabsaugung einzubauen, etwa von Vorne ein
paar alte PC-Lüfter aufgereiht in einem Kabelschacht ansaugen und unter den
Tisch pusten zu lassen. Wenn man kann gleich mittels Trocknerschlauch nach
Draußen. Ach ja, einen PC braucht man heutzutage auch irgendwie, man kann
sich dazu einen gleich in eine Schublade einbauen, sehr praktisch sowas,
wenn alle Schnittstellen offenliegen. Andere hàngen ein Case an die Wand
oder an die Tischseite. Einen Trenntrafo sollte man zumindest erwàgen, ein
FI und eigene Sicherung sind jedenfalls Pflicht, dito ein großer
wasserdichter Blecheimer (feuerfest) für Müll und "rasch loszuwerdendes
qualmendes Weißnichtwas", Du wàrst nicht der erste Bastler, dessen
"Werkstatt" davon abfackelte, daß der "Techniker" sein Opfer in den
Plastikpapierkorb "entsorgte", wo sich in Staubmàusen und Altpapier ein
lustiges Feuerchen entwickelte. Ein Feuerlöscher in der 6kg-Klasse oder
darüber gehört auch dazu. Als erstes Bastelobjekt bietet sich dann ein
"Werkstattpaneel" an, in dem allerlei nützliche und hübsche Utensilien
versammelt werden, ein kleiner Lautsprecher, allerlei Klemmen und Schalter
(Licht, Preßluft, Vakuum, Absaugung, Radio...), ein paar simple Meßgeràte,
sozusagen der "kleine Elektroniker" oder die "Kosmos-Grundausstattung".
Macht manchmal richtig Sinn, soein festes Zeigerteil mit kurzen Klemmen,
immer das Multimeter dafür hinkramen àtzt. Die PC-Schnittstellen kann man
dahinein verlàngern. USB und Serielle jedenfalls sollte man vor der Nase
haben. Und es ist erstaunlich, wie praktisch ein simpler dicker,
beleuchteter Schalter mit Klemmen dran sein kann, wenn man einen
komplizierten Aufbau über Nacht abschalten will. Mein "nàchstes Paneel" wird
dafür einige Schalter extra haben

mfg,
gUnther

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