Energiesparlampen Einsatzbedingungen?

15/04/2008 - 02:46 von Tom M. | Report spam
Hallo zusammen,

mich beschàftigt schon seit geraumer Zeit das Thema Beleuchtung und
Energiesparen. Leider habe ich für viele Bereiche noch nicht die ideale
Illumination gefunden.
Kompakte Energiesparlampen (ESL) sind zwar in großer Vielfalt verfügbar,
jedoch suche ich immer noch eine Lösung für enge geschlossene Lampen
ohne Belüftung, wie z.B. im Bad vorhanden.
Ich las z.B. bei einigen ESL, etwas von einem Temperaturbereich von -10
bis +40°C Umgebungstemperatur.
Nun wàre erstmal die Frage, was die mit Umgebungstemperatur meinen, also
die Temperatur in einer geschlossenen Glasglocke oder die Temperatur
außerhalb der Glasglocke, oder die Raumtemperatur im betreffenden Raum...?
Ebenso las ich, daß ESL nicht in geschlossenen Lampen eingesetzt werden
sollen, sofern diese nicht über ausreichend Be- und Entlüftung verfügen.
Erstmal wunderte ich mich auch über diese Aussagen, weil ESL ja nicht so
viel Watt verbrauchen wie Glühlampen und ich daher auch annehme, daß sie
weniger warm werden, jedoch haben sie im Gegensatz zu gewöhnlichen
Glühlampen wohl ein Vorschaltteil mit eventuell hitzeempfindlicher
Elektronik drinn.

Ich habe nun mal Probeweise eine sehr kompakte 23 Watt ESL (Megaman
Liliput Plus) in einem Deckenfluter mit E27-Fassung montiert. Dort ist
die Fassung unten, die Röhren zeigen nach oben, so daß die Wàrme nach
oben gut abströmen kann und das Schaltteil hoffentlich geschont wird.
Jedoch war ich irritiert, als ich mit meinem Infrarotthermometer mal
nach vielen Stunden Betrieb oberhalb der Röhren die Temperatur gemessen
habe und mir knapp 107°C angezeigt wurden. Ich war unsicher, ob das
Thermometer nicht genau ist, oder die ESL wirklich so warm wird?!
Angefasst habe ich sie also lieber mal nicht, gemessen habe ich von oben
etwa mittig die Röhren und oftmals, bis ich den höchsten Wert hatte.
Das Glas und der Metallsockel des Deckenfluters bleibt aber erstaunlich
kühl, nicht zu vergleichen mit einem 300W-Halogen-Deckenfluter.

Sind meine Beobachtungen und Messungen nachvollziehbar und technisch so ok?
Oder stimmt mit meiner ESL oder dem Einsatzort irgendetwas nicht?

Spielt es für die ESL bzw. deren Lebensdauer eine Rolle in welcher
Ausrichtung sie in einer Lampe montiert ist (also ob die Röhren nach
unten zeigen, oder wie bei mir nach oben zeigen, oder zur Seite zeigen
(wenn die Fassung horizontal angebracht ist))?

Was wàre die ideale Bestückung für meine Deckenlampen mit komplett
geschlossener Glasglocke (ca. 25 cm Durchmesser)?
Und was für die enge Glasglocke im Badezimmer, in der die Keramikfassung
horizontal angebracht ist?
Beide Lampen haben für mich keine sichtbare Lüftungsöffnungen.

Wie weit ist die Diodentechnik, wàre das schon eine Alternative oder ist
sowas in absehbarer Zeit denkbar?

Gruß, Tom

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#1 Marcel Müller
15/04/2008 - 09:39 | Warnen spam
Hallo,

Ich las z.B. bei einigen ESL, etwas von einem Temperaturbereich von -10
bis +40°C Umgebungstemperatur.
Nun wàre erstmal die Frage, was die mit Umgebungstemperatur meinen, also
die Temperatur in einer geschlossenen Glasglocke oder die Temperatur
außerhalb der Glasglocke, oder die Raumtemperatur im betreffenden Raum...?



ersteres. Sie können ja kaum eine unbekannte Umhüllung einkalkulieren.

