Erster Bericht der GSMA zu weltweiten Mobilfunktrends beleuchtet zunehmende Bedeutung Asiens für die Branche und Ausbreitung des mobilen Internets

06/10/2016 - 14:52 von Business Wire

Erster Bericht der GSMA zu weltweiten Mobilfunktrends beleuchtet zunehmende Bedeutung Asiens für die Branche und Ausbreitung des mobilen InternetsNeuer richtungsweisender Bericht von GSMA Intelligence zeigt Megatrends auf, die das mobile Ökosystem prägen.

Die GSMA hat heute ihren ersten „Global Mobile Trends“-Bericht vorgestellt, der eine Fülle von Daten und Einblicken zum Zustand des aktuellen mobilen Ökosystems von heute bietet und die künftige Entwicklung aufzeigt. Der richtungsweisende Bericht, der von GSMA Intelligence, dem Forschungszweig der GSMA, erstellt wurde, führt Daten zu Trends beim Mobilfunkkundenwachstum, Verbreitung des mobilen Internets, Geräten und Industriefinanzen aus globaler und regionaler Perspektive zusammen.

„Die erste Ausgabe des ‚Global Mobile Trends‘-Berichts trägt zentrale Daten und Analysen von GSMA Intelligence zusammen, um einen umfassenden Überblick über die Megatrends zu geben, die das weltweite mobile Ökosystem prägen“, sagte Hyunmi Yang, Chief Strategy Officer der GSMA. „Im diesjährigen Bericht liefern wir Erkenntnisse zur wachsenden Bedeutung des Mobilfunks in Asien, insbesondere Indien, das China inzwischen überholt hat und sich zum zentralen Wachstumsmarkt der Branche entwickelt, sowie zur Verlagerung zu einem durch Smartphones getriebenen ‚mobile-first‘-Internet, das eine neue Generation von Internetnutzern hervorbringt. Die Studie unterstreicht zudem die Rolle der künstlichen Intelligenz und des Internets der Dinge bei der Einleitung eines neuen Zeitalters der Automation.“

Die Ausgabe 2016 des Berichts Global Mobile Trends ist in fünf Abschnitte unterteilt: Megatrends, Verbrauchererkenntnisse, Branchenleistung und Dynamik des mobilen Ökosystems, Zukunftsaussicht und Regionalaussicht.

Die in dem Bericht aufgeführten zentralen Megatrends sind:

Asien wird der Wachstumsmotor des mobilen Ökosystems

Bis 2020 werden weltweit weitere gut eine Milliarde Menschen mit Mobilfunknetzen verbunden sein1. Rund ein Drittel dieser neuen Nutzer werden aus Indien kommen (337 Millionen), Ausdruck der wachsenden Rolle als weltweit bedeutendster Wachstumsmarkt für den Mobilfunk des Landes, das China damit überholt. Für China werden über 200 Millionen weitere Nutzer prognostiziert und auch in Indonesien, Pakistan, Bangladesch und Myanmar werden die Nutzer größere Nettobeiträge liefern. Insgesamt werden auf diese sechs asiatischen Märkte rund 60 Prozent der 1,1 Milliarden Neukunden entfallen, die bis zum Ende des Jahrzehnts weltweit hinzukommen.

Das mobile Internet ist das Internet

Neukunden im Mobilfunk sind meist jünger und zudem eher „mobile-first“ oder „mobile-only“ Internetnutzer. Derzeit verwenden 46 Prozent der weltweiten Bevölkerung Mobiltelefone für den Zugang zum Internet, eine Zahl, die Prognosen zufolge bis 2020 um 60 Prozent steigen wird. Da sich die Zahl der Haushalte mit festem Internetanschluss in diesem Zeitraum nur minimal erhöhen wird, wird die Zunahme von Mobiltelefonbesitzern der zentrale Faktor sein, der die weltweite Internetdurchdringung antreibt. Die steigende Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von 3G/4G-Geräten und –Netzen trägt ebenfalls zu diesem Phänomen bei. Ausgesprochene Wachstumsmärkte, wo die mobile Internetdurchdringung zurzeit noch niedrig ist, sind Indien (32 Prozent der Bevölkerung) und Afrika südlich der Sahara (25 Prozent).

