Empfehlung für preiswertes DSO?

07/01/2013 - 16:03 von Peter Heitzer | Report spam
Ich denke über die Anschaffung eines DSOs unter 500 EUR nach. Folgende Szenarien sollte es
u.A. abdecken:
- "Normale" Messungen analoger und digitaler Signale mit 2 Kanàlen und max. 100 MHz
- Aufzeichnung von Einschaltstromverlauf (z.B. Akkuschrauber) mit einstellbarer Triggerschwelle
- Aufzeichnung von IR-Signalen (von TSOP36), um diese in Ruhe analysieren zu können
- Lade/Entladekurven von Akkus aufnehmen
Der Speicher sollte sich via USB oder RS232 mittels Opensource Software auslesen lassen, bzw.
sollte das Auslese- und Steuerprotokoll dokumentiert sein.
Nett wàre auch eine direkte Speicherung auf USB-Stick oder handelsüblicher Speicherkarte.
Der Bootvorgang sollte in deutlich unter einer Minute erledigt sein.
Nett wàren Rechenoperationen wie z.B. Multiplikation mit einer Konstante, Quotientenbildung
Kanal1/Kanal2 oder Integral.
Die Bedienung sollte logisch sein und die Einstellregler ohne störende Verzögerung reagieren.

Kann jemand ein bestimmtes Model bzw. Hersteller empfehlen?
Danke schon mal.


Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de
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#1 Christian Zietz
07/01/2013 - 19:00 | Warnen spam
Peter Heitzer schrieb:

Ich denke über die Anschaffung eines DSOs unter 500 EUR nach.



Ich schlage mal das Rigol DS1102E vor, z.B. bei Batronix aktuell für
387,94€. Ich habe die 50-MHz-Variante DS1052E, die z.Zt. für 284,41€ zu
haben ist und bin zufrieden.

Folgende Szenarien sollte es
u.A. abdecken:
- "Normale" Messungen analoger und digitaler Signale mit 2 Kanàlen und max. 100 MHz



Geht. Das DS1102E hat 100 MHz Analogbandbreite.

- Aufzeichnung von Einschaltstromverlauf (z.B. Akkuschrauber) mit einstellbarer Triggerschwelle



Nun, das Scope misst natürlich Spannungen mit einstellbarer
Triggerschwelle. Um den Strom zu messen, musst Du eine Spannung daraus
erzeugen. Je nach Anwendung reicht vielleicht ein Serienwiderstand aka
Shunt.

- Aufzeichnung von IR-Signalen (von TSOP36), um diese in Ruhe analysieren zu können



Geht. Je nach Samplerate hast Du im Single-Shot-Betrieb bis zu einer
Million Speicherpunkte, da kann man schon tief ins Signal hineinzoomen.

- Lade/Entladekurven von Akkus aufnehmen



Das ist evtl. ein Problem, denn die Zeitbasis làsst sich nur bis auf
50s/Div. herunterstellen, bei wimre 12 Divisions ist die maximale
Aufnahmedauer am Stück also 10 Minuten. Müsste man also wohl regelmàßig
mit dem Rechner auslesen.

Der Speicher sollte sich via USB oder RS232 mittels Opensource Software auslesen lassen, bzw.
sollte das Auslese- und Steuerprotokoll dokumentiert sein.



USB und RS232 sind vorhanden, Programming Manual ebenfalls. Welche
Software es fertig gibt, weiß ich nicht. Es gab unter Linux mal Probleme
mit dem usbtmc-Treiber. (Unter Windows kann beispielsweise problemlos NI
VISA verwendet werden.) Keine Ahnung, ob die in aktuelleren
Linux-Kerneln bzw. in aktueller Rigol-Firmware gefixt sind.

Nett wàre auch eine direkte Speicherung auf USB-Stick oder handelsüblicher Speicherkarte.



USB-Stick wird unterstützt.

Der Bootvorgang sollte in deutlich unter einer Minute erledigt sein.



Passt.

Nett wàren Rechenoperationen wie z.B. Multiplikation mit einer Konstante, Quotientenbildung
Kanal1/Kanal2 oder Integral.



Die genannten Rechenoperationen fehlen allerdings. Möglich sind
Addition, Subtraktion, Multiplikation zweier Signale sowie FFT.

Die Bedienung sollte logisch sein und die Einstellregler ohne störende Verzögerung reagieren.



Bedienkonzepte sind immer ein bisschen Geschmackssache, aber ich finde
mein Rigol logischer als bspw. diverse teure Agilent-DSOs, die wir haben.

Christian
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.de/
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