Fahrradschlaeuche ineinander montieren

21/07/2013 - 13:08 von Ralf . K u s m i e r z | Report spam
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Moin!

Ohne es formal mathematisch beweisen zu können, bin ich mir ganz
sicher, daß die folgende Aufgabe mathematisch unlösbar ist:

Man nehme zwei Fahrradschlàuche und montiere sie, ohne sie zu
zerschneiden, so ineinander, daß daraus ein doppelwandiger Schlauch
entsteht.

(Ein bißchen Mogeln wàre zulàssig: Aus dem àußeren Schlauch werde das
Ventil herausgeschnitten, so daß er dann dort ein Loch hat, durch das
der Ventilstutzen des àußeren Schlauchs herausschauen möge. Würde es
sich um zwei Gummibàlle handeln, dann wàre die Aufgabe ohne weiteres
lösbar: Man steckt einfach den inneren Ball durch das Loch des àußeren
und blàst ihn auf, dann tràgt er den àußeren als Umhüllung - bei den
Schlàuchen geht das deswegen so nicht, weil sie zweifach
zusammenhàngend sind (und wie beweist man das?).)

Obwohl das "nicht geht", brauche ich dafür aber dennoch eine
"technische Lösung" (die dann notwendigerweise die Voraussetzungen
verletzt), also ein sinnvolles Vorgehen, um den designierten àußeren
Schlauch möglichst wenig zu zerschneiden, ihn um den inneren drumherum
zu praktizieren und dann wieder zusammenzukleben.

Ideen, wie man das hinkriegen könnte?

(Und was soll das Ganze überhaupt?

- Es geht darum, daß mir Schlàuche recht hàufig kaputtgehen, ohne daß
ich mir Montage- oder Handhabungsfehler bewußt wàre, d. h. der Reifen
wird montiert und sehr hart (fast zweistelliger Druck in bar)
aufgepumpt, dann wird das Fahrrad ein paar Tage lang benutzt, und
urplötzlich ist das Rad platt, ohne daß sich eine penetrierende
Beschàdigung am Reifen feststellen ließe - der Schlauch hat oft auf
der Innenseite, also da, wo er am - im übrigen einwandfreien -
Felgenband anliegt, einen kleinen Riß. Ich führe das darauf zurück,
daß er durch den hohen Druck an der Umhüllung (Mantel und Felgenband)
stark anhaftet und dann beim Aufpumpen ungleichmàßig und zu stark
gedehnt wird, so daß er anfàngt, zu fließen, und nach einer gewissen
Zeit reißt.

Meine intendierte Gegenmaßnahme bestünde darin, den Schlauch durch
eine Umhüllung, an deren Innenseite er relativ gut gleiten kann,
abzupolstern, damit die druckhaltende innere Schicht nicht in dieser
Weise beschàdigt wird.

Vorlàufig könnte ich mir folgende Lösung vorstellen: Kaputte, also
leicht beschàdigte Schlàuche kosten nichts, die kann man bei
Fahrradhàndlern aus der Abfalltonne mitnehmen (weil die die nicht
flicken, sondern grundsàtzlich durch neue ersetzen - angesichts der
Arbeitskosten ist das auch sinnvoll). Davon nehme ich zwei und
entferne bei beiden die Ventilstutzen. Einen davon schneide ich
entlang des inneren Äquators (also auf der Ventilseite) auf und ziehe
ihn von außen über einen "guten" (d. h. dichten) inneren Schlauch (mit
einem Ventilstutzen). Den zweiten Schlauch schneide ich entsprechend
entlang des àußeren Äquators auf und ziehe ihn über beide drüber, so
daß die Schnittlinie dann entlang der "Laufflàche", also innen am
Mantel, verlàuft. (Beim Ineinanderfügen wird alles ordentlich mit
Talkum eingepudert, um die Reibung klein zu halten.) Die Schnitte
bleiben offen, werden also nicht wieder zusammengeklebt oder
aneinandergenàht.

