Erfahrungsbericht mit kmail2 aus kde 4.6.5

13/07/2011 - 15:17 von Rainer Krienke | Report spam
Hallo,

hat jemand noch einmal kmail2 ausprobiert aus kde 4.6.5? Mich würden die
Erfahrungen interessieren.

Ich habe das nochmal gemacht und bin nun wieder bei kmail1 gelandet. Ich
habe die openSuSE KDE-Pakete von

http://download.opensuse.org/repositories/KDE:/Release:/46/openSUSE_11.4

und

http://download.opensuse.org/repositories/KDE:/Release:/46:/kdepim46/KDE_Release_46_openSUSE_11.4/

verwendet. Zunàchst sah eigentlich auch alles ganz gut aus. Zwar mußte ich
meine Kmail-Identitàten neu definieren aber das war ja kein riesiger Akt.
Das man z.B. keine Imap-Toplevel Folder anlegen kann und man auch die
Anordnung der Folder eines Imap-Accounts nicht nach eigenem Geschmack
sortieren kann ist ja ein bekannter Bug und somit hatte ich mich zunàchst
damit abgefunden in der Hoffnung das es bald gefixt wird. Hab halt
thunderbird für das Anlegen neuer toplevel Imap-Folder verwendet und dann
mit kmail die Mail dort hinein sortiert und genutzt. Insgesamt habe ich vier
verschiedene Imap-Accounts über die ich Mail erhalte und auch versende.

Anschließend habe ich einfach damit gearbeitet und natürlich Mail gelesen
und versendet. Auch das schien insgesamt zunàchst zu funktionieren.

Erste Anzeichen das etwas schief geht war, das beim Versenden von Mail
manchmal in der outbox (lokaler Folder) die Mail scheinbar hàngen blieb, was
aber manchmal erst sichtbar wurde, nachdem ich kmail neu gestartet habe.
Seltsamer Weise ist die Mail aber dennoch gesendet worden obwohl sie in der
outbox sichtbar war. Das ging schon ein wenig an die Schmerzgrenze, weil ich
mir nicht mehr sicher sein konnte ob die Mail nun versendet worden war oder
vielleicht doch nicht.

Dann hatte ich gestern auch den Fall, das ich eine Mail versendet habe (was
grundsàtzlich klappte) diese Mail dann aber im Nirvana verschwunden ist. Sie
ist übrigens nicht in der oubox gelandet. Sie fand sich auch weder im sent-
Folder (wo bei mir wie in meiner Identitàt festgelegt) immer eine Kopie
angelegt wird, noch in den Postfix-Logs des Mail-Servers über den sie
verdsendet wird, auf dem ich nachsehen kann. Da hab ich dann das Handtuch
geworfen

Darüber hinaus ist mir noch aufgefallen, das kmail eine ziemliche Systemlast
verursacht, wann immer ich in den definierten vier Imap-Servern nach neuer
Mail abgerufen habe. Daran ist vermutlich die Datenbank schuld, die hinter
Akonadi steht. Ich hatte wirklich den Effekt, das ich eine neue Mail
geschrieben habe und wàhrenddessen automatisiert nach Mail gesehen wurde. In
dieser Zeit trudelten die Buchstaben die ich getippt habe mit teilweise
Sekunden an Verzögerung im kmail-Editor-Fenster ein. Das auf einem Core-i5
mit 8GB RAM. Mit kmail1 hatte ich solche Effekte noch nie.

Mein Fazit: Zur Zeit ist kmail2 nicht für den Produktiven Einsatz geeignet.
Es funktioniert einfach nicht zuverlàssig.

Wie sind Eure Erfahrungen?

Grüße
Rainer
 

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#1 Axel Braun
14/07/2011 - 09:16 | Warnen spam
Hi,

Rainer Krienke wrote:

hat jemand noch einmal kmail2 ausprobiert aus kde 4.6.5? Mich würden die
Erfahrungen interessieren.



...mich auch

[...]

Das ging schon ein wenig an die Schmerzgrenze, weil ich
mir nicht mehr sicher sein konnte ob die Mail nun versendet worden war


oder
vielleicht doch nicht.



...ich hoffe Du hast einen Bug dafür eingestellt.

Darüber hinaus ist mir noch aufgefallen, das kmail eine ziemliche
Systemlast verursacht, wann immer ich in den definierten vier Imap-Servern
nach neuer Mail abgerufen habe. Daran ist vermutlich die Datenbank schuld,
die hinter Akonadi steht. Ich hatte wirklich den Effekt, das ich eine neue
Mail geschrieben habe und wàhrenddessen automatisiert nach Mail gesehen
wurde. In dieser Zeit trudelten die Buchstaben die ich getippt habe mit
teilweise Sekunden an Verzögerung im kmail-Editor-Fenster ein. Das auf
einem Core-i5 mit 8GB RAM. Mit kmail1 hatte ich solche Effekte noch nie.



Na das erinnert mich doch fatal an
https://bugs.kde.org/show_bug.cgi?idA514
der Bug sollte mit dem Akonadi-Backend eigentlich behoben sein. Scheint
wohl eher schlimmer geworden. Ich möchte jetzt nicht spekulieren wie da auf
meinem ThinkPad Z60m (Centrino mit 1G RAM) aussieht

Konntest Du mal testen ob KMail inzwischen Mailinglisten richtig auflösen
kann? https://bugs.kde.org/show_bug.cgi?id&2789

Oder ob man gespeicherte mails mit mehr als 200 Empfàngern öffnen kann?
https://bugs.kde.org/show_bug.cgi?id!6351

Nach den Erfahrungen mit der Umstellung des Adressbuches auf akonadi werde
ich erst mal die ersten Korrekturreleases abwarten...das Risiko ist mir zu
groß.

Cheers
Axel

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