Ebenso las ich, daß ESL nicht in geschlossenen Lampen eingesetzt werden
sollen, sofern diese nicht über ausreichend Be- und Entlüftung verfügen.



Naja, für Glühobst gilt das eigentlich auch. Die können zwar deutlich
mehr Wàrme ab, aber sie erzeugen eben auch ein mehrfaches.

Erstmal wunderte ich mich auch über diese Aussagen, weil ESL ja nicht so
viel Watt verbrauchen wie Glühlampen und ich daher auch annehme, daß sie
weniger warm werden, jedoch haben sie im Gegensatz zu gewöhnlichen
Glühlampen wohl ein Vorschaltteil mit eventuell hitzeempfindlicher
Elektronik drinn.



Exakt.


Ich habe nun mal Probeweise eine sehr kompakte 23 Watt ESL (Megaman
Liliput Plus) in einem Deckenfluter mit E27-Fassung montiert. Dort ist
die Fassung unten, die Röhren zeigen nach oben, so daß die Wàrme nach
oben gut abströmen kann und das Schaltteil hoffentlich geschont wird.
Jedoch war ich irritiert, als ich mit meinem Infrarotthermometer mal
nach vielen Stunden Betrieb oberhalb der Röhren die Temperatur gemessen
habe und mir knapp 107°C angezeigt wurden. Ich war unsicher, ob das
Thermometer nicht genau ist, oder die ESL wirklich so warm wird?!



Das halte ich für unplausibel. Vermutlich gibt sie ESL Strahlung ab, die
das Thermometer stört. Ein Maxwell-Profil hat die abgegebene Strahlung
jedenfalls nicht. Schalte die ESL aus und messe unmittelbar danach. Das
dünne glas wird allerdings sehr schnell abkühlen, wenn auch nur der
geringste Luftzug herrscht.

Angefasst habe ich sie also lieber mal nicht, gemessen habe ich von oben
etwa mittig die Röhren und oftmals, bis ich den höchsten Wert hatte.
Das Glas und der Metallsockel des Deckenfluters bleibt aber erstaunlich
kühl, nicht zu vergleichen mit einem 300W-Halogen-Deckenfluter.



Logisch. Ein Faktor 15 weniger eben.


Spielt es für die ESL bzw. deren Lebensdauer eine Rolle in welcher
Ausrichtung sie in einer Lampe montiert ist (also ob die Röhren nach
unten zeigen, oder wie bei mir nach oben zeigen, oder zur Seite zeigen
(wenn die Fassung horizontal angebracht ist))?



Das ist erstmal egal. Natürlich könnte die Betriebstemperatur von der
Elektronik etwas von der Einbaulage abhàngen.


Was wàre die ideale Bestückung für meine Deckenlampen mit komplett
geschlossener Glasglocke (ca. 25 cm Durchmesser)?



Schraube eine ESL rein und gut ist es. Vielleicht nicht gerade ein
23W-Modell sondern eher 11W. Diese Leistung sollte sich auch durch das
Glas abführen lassen.

Und was für die enge Glasglocke im Badezimmer, in der die Keramikfassung
horizontal angebracht ist?



Ausprobieren. Notfalls hilft auch da der Trick lànger brennen lassen,
öffnen, messen. Die Messung der Teile mit größerer Wàrmekapazitàt sollte
hinreichend (z.B. Fassung) sein, wenn man 20% Sicherheit drauflegt
(relativ zur Raumtemperatur). Wie genau ein solches IR-Thermometer im
raumtemperaturnahen Bereich ist, ist eine andere Sache. Das können
eigentlich nur die richtig teuren mit gekühlten Sensoren.
Plan B: analoges Fieberthermometer mit in die Glocke einbauen. Der
Temperaturbereich passt ja und die Maximalwerterfassung auch.

Beide Lampen haben für mich keine sichtbare Lüftungsöffnungen.



Fehlkonstruktionen, so oder so. Aber das gilt leider für 80% der in
einer typischen Lampenabteilung verkauften Gegenstànde auf die eine oder
andere Weise.

Wie weit ist die Diodentechnik, wàre das schon eine Alternative oder ist
sowas in absehbarer Zeit denkbar?



Teurer Sondermüll. Im Vergleich zu ESLs nicht die geringste Konkurrenz.


Marcel

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