Energie des Elektrons

03/01/2008 - 08:48 von Vogel | Report spam
Berücksichtigt man die bisher bekannte Mindestgrösse des Elektrons, so
hàtte nur dessen Feld, ohne die Masse des Elektrons, bereits eine Energie
von mehr als 7000MeV.
Aus Experimenten weiss man aber, dass das Elektrom mitsamt seinem Feld nur
etwa 0,5MeV besitzt.




Wo liegt da der Denkfehler im Standardmodell?




Einfachste Erklàrung, man addiert da Äpfel und Birnen, bzw. man vergleicht
Äpfel und Birnen miteinander.





Obwohl die Meisten, meistens, das Meiste vom Meisten nicht verstehen,
meinen die Meisten, meistens, das Meiste vom Meisten zu verstehen.
Selber denken macht klug.
 

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#1 roland franzius
03/01/2008 - 09:46 | Warnen spam
Vogel wrote:
Berücksichtigt man die bisher bekannte Mindestgrösse des Elektrons, so
hàtte nur dessen Feld, ohne die Masse des Elektrons, bereits eine Energie
von mehr als 7000MeV.
Aus Experimenten weiss man aber, dass das Elektrom mitsamt seinem Feld nur
etwa 0,5MeV besitzt.

Wo liegt da der Denkfehler im Standardmodell?



Beim Leser.

Einfachste Erklàrung, man addiert da Äpfel und Birnen, bzw. man vergleicht
Äpfel und Birnen miteinander.



"Man" addiert Posten von Äpfeln und Rechnungsposten der Buchführung -
wie die Übertragszahlen bei der schriftlichen Addition-, die auf dem
Papier einige Aspekte von Äpfeln zeigen.

Die Physik baut Modelle zur Beschreibung des Austauschs von Größen mit
zeitlich langfristigem Erhaltungscharakter. Die quantisierte elektrische
Elementarladung und das mit ihr untrennbar verbundene Coulombfeld ist
anscheinend universell für immer erhalten. Damit geht die scheinbare
Energie des statischen Coulombfeldes nie in den Übertrag von Energie und
Impuls bei der Wechselwirkung geladener Teilchen und Felder ein.

Das Standardmodell beruht zu einem wesentlichen Teilen gerade auf dem
Prinzip, dass das Herausrechnen der elektrischen Coulombfelder zusammen
mit anderen Artefakten der Beschreibung in einer konsistenten Nàherung
möglich sein muß. Beschrieben werden sollen ja energetisch und in
Zeitentwicklung nur die Felder, die als Störung bei Überlagerung
geladener Quantenfelder auftreten, wenn die Ladungen per Wechselwirkung
und Beschleunigung oszillierende elektromagnetische Felder erzeugen.

Dabei wird meist die Ladung als Teilchen in einem Zustand der Ruhe mit
ruhdendem Coulombfeld angestoßen und hat nach dem Stoß ein feste
Geschwindigkeit mit einem bewegten Coulombfeld. Die Differenz der beiden
Coulombfelder wird mit Strahlungstermen interpoliert, von denen einige
reelle freie Strahlung mit Energie und Impuls, der Rest virtuelle Felder
als Rechnungsposten in der Energie-Impuls-Bilanz darstellen. Das
Coulomb- und Magnetfeld der freien bewegten Ladung im Zustand konstanter
Geschwindigkeit muß dann detailliert in virtuelle und kinetische Anteile
zerlegt werden.

Klassisch sieht man den Mangel an Energie des statischen Coulombfeldes
an der Tatsache, dass die elektrischen Coulombfelder ruhender Ladungen
eine ràumliche, aber keine zeitliche Abhàngigkeit besitzen.

Quantenmechanisch haben sie zwar formal eine singulàre
quantenmechanische 3-Impulsverteilung über Moden der Wellenzahl k, die
zugehörige Frequenz omega(k) und damit die Energie hquer omega(k) jeder
Mode mit Wellenzahl k ist aber exakt=0.

Weiterhin falsch ist die primitive Vorstellung der Feldenergie von eng
konzentrierten Punktladungen. Das einzelne Elektron ist nicht in
ràumlicher Konzentration unterhalb von 10^-10 m, das des Protons unter
10^-15 pràparierbar. Stàrkere Konzentrationen benötigen kinetische
Energien, die größenordnungsmàßig mit der Ruheenergie vergleichbar sind,
so dass das Teilchen nicht zu binden ist und dazu neigt, sehr schnell
per freier Bewegung im Unendlichen zu verschwinden.


Roland Franzius

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