Erfahrungen mit dem Fuji X-System?

24/12/2015 - 12:45 von Ralph Aichinger | Report spam
Zuerst mal Frohe Weihnachten im Vorhinein, ich nutze grade einen ruhigen
Moment für dieses Posting.

Ich bin derzeit am Überlegen, ob ich mir entweder die Fuji X100
oder eine andere Kamera aus dem Fuji X-System kaufen soll (von
gebrauchter E-1 bis hin zu neuer Pro-1 die man derzeit billig kriegt).

Hintergrund: Ich habe gerne zwei Sorten Kameras, die Spiegelreflex
und den restlichen Krempel für "geplante" Aufnahmen, und was kleineres
zum spontan rumtragen. Ersteres steht hier quasi nicht zur Disposition,
da bleib ich bei Nikon. Für zweiteres war ich analog am glücklichsten
mit einer Leica M4-P mit 35mm-Objektiv (ja, die ist relativ groß fürs
immer rumtragen, aber man kann sie zur Not in einer Winterjacke
verschwinden lassen, bei einer SLR geht das nicht).

Die gleiche Rolle hat auch zeitweise eine OM-1, Nikon D40, eine Fuji F11,
und zuletzt eine Panasonic GF-1 mit 20mm-Objektiv (àq. 40mm) erfüllt.
Wobei ich mit der Panasonic nicht so ganz glücklich bin/war, aus mehreren
Gründen: Ich hàtte gerne wieder einen optischen Sucher, der Sensor der
GF-1 ist für die Größe nicht besonders gut, und das Rauschen ist viel
unangenehmer zu "behandeln" als das der Nikons. Natürlich könnte ich
bei MFT bleiben, aber ich hab eigentlich nur das eine Objektiv, ein
Systemwechsel tut mir nicht sehr weh. Die aktuellen MFT-Kameras
gefallen mir verglichen mit dem was Sony oder Fuji liefert nàmlich gar nicht.

Bei Fuji wàre die X100 eigentlich die ideale Kamera, wobei die von
Generation zu Generation schneller zu werden scheinen. Fast sowas wie
eine "Leica für Arme" mit dem optischen Sucher.

Frage an alle, die die X100 oder die X-Pro verwenden: Wie oft verwendet
ihr den optischen Sucher, wie oft den EVF? Würdet ihr nur mit dem EVF
auskommen?

Und: Wie brauchbar ist der Autofocus der einzelenen Generationen (z.B
X100 vs. X100S, X100T) in der Praxis wirklich? Ich will keinen Sport
fotografieren, aber z.B. mein Kind, Menschen bei Alltagstàtigkeiten
ohne ihnen zuzurufen daß sie stillhalten sollen).

Außerdem, kann jemand was zum 18mm f/2 (àq. 28mm) oder zum 27er
sagen? Ist eines davon bezüglich AF schneller? Ein 23 f/2 wàr mir
lieber, aber das wird einzeln anscheinend nicht angeboten.

TIA
/ralph
 

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#1 Wolber
25/12/2015 - 15:51 | Warnen spam
Moin und ebenfalls angenehme Feiertage von mir.

Ich/wir besitze/n (d.h. meine Frau und ich) die X100s, die X-E2 und die
X-T1.
Letztgenannte kann m.E. bei deinen Überlegungen außen vor bleiben, da
sie nicht wirklich 'jackentauglich' ist.

Die X-E2 (OHNE optischen Sucher) ist mit dem XF 18mm F2 und dem XF 27mm
F2.8 sehr wohl. Das XF 23mm F1.4 ist schon deutlich voluminöser. Das
(optisch sehr leistungsstarke) Kit-Objektiv XF 18-55mm F2.8-4 ist immer
noch gut 'tragbar'.

Die X100(s) ist eine unauffàllige (Streetfotografie) und àußerst
'tragbare' Kamera, deren optischen Sucher ich/wir nur sehr selten (<10%)
tatsàchlich nutzen, da der elektronische Sucher ausreichend schnell ist.
Als rechtsàugige Kameranutzer reicht uns das linke Auge - mit gaaanz
wenigen Ausnahmen - völlig aus. Die Kamera ist tauglich für
Damenhandtaschen und Jackentaschen.
Mit dem Nachfolgemodell X100T habe ich selbst noch nicht gearbeitet; sie
soll aber noch etwas schneller sein. Wenn dir aber die Daten der X100
bereits hinreichen, bist du mit dem S-Modell bestens bedient.

Die Bildqualitàt ist deutlich besser als bei MFT-Kameras, was m.E. nicht
zuletzt auf die nicht-bayerschen Pixelverteilung und an der
hervorragenden Fuji-Engine zurückzuführen ist; sie legt deutlich über
der anderer ABS-C-Kameras (mein Eindruck).

HTH

Manfred

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