Ex-und-Hopp-Design

11/08/2010 - 15:44 von Kai-Martin Knaak | Report spam
Hier ist gerade ein Beispiel für Design mit Verfallsdatum aufgefallen:

Ein Zàhler für die Pulse eines Lasers wurde von einer Lithiumzelle gespeist.
Nach vier Jahren Dauerbetrieb war die Batterie leer und der Zàhler zàhlte
nicht mehr. Alles klar, denkt man sich: Auswechseln und fertig. Erste Hürde
die Batterie war eingelötet, die Kennzeichnung von den aufgepunkteten
Laschen verdeckt. Aber man ist ja mit Werkzeug ausgestattet. Genau dieser
fetter Typ Li-Zelle wurde beschafft, angeschlossen, und: Nichts.
Anruf beim Hersteller ergab, dass der Mikrocontroller bei verlust der
Spannung unter Amnesie leidet. Neuprogrammierung sei nicht vorgesehen. Und
das bei ein paar Hundert EU Endverbraucherpreis.

Der Kollege hat dann einen Zàhler bei der Konkurrenz beschafft.

<)kaimartin(>
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#1 Heiko Nocon
11/08/2010 - 16:01 | Warnen spam
Kai-Martin Knaak wrote:

Anruf beim Hersteller ergab, dass der Mikrocontroller bei verlust der
Spannung unter Amnesie leidet. Neuprogrammierung sei nicht vorgesehen. Und
das bei ein paar Hundert EU Endverbraucherpreis.



Das ist echt frech.

Andere Hersteller machen sich wenigstens noch die Mühe, eingebaute
systematische MHDs so gut es geht zu tarnen.

Der Kollege hat dann einen Zàhler bei der Konkurrenz beschafft.



Was im Extremfall nur dem Fall vom Regen in die Traufe gleichkommt...

Naja, in wenigen Jahren ist er dann vielleicht schlauer. Dann kauft er
nàmlich wieder beim ersten Hersteller und trifft geeignete Maßnahmen, um
das MHD auszutricksen. Dort kann er das, weil er bereits weiß, was man
vermeiden muß...

Fuchs muß man sein, nicht nur'n roten Schwanz haben!

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