Erfahrungen mit KDE4

18/06/2010 - 23:47 von Matthias Gerds | Report spam
Habe nun reichlich Zeit verbraten mit dem Herumexperimentieren mit
'Arbeitsflàchen', 'Einfachen Arbeitsflàchen' und der 'Ordneransicht', um
letztendlich festzustellen, dass eine allzu feine Einteilung am Ende viel zu
unflexibel ist, um im Alltag nützlich zu sein.

Habe auch mal für jede Arbeitsflàche/Aktivitàt eine andere Einteilung
genommen und darin - je nach Aktivitàten - andere Ordneransichten und
Programmverknüpfungen definiert, um am Ende festzustellen, dass das alles ja
ganz hübsch ist, aber immer dann, wenn mein aktueller Arbeitsflàche voll ist
(und ich spàter dort weitermachen will) und ich mal schnell eine andere
Anwendung brauche, ist die dann auf einer anderen virtuellen Arbeitsflàche
garantiert nicht vorhanden ...

Letztendlich hat sich Folgendes für mich am praktikabelsten herausgestellt:
- Bildschirmfüllende Ordneransicht (auf allen Arbeitsflàchen dasselbe)
- 4 virtuelle Bildschirme mit jeweils 1 Anwendung, die immer geladen ist,
z.B. Browser auf 1, Kontact auf 2, Amarok auf 3, Konsole auf 4, o. à.


Also bleibt es bei mir im Grunde doch beim guten, alten Desktop, alles wie
(jahrzehntelang) gehabt. Wie sind Eure Erfahrungen?

MG



P.S.: Die Netbook-Ansicht empfinde ich übrigens als eine nette Alternative.

KDE 4.4.3
 

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#1 Arno Wald
19/06/2010 - 10:19 | Warnen spam
Matthias Gerds wrote:

Also bleibt es bei mir im Grunde doch beim guten, alten Desktop, alles wie
(jahrzehntelang) gehabt. Wie sind Eure Erfahrungen?



Ich benutze im Wesentlichen KDE4 auch so wie ich KDE3 genutzt hatte. Die
eine oder andere kleinere Funktion aber hat sich dann doch in meine
Benutzungsgewohnheiten geschlichen. Was mir auf Anhieb einfàllt ist der
Strg+Klick auf einen gruppierten Taskmanager-Eintrag im Panel, der dann die
Fenster (bei aktivierten Effekten) im Expose-Modus darstellt.

Ok, manchmal benutze ich auch direkt Strg+F9 oder F10, um dann per einfachem
Lostippen ein Fenster zu suchen. Hier würde mir aber auch fast reichen, wenn
das Window-List Plasmoid die Such-Funktion auch bieten würde.

Was mich am meisten stört: Mit nvidia-Karten und dem nvidia-Treiber kann ich
das opengl-Backend für composite nicht nutzen, weil bei vielen geöffneten
Fenstern irgendwann neu geöffnete Fenster nur noch schwarz (oder leer, also
durchsichtig) dargestellt werden. (Vermutlich ist das Video-RAM
aufgebraucht.) Das ist kein Fehler von KDE4, sondern vom nvidia-Treiber. Es
tritt bspw. auch mit compiz auf.

Daher muss ich auf das Xrender-Backend ausweichen. Das funktioniert, ist
aber deutlich langsamer. Làuft der Rechner 1 Woche lang durch und man hat
mit vielen Fenstern gearbeitet, wird das ganze irgendwann so langsam, dass
ich X neu starten muss. Danach fluppt es dann erstmal wieder richtig schön.

Und ganz erschreckend ist, wie schnarchlangsam der Fensteraufbau
daherbröckelt, wenn die Composite-Effekte deaktiviert sind. Ohne Composite
wàre KDE4 hier (auf 2 verschiedenen Rechnern) unbenutzbar langsam.
Komischerweise ist das unter openbox oder icewm nicht der Fall. Hier macht
also irgendwie KDE4 etwas, was vermutlich nvidia nicht mag.

Ich überlege immer, welche Grafik ein neuer Rechner haben sollte. intel-
onboard? Oder eine ATI-Karte? Oder ist nvidia das kleiner Übel?

Hoffentlich werden die opensource-Treiber (nouveau bei nvidia) bald richtig
gut, ohne diese Macken der closed source Treiber.

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