Smartphones geben den Ton an – selbst auf Märkten mit niedrigem Einkommen

Die Studie zeigt, dass Smartphones inzwischen wahrscheinlich das am weitesten verbreitete Unterhaltungselektronikgerät sind. In Großbritannien beispielsweise entfallen auf die Smartphone-Nutzung 71 Prozent der Mobilfunkverbindungen. Im Vergleich dazu sind es 60 bis 70 Prozent im restlichen Europa, 75 Prozent in den USA und mehr als 80 Prozent auf einigen asiatischen Märkten wie Südkorea und Singapur. Der Smartphone-Zuwachs hat sich auf den meisten entwickelten Märkten jedoch stabilisiert. In Indien dagegen beträgt die Smartphone-Adoptionsrate nur 25 Prozent und die Stückzahlen steigen um 30 Prozent pro Jahr. Die Studie prognostiziert, dass zahlreiche Länder mit niedrigem Einkommen (in denen das BIP pro Kopf weniger als 10.000 US-Dollar beträgt) bis 2020 Smartphone-Adoptionsraten von 60 bis 70 Prozent verzeichnen werden, sich somit weiterentwickelten Regionen annähern und einen neuen Stamm mobiler Internetnutzer aufbauen. Dieser Trend wird dadurch gefördert, dass die Gerätekosten kontinuierlich abnehmen und die Einkommen steigen.

Umsatzverschiebung in Richtung Plattformen und Inhalte

Die weltweiten Umsätze aus Mobilfunkdiensten werden Prognosen zufolge bis 2020 um rund zwei Prozent jährlich steigen. Das organische Umsatzwachstum verlangsamt sich mit sinkendem Nutzerzuwachs, wird jedoch durch neue Einnahmemöglichkeiten ausgeglichen, die aus der steigenden Verbreitung des mobilen Internets und dem Trend zu schnelleren Netzen resultieren. Laut Schätzungen werden die Jahresumsätze aus Sprach-, SMS- und Mobilfunkdaten zusammengenommen bis 2020 bei mehr als 1,5 Billionen US-Dollar liegen. Im Hinblick auf den Gesamtumsatz des mobilen Ökosystems wird der Anteil aus diesen Diensten jedoch von derzeit 41 Prozent auf 38 Prozent bis 2025 sinken. Dagegen werden die Umsätze aus Content-Diensten – Anbieter wie Netflix und Spotify – von derzeit drei Prozent des Ökosystemumsatzes auf 17 Prozent bis 2025 steigen.

Künstliche Intelligenz wird zur Grundvoraussetzung

Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich zum Katalysator, der eine Reihe neuer Sektoren vorantreiben wird, darunter vernetzte Autos und intelligente Häuser. Persönliche Assistenz (oder Bots) wird einer der anfänglichen Schauplätze für KI sein, angeführt von Produkten wie Siri von Apple und Alexa von Amazon. Diese Dienste fungieren als „Sprachschnittstelle“, die Geräte und Daten aus unterschiedlichen Anwendungen koordinieren können und sprachgesteuerte Knotenpunkte schaffen. Beispiele hierfür sind Amazon Echo und Google Home. Derzeit entwickelt sich ein Ökosystem aus KI-fokussierten Unternehmen bestehend aus etablierten Firmen und Start-ups. KI hat im vergangenen Jahr ein Wagniskapital von 2,3 Milliarden US-Dollar angezogen und ist zudem ein wichtiger Schwerpunkt für aktuelle Fusions- und Übernahmeaktivitäten.

Die Ausgabe 2016 des Berichts Global Mobile Trends basiert auf eigenen Daten und Untersuchungen von GSMA Intelligence, unterstützt durch ausgewählte Daten aus Drittquellen. Die GSMA plant, diesen Bericht alljährlich zu veröffentlichen und Einblicke in das mobile Ökosystem zu gewähren, die der Branche helfen werden, künftige Wachstums- und Innovationsfelder zu identifizieren. Der Bericht steht zum kostenlosen Download unter folgendem Link zur Verfügung: www.gsma.com/globalmobiletrends

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Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

1 http://www.gsma.com/newsroom/press-release/mobile-industry-to-add-one-billion-new-unique-subscribers-by-2020/

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Source(s) : GSMA

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