Empfehlungen WLAN-Router mit DSL-Modem

31/01/2015 - 22:30 von Micha Kuehn | Report spam
Hallo,

zu Hause hat sich mein TP-Link Router (TD-W8961NB(DE)) verabschiedet. Da
er stàndig Verbindungsprobleme erzeugt hat, funkt zurzeit ein Ersatzrouter.

Ich möchte nun einen neuen, möglichst nicht zu teuren, WLAN-Modem-Router
kaufen. Könnt ihr mir Geràte empfehlen?

Bisher habe ich weitere "Spielereien" wie Telefonie nicht gebraucht. Ich
glaube, ich komme auch weiterhin ohne sowas aus.
Das Geràt sollte möglichst weit funken, bisher gab es an vielen Ecken
des Hauses keinen Empfang. Und es sollte zuverlàssig sein und außerdem
natürlich konfigurierbar - möglichst mit deutscher Oberflàche.

Wenn sich die Firmware dann möglichst noch alleine updatet bzw. wenn das
problemlos geht, umso besser.

Also: Gibt es hier Empfehlungen für mich?

Vermutlich habt ihr schon gemerkt, dass ich hier kein Fachmann bin.
Darum bitte auf Fachchinesisch verzichten, danke!

Danke,
Micha
"Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend
erklàrbar ist."
Robert Hanlon
 

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#1 Bastian Lutz
01/02/2015 - 10:52 | Warnen spam
Hallo Micha!

Am 31.01.2015 um 22:30 schrieb Micha Kuehn:
Hallo,

zu Hause hat sich mein TP-Link Router (TD-W8961NB(DE)) verabschiedet. Da
er stàndig Verbindungsprobleme erzeugt hat, funkt zurzeit ein Ersatzrouter.

Ich möchte nun einen neuen, möglichst nicht zu teuren, WLAN-Modem-Router
kaufen. Könnt ihr mir Geràte empfehlen?

Bisher habe ich weitere "Spielereien" wie Telefonie nicht gebraucht. Ich
glaube, ich komme auch weiterhin ohne sowas aus.



Bitte genauer beschreiben. Die Telekom kuendigt gerade nach und nach
alle Festnetzanschluesse, wo schon DSL mitgebucht wurde, aber noch ein
analoger oder ISDN-Anschluss mit drin haengt. Wenn du dann alte Telefone
weiterverwenden willst, ist ein Router mit entspr. Telefonanschluessen
die einfachste Loesung.
Es steht dir natuerlich frei, dein Smartphone (ueber WLAN angeschlossen)
fuer Gespraeche ueber den Festnetzanschluss zu verwenden oder ein
richtiges Voice-over-IP-Telefon. Oder ist es ein reiner
Internetanschluss ohne Telefonie bzw. unbenutzer Telefonie, weil sonst
alles ueber Handy laeuft oder so?

Das Geràt sollte möglichst weit funken, bisher gab es an vielen Ecken
des Hauses keinen Empfang. Und es sollte zuverlàssig sein und außerdem
natürlich konfigurierbar - möglichst mit deutscher Oberflàche.



Je mehr Waende und Decken zwischen Access-Point (AP,
"WLAN-Basisstation") sind, umso schlechter ist der Empfang. Also AP in
den Keller stellen und alle WLAN-Clients sind im Stockwerk darueber oder
noch weiter weg ist ganz schlecht.
Auch sollte man wenn AP und WLAN-Clients innerhalb eines Stockwerks sind
versuchen den AP mittig zwischen den WLAN-Clients aufzustellen wenn nix
dagegenspricht. Wenn der WLAN-Empfang auch nach entspr. Ausrichtung der
Antennen zu schlecht ist, sollte man sich einen WLAN-Repeater
(WLAN-Reichweitenverlaengerer) zulegen und den so aufstellen, dass AP
und Repeater einerseits moeglichst in der Mitte der jew. Haelfte(!) der
Flaeche stehen, aber sie sich gegenseitig noch gut erreichen
(Empfangsbalken im Repeater sollte ein relativ recht gutes Signal
anzeigen (muss aber nicht unbedingt top sein), sonst werden alle
ausgebremst, die am Repeater haengen!).
Wenn das auch nicht reicht, AP ca. in die Mitte des mittleren 1/3 und
entspr. je ein Repeater in die aeusseren Drittel.

