F: Restauration Röhrengerät

25/03/2008 - 09:01 von Martin Oswald | Report spam
Hallo,

ich will mich nun doch endlich mal an die Restauration von meinen
Schmuckstücken machen.
Erstes Objekt ist eine Musiktruhe (RFT), Alter ist jenseits der 50 Jahre.
Auf den ersten Blick hat noch niemand einen Lötkolben in dem Geràt
geschwungen. Einige Papierkondensatoren sehen dem Alter entsprechend aus.
Ich wollte alle Papier- gegen Folienkondensatoren tauschen und die Elkos
ersetzen.
Auf welche größeren Probleme sollte ich mich ggf. noch vorbereiten? Die
letzten 3 Geràte haben die Aktionen mit neuem Klang gedank - waren
allerdings 'nur' Radios. Bei der Truhe hab ich wenig Lust, die noch öfters
umzurücken und die wieder drin rumzuschrauben.
Gibt es Vorzugsmarken für die Kondensatoren?
Ich hab vereinzelt gelesen, dass die Hardliner die Folienkondensatoren mit
den alten Papieren umkleben und sogar die Becherelkos entkernen und neue
reinsetzen (wegen der Optik). Was ist davon zu halten? Ist die Arbeit
wirklich lohnenswert, wenn man die guten Stücke in ein paar Jahren doch
verkaufen sollte?

Vielen Dank im Voraus
Martin
 

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#1 Jan Kandziora
25/03/2008 - 11:30 | Warnen spam
Martin Oswald schrieb:
Was ist davon zu halten? Ist die Arbeit
wirklich lohnenswert, wenn man die guten Stücke in ein paar Jahren doch
verkaufen sollte?



Du musst dir darüber klar werden, was du haben möchtest

Lautet die Antwort "ein schönes funktionsfàhiges Geràt erzeugen", so kannst
du *alles* mit der Musiktruhe machen, du kannst auch die Röhren rauswerfen
und durch Transistoren ersetzen oder nur das Gehàuse erhalten. Der
Sammlerwert geht bei allen Modifikationen gegenüber dem Original, egal ob
man sie sieht oder nicht, gegen 0.

Lautet die Antwort hingegen "ein Sammlerstück erhalten", so darfst du bei
der Restaurierung Teile nur absolut baugleich ersetzen, z.B. aus
Lagerbestànden oder durch aus-5-mach-1. Ein so restauriertes Geràt behàlt
seinen Sammlerwert.

Mit freundlichem Gruß

Jan

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