Erfahrungen mit Rigol DS2072

20/11/2013 - 01:01 von Kai-Martin Knaak | Report spam
Moin.
Hier steht die Anschaffung von Oszilloskopen für allgemeine Elektronik-
Arbeitsplàtze an. Noch vor fünf Jahren hàtte ich dafür ohne zu zögern die
Kombigeràte von Hameg genommen. Bevorzugt das HM2008, wenn es die
Finanzierung zulàsst. Da kann man mit einem Knopfdruck zwischen digital
und analog wechseln. Und _sehr_ rauscharm war der Digitalteil auch noch.

Nun sind aber bei Hameg vor ein paar Jahren sàmtliche Röhrenmodelle
ausrangiert worden. (bis auf das rein analoge Einsteigergeràt HM400).
Offenbar bekommt man mittlerweile selbst bei obskuren Zwischenhàndlern
keine Neu-Geràte mehr. Echte Alternativen, wenn es sie je gab, finde ich
im Moment auch nicht. Sieht so aus, als wàre die Analogscope-Zeit
endgültig vorbei...

Also werden es Digi-Scopes werden. Gesucht sind Viel-Könner mit möglichst
intuitiver Bedienung. Dabei muss es nicht das allerbilligste sein. Ein
Investitionsantrag sollte aber auch nicht nötig sein. Bei der Suche nach
so einer eierlegenden Wollmilchsau ist mein Blick auf das DS2072 von Rigol
gefallen. Mit etwa 800 EUR ist es einigermaßen preiswert. Die Specs sehen
auf dem Papier ansprechend aus. In Foren und Blogs habe ich keine
vernichtenden Urteile gefunden - Aber auch keinen neutralen Vergleich mit
anderen Oszis àhnlicher, oder etwas höherer Klasse.

Wie sieht es hier in de.sci.electronics aus? Habt ihr Erfahrungen mit dem
DS2072? Oder Empfehlungen für konkurrierende Geràte bis etwa 1300 EUR
einschließlich MwSt?

Da wir hier recht viel Analog-Kram machen, interessieren mich besonders
die "analogen" Eigenschaften:

* Besonders wichtig: Wie groß ist der Noise-Floor ohne Mittelung über
mehrere Perioden?

* Muss man viel an Mittelungsparametern fummeln, um bei langsamen
Zeitablenkungen ein sauberes Signal zu bekommen?

* Kommt der Trigger noch mit schwachen Signalen zu recht?

* Hàlt der Vorverstàrker bei hohen Frequenzen, was das Datenblatt
verspricht?

Außerdem müssen regelmàßig neue Studenten/Doktoranden/Postdocs mit den
Geràten zu recht kommen. Da gibt eine "normale" Bedienung viele Punkte in
der B-Note. Also ein Bedienkonzept, bei dem ein Nutzer, der schon das eine
oder andere Oszi anderer Hersteller in den Fingern hatte, sich unmittelbar
zu recht findet. Wie schlàgt sich das DS2072 in dieser Disziplin?

<)kaimartin(>
 

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#1 Ulrich G. Kliegis
20/11/2013 - 01:08 | Warnen spam
[Default] Kai-Martin Knaak wrote:

Moin.
Hier steht die Anschaffung von Oszilloskopen für allgemeine Elektronik-
Arbeitsplàtze an.


Hol Dir mal die ganz neue c't Hacks - da ist ein ausführlicher und
recht praxisfundierter Vergleichstest von Oszillen drin. Die haben zum
Vergleich der Triggerqualitàten so ein Testboard von Tektronix (?)
genommen, das recht fiese Impulsmuster erzeugt.

Hab jetzt deren Vergleichsergebnis hier nicht parat, aber der Artikel
dürfte Dir eine Hilfe sein. Die Rigol-Geràte kamen da wimre auch recht
gut weg.

Gruß,
U.

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