Ersatz von Alu-Elkos durch Keramikkondensatoren

10/09/2011 - 19:50 von Frank Scheffski | Report spam
Hallo allerseits,

im Rahmen der bereits angesprochenen Überarbeitung von Funkmessplàtzen
steht nun auch der Austausch der stark gealterten und größtenteils
ausgelaufenen Alu-Elkos an. Besonders betroffen sind die kleinen
10µ/16V, die mit korrodierten Füßchen in ihrer eigenen Seeche stehen
und nur noch Bruchteile der Nennkapazitàt haben.
Erste Versuche, diese durch Keramik-C's von Murata (via Reichelt) zu
ersetzen, haben bereits stattgefunden. Die Montage ist durchaus
angenehm, teilweise muß man aber tricksen, weil die Pads zu weit
auseinanderstehen bzw. die breiten Teile (1210, quadratisch) sich
nicht auf den schmalen Pads zentrieren.

Nun werden die 47µ/16V und die 100µ/6,3V mit 15 und 5V an der oberen
Grenze betrieben, was primàr mal eine Kapazitàtseinbuße von gut 60%
zur Folge hat. Recht warm wird es dort auch, so ca. 50°C könnten es
durchaus werden. Und da sie zur Abblockung von Zàhlern, Teilern und
PLL-Bausteinen dienen, haben sie auch ordentlich was zu tun.

Wie beurteilt das werte Publikum diese Aktion?
Ist der Tausch auf die Dauer die beste Lösung, oder sind hier über
kurz oder lang, neue Probleme zu erwarten. Wir reden von ca. 200
Bauteilen pro Meßplatz.

http://www.murata.com/products/capa...1c476k.pdf

Vielen Dank im Voraus


Frank, aus der Stadt der Moderne...
 

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#1 Dieter Wiedmann
10/09/2011 - 20:14 | Warnen spam
Am 10.09.2011 19:50, schrieb Frank Scheffski:

Wie beurteilt das werte Publikum diese Aktion?
Ist der Tausch auf die Dauer die beste Lösung, oder sind hier über
kurz oder lang, neue Probleme zu erwarten. Wir reden von ca. 200
Bauteilen pro Meßplatz.



Du treibst den Teufel mit dem Beelzebub aus. ;-)

Die Keramikkondensatoren werden zwar nicht auslaufen, aber dafür
Kurzschlüsse verursachen. Wenn du langfristig Ruhe heben willst, dann
nimm Automotive-Elkos. Bei einigermaßen normalen Temperaturen leben die
fast ewig.


Gruß Dieter

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