Dann wird dieser Dreifachschlauch "ganz normal" montiert, also nur
schwach aufgepumpt, d. h. ziemlich schlapp, in den Mantel eingelegt
und dieser dann auf der Felgen montiert, anschließend der montierte
Reifen dann stramm aufgepumpt. Die Erwartung/Hoffnung besteht darin,
daß der innere funktionelle (druckdichte) Schlauch dann nicht mehr
kaputtgeht.)

Statt eines "gepimpten" Schlauchs einfach einen abgefahrenen
Schlauchreifen zu verwenden geht leider nicht, weil Schlauchreifen
aufgrund ihrer Abmessungen nicht in "normale" Màntel für 622er-Felgen
hineinpassen.

Ideen? Vorschlàge?


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 Hans-Peter Diettrich
21/07/2013 - 13:59 | Warnen spam
Ralf . K u s m i e r z schrieb:

- Es geht darum, daß mir Schlàuche recht hàufig kaputtgehen, ohne daß
ich mir Montage- oder Handhabungsfehler bewußt wàre, d. h. der Reifen
wird montiert und sehr hart (fast zweistelliger Druck in bar)
aufgepumpt, dann wird das Fahrrad ein paar Tage lang benutzt, und
urplötzlich ist das Rad platt, ohne daß sich eine penetrierende
Beschàdigung am Reifen feststellen ließe - der Schlauch hat oft auf
der Innenseite, also da, wo er am - im übrigen einwandfreien -
Felgenband anliegt, einen kleinen Riß. Ich führe das darauf zurück,
daß er durch den hohen Druck an der Umhüllung (Mantel und Felgenband)
stark anhaftet und dann beim Aufpumpen ungleichmàßig und zu stark
gedehnt wird, so daß er anfàngt, zu fließen, und nach einer gewissen
Zeit reißt.



Unter dieser Pràmisse wàre es doch am einfachsten, die Reibung zwischen
Schlauch und Mantel zu reduzieren (Talkum...). Das könnte IMO
effizienter sein als ineinander schlabbernde und walkende Schlàuche am
Scheuern zu hindern.

Meine intendierte Gegenmaßnahme bestünde darin, den Schlauch durch
eine Umhüllung, an deren Innenseite er relativ gut gleiten kann,
abzupolstern, damit die druckhaltende innere Schicht nicht in dieser
Weise beschàdigt wird.

Vorlàufig könnte ich mir folgende Lösung vorstellen: Kaputte, also
leicht beschàdigte Schlàuche kosten nichts, die kann man bei
Fahrradhàndlern aus der Abfalltonne mitnehmen (weil die die nicht
flicken, sondern grundsàtzlich durch neue ersetzen - angesichts der
Arbeitskosten ist das auch sinnvoll).



Zu meiner Zeit hat man Schlàuche noch selbst geflickt - geht das nicht mehr?

Davon nehme ich zwei und
entferne bei beiden die Ventilstutzen. Einen davon schneide ich
entlang des inneren Äquators (also auf der Ventilseite) auf und ziehe
ihn von außen über einen "guten" (d. h. dichten) inneren Schlauch (mit
einem Ventilstutzen). Den zweiten Schlauch schneide ich entsprechend
entlang des àußeren Äquators auf und ziehe ihn über beide drüber, so
daß die Schnittlinie dann entlang der "Laufflàche", also innen am
Mantel, verlàuft. (Beim Ineinanderfügen wird alles ordentlich mit
Talkum eingepudert, um die Reibung klein zu halten.) Die Schnitte
bleiben offen, werden also nicht wieder zusammengeklebt oder
aneinandergenàht.



Ich sehe da viele Falten im Inneren dieses Pakets, die erst recht zu
Scheuern und Abrieb führen. Probier's doch einfach mal aus, und versuche
dann, das Paket in den Mantel zu bekommen - wenn Du nicht schon beim
Übereinanderstülpen scheiterst.

DoDi

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