externes Laufwerksgehäusemuckt (Spannungsversorgung)

31/08/2010 - 20:59 von springmauser | Report spam
Moin,

Ich hab hier so eine externe Laufwerks-Butterdose mit externem Netzteil,
außen Firewire und USB2, innen IDE/ATA.

Ist schon bissl àlter das Ding, aber tat die ganze Zeit problemlos, bis
neulich, als ich die drin verbaute 3,5" Platte meinte, mal brauchen zu
müssen. Angesteckt, eingeschaltet und nichts lief an, stattdessen ein
hohes zirpen, Power-LED leuchtete.

Gut, erstmal als "geht nicht" auf die Seite gelegt und mir jetzt dann
mal von innen genauer angesehen.

Die Festplatte tut einwandfrei, wie ich beim Umklemmen an ein anderes
Gehàuse feststellen konnte. Eine per Adapter angesteckte, wenn auch
àltere 2,5" Platte dagegen geht im Gehàuse und làßt sich auch
ansprechen. Gleicher Versuch mit einem LG-Multibrenner dagegen geht
schief. Schublade geht auf und zu, aber ansprechen per Rechner tut
nicht, klackert nur leise.

Das Ganze wird von einem externen Schaltnetzteil versorgt, welches 12V
2A liefert. Da man ja auch 5V braucht, wird diese offenbar per
Stepdown-Regler auf der Platune des Gehàuses erzeugt, jedenfalls müßte
der in der Ecke sitzende Mehrbeiner im TO-263 (S)-Gehàuse mit der
Aufschrift "GS2576" ein LM2576 und damit ein solcher Regler sein. In
direkter Umgebung davon befinden sich eine Spule (Gummigekapselt), eine
Diode, ein weiterer SMT-Chip Namens MT1117 (ein sogenannter Transformer,
was genau macht der?) und ein stehener Elko 1000u/16V. Dieser gefàllt
mir nicht so recht, sieht bissl aufgequollen aus, also ob er bald an den
Bruchrillen platzen würde. Ebenso ist ein kleinerer Elko daneben
montiert, dessen Wert ich gerade nicht ablesen kann.

Meine Vermutung ist, daß da zuwenig Strom geliefert wird, um die
Maxtor-Platte oder das LG-Laufwerk zu betreiben, rein vom Messen her
liefert der 5V-Zweig bei angesteckter Platte 4.90V - das ist
wahrscheinlich ebenfalls zu knapp. Der 12V-Zweig ist ok, der ist aber
auch nicht das Problem.

Ich habe den Verdacht, daß der 1000er Elko die Ursache des Problems sein
könnte, und würde diesen austauschen (wàre zumindest von der Logik her
das Naheliegendste). Sollte das ein spezieller Elko sein dafür?

Oder bin ich da auf dem Holzweg? Neues Gehàuse mag ich nicht anschaffen,
solange sich das Ding hier reparieren làßt.

Für sachdienliche Hinweise wàre ich dankbar, da ich mich mit solchen
Stepup/down-Schaltungen nicht auskenne.

Bye, Dietmar
 

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#1 Marte Schwarz
31/08/2010 - 21:41 | Warnen spam
Hallo Dietmar,

...und ein stehener Elko 1000u/16V. Dieser gefàllt
mir nicht so recht, sieht bissl aufgequollen aus, also ob er bald an den
Bruchrillen platzen würde. Ebenso ist ein kleinerer Elko daneben
montiert, dessen Wert ich gerade nicht ablesen kann.



das ewig gleiche Lied heisst doch schon: "Der Tote war wieder der
Elko..." frei nach Reinhard May ;-)

Meine Vermutung ist, daß da zuwenig Strom geliefert wird, um die



Eher dass der Ripple zu hoch wird, wenn genug Strom gezogen wird.

liefert der 5V-Zweig bei angesteckter Platte 4.90V - das ist
wahrscheinlich ebenfalls zu knapp.



Die 4,9 V wàren sicher nicht das Problem. Der Ripple drauf schon.

Ich habe den Verdacht, daß der 1000er Elko die Ursache des Problems sein
könnte, und würde diesen austauschen



Die Erfolgsquote ist verflixt gut.

Sollte das ein spezieller Elko sein dafür?



Low ESR eben. Ich hatte mal ein externes SCSI wiederbelebt, indem ich
mangels passender Elkos auf die Schnelle parallel zu den Elkos einfach
jedem ein 470 nF Keramikvielschichtteilchen an die Füße gelötet hatte.
Du weißt, wie lange solche Provisorien halten? Mich wundert es ja auch,
aber es geht und geht...

Oder bin ich da auf dem Holzweg? Neues Gehàuse mag ich nicht anschaffen,
solange sich das Ding hier reparieren làßt.



Wozu auch, wenn man löten kann...
Viel Erfolg

Marte

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