Wenn sich die Firmware dann möglichst noch alleine updatet bzw. wenn das
problemlos geht, umso besser.



Ich persoenlich bin der Meinung: Never change a running system - ausser
es gibt konkrete Probleme wie z. B. mit der Sicherheitsluecke in der
Fritzbox Anfang 2014, die aber sehr schnell geschlossen wurde.
Aber schau dir mal das an:
http://www.heise.de/newsticker/meld...34447.html
"Nutzer, die auf ihre Fritzbox mindestens die OS-Version 6.20
eingerichtet haben und zugleich die Auto-Update-Funktion nutzen, werden
von der Aktualisierung womöglich nichts mitbekommen haben (Menü
System/Update/Auto-Update/). Bei den übrigen Geràten, die nur auf eine
vorhandene Aktualisierung hinweisen, muss sie der Nutzer wie üblich
selbst einspielen (Menü System/Update/FritzOS-Version/Neues FritzOS
suchen)."

Das Problem ist naemlich auch, dass wenn es einen Stromausfall waehrend
des Firmware-Updates gibt, sind solche Geraete meist hirntot und es ist
relativ kompliziert sie wieder zum Leben zu erwecken, sofern das
ueberhaupt mit vertretbarem Aufwand geht.

Also: Gibt es hier Empfehlungen für mich?

Vermutlich habt ihr schon gemerkt, dass ich hier kein Fachmann bin.
Darum bitte auf Fachchinesisch verzichten, danke!



Nimm eine Fritzbox (gerne mit FB abgekuerzt). Die 7xxx haben die
Anschluesse fuer alte Telefone, allerdings gibt's da wohl verschiedene
Varianten, also mit und ohne ISDN usw., siehe z. B.
http://www.wehavemorefun.de/fritzbox/FRITZ!Box-Familie#FRITZ.21Box_Fon_WLAN

Ich empfehle dir eine neuere Fritzbox zu kaufen, also die zweite Ziffer
(nach der "7") sollte moeglichst hoch sein (entspr. steigt aber auch der
Preis). Hab hier eine 7390. Die letzten beiden Ziffern stehen mehr oder
weniger fuer die Ausstattungsvariante.
Evtl. gibt's immernoch getrennte Modelle fuer D, A/CH und
"international". Wenn du das Ding nur in D betreiben willst, reicht die
reine D-Variante.
Fuer die Fritzboxen gibt's auch vom selben Hersteller passende Repeater.
Bitte beachten, dass es unterschiedl. WLAN-Nenngeschwindigkeiten gibt.
Schneller als die FB kann schadet nicht und wird evtl. von der
Nachfolge-FB ausgenutzt, ist aber teurer. Langsamer als die FB bremst
alle Teilnehmer aus, die am jew. Repeater haengen.
Man muss aber dazusagen, dass
- sich halt alle WLAN-Clients die WLAN-Geschwindigkeit teilen, also wenn
einer fette Dateien durch WLAN zieht (also z. B. WLAN-intern zwischen
zwei Rechnern bzw. einem NAS (Netzwerk-Festplatte), bremst er alle
anderen aus. In Profiumgebungen gibt's i.d.R. keine Repeater, sondern
die APs werden so verteilt, dass sie die gewuenschte Flaeche abdecken
und alle per Kabel ans Netzwerk angeschlossen.
- Fuer 16Mbit/s Internet reicht bei guten Empfangsbedingungen
54Mbit/s-WLAN eigentlich schon (die WLAN-Praxisgeschwindigkeit ist immer
viel niedriger als die Nenngeschwindigkeit - hab als Daumenregel weniger
als die Haelfte im Kopf - wird halt viel Verwaltungsaufwand usw.
getrieben um Funk-Stoerungen zu kompensieren).

Bastian Lutz

PS: Preisvergleichsseite fuer WLAN-Router mit DSL-Modem ->
http://geizhals.de/?cat=wlanroutmod
Um auf die Fritzboxen einzuschraenken, oben bei den Herstellern auf
"AVM" klicken.

Wenn jemand irgendwas von Anonymitaet faselt, wenn er oder jemand
anderes (meist Newbies) darauf hingewiesen wurde, dass er einen Realname
verwenden sollte, hat er den Hinweis nicht richtig gelesen.

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