F: Bootoptionen für alten PC

11/03/2012 - 13:19 von Wilhelm C. Schütze | Report spam
Hallo,
ich habe gerade ein *buntu 11.10, Kernel 3.0, 32 Bit, von der
alternate-CD im Textmodus als Testserver installiert. Der Kernel bootet
nicht, der rescue-Kernel tut's und fàhrt nach Anzeige der beiden
Auswahlmenüs des Wiederherstellungsmodus' ganz normal hoch. Dann
dürfte/n doch nur eine oder zwei Optionen in der Bootzeile erforderlich
sein.

Wer kennt die Arbeitsweise des Kernels genauer und damit die notwendigen
Bootoptionen und verkürzt mir die Experimentierphase?

Hardware ist ein 10 Jahre altes Elite K5SA mit Athlon 1600. Aus den
Logs konnte ich nur erkennen, dass der Prozessor kein NX-Bit-handling
kann, was der Kernel aber mit spezieller Speicherorganisation zu
umschiffen scheint.

Ansonsten hàngt der Bootprozess ziemlich früh. Es gibt keine
Bootmeldungen auf dem Schirm. In den Logs fand ich auf Anhieb auch
nichts und nehme mal an, dass der Standardkernel bereits vor dem
Logging hàngt.

Sollte ich die falsche Gruppe erwischt haben, bitte umleiten. Ansonsten
vielen Dank für Eure Mühe.

Grüße - Wilhelm
 

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#1 Heiko Nocon
11/03/2012 - 14:08 | Warnen spam
Wilhelm C. Schütze wrote:

Hardware ist ein 10 Jahre altes Elite K5SA mit Athlon 1600.



Wohl kaum. Vermutlich eher: K7S5A. Das würde wenigstens zur angegeben
CPU passen...

BTW: Die Firma nennt sich Elitegroup Computer Systems (ECS).

Aus den
Logs konnte ich nur erkennen, dass der Prozessor kein NX-Bit-handling
kann, was der Kernel aber mit spezieller Speicherorganisation zu
umschiffen scheint.



Die NX-Unterstützung spielt für die Funktionsfàhigkeit des Kernels
keinerlei Rolle. Wenn's nicht unterstützt wird, gibt's halt den aus dem
CPU-Feature potentiell zu ziehenden Sicherheitsgewinn nicht, das ist
alles.

Ansonsten hàngt der Bootprozess ziemlich früh. Es gibt keine
Bootmeldungen auf dem Schirm. In den Logs fand ich auf Anhieb auch
nichts und nehme mal an, dass der Standardkernel bereits vor dem
Logging hàngt.



Gut möglich. Vermutlich ist auf dem Board entweder ein völlig veraltetes
oder ein planlos kaputtgepatchtes BIOS drauf, was dazu führt, daß das
ACPI-Subsystem den Kernel in's Nirvana schickt.
Flashe die letzte offizielle Version von ECS und es sollte ohne jegliche
Klimmzüge funktionieren.
Vorsicht: Das K7S5A gab es in diversen (recht unterschiedlichen)
Revisionen. Du solltest nur ein BIOS flaschen, was _wirklich_ zum Board
paßt...

Geht's trotz korrektem BIOS dann immer noch nicht, sind mit hoher
Wahrscheinlichkeit die Elkos im Core-Spannungsregler des Boards defekt
und die CPU làuft deswegen instabil. Standardfehler (nicht nur dieses
Boards, sondern sehr vieler Boards aus dieser Zeit).
Da hilft dann nur tauschen wirklich. Passende Elkos gibt's zwar (z.B.
bei Reichelt), sind aber i.d.R. völlig überteuert. Eigentlich ist es
also dann ein wirtschaftlicher Totalschaden, weil allein der Preis der
Elkos den Restwert des Boards samt CPU deutlich übersteigt.

->/dev/tonne mit diesem historischen Sondermüll.

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