FC8: automount USB-Stick?

31/12/2007 - 19:59 von Ralph Stahl | Report spam
Hallöchen,

ich suche nach der Ursache, warum das Automount für keins meiner
USB-Geràte (1GB-Stick, Kamera, Handy) über einen 4-Port-Hub
funktioniert. Das Mounten zu Fuß funktioniert problemlos.

Also:

- Fedora 8 mit Kernel 2.6.23.9-85
- beim Booten wird autofs und automount geladen

- in /etc/auto.master steht u.a.
/var/autofs/usb /etc/auto.usb
(das Verzeichnis wird nach "/etc/init.d/autofs restart" ordentlich angelegt

- in /etc/auto.usb (neu erstellt) steht (die 4 Verzeichnisse gibts
natürlich):
/mnt/usb1 -fstype=vfat,uid=rollo /dev/sdb1
/mnt/usb2 -fstype=vfat,uid=rollo /dev/sdb2
/mnt/usb3 -fstype=vfat,uid=rollo /dev/sdb3
/mnt/usb4 -fstype=vfat,uid=rollo /dev/sdb4
(Bemerkung *** siehe unten)

Wenn ich jetzt den Stick einstecke, blinkt er pflichtgemàß, in
/etc/messages erscheint (gekürzt um die Zeitangaben):

localhost kernel: usb 1-5.3: new high speed USB device using ehci_hcd
and address 7
localhost kernel: ehci_hcd 0000:00:0b.2: qh f7fe8180 (#00) state 4
localhost kernel: usb 1-5.3: configuration #1 chosen from 1 choice
localhost kernel: scsi7 : SCSI emulation for USB Mass Storage devices
localhost kernel: scsi 7:0:0:0: Direct-Access CnMemory
1100 PQ: 0 ANSI: 0 CCS
localhost kernel: sd 7:0:0:0: [sdb] 1981440 512-byte hardware sectors
(1014 MB)
localhost kernel: sd 7:0:0:0: [sdb] Write Protect is off
localhost kernel: sd 7:0:0:0: [sdb] Assuming drive cache: write through
localhost kernel: sd 7:0:0:0: [sdb] 1981440 512-byte hardware sectors
(1014 MB)
localhost kernel: sd 7:0:0:0: [sdb] Write Protect is off
localhost kernel: sd 7:0:0:0: [sdb] Assuming drive cache: write through
localhost kernel: sdb: sdb1
localhost kernel: sd 7:0:0:0: [sdb] Attached SCSI removable disk
localhost kernel: sd 7:0:0:0: Attached scsi generic sg2 type 0

Und nix weiter passiert. Jetzt könnte ich den Stick nur zu Fuß mounten,
weil in fstab noch steht:
/dev/sdb1 /mnt/usb1 vfat noauto,uid=rollo 0 0

Warum geht das nicht automatisch?

Bemerkung ***: ich habe http://www.greenfly.org/tips/autofs.html
nachvollzogen. Dabei fiel mir ein Widerspruch zu anderen Quellen auf:

Eine Zeile in /etc/auto.usb müßte danach z.B. so aussehen
<bezeichner> -fstype=vfat,uid=rollo /dev/sdb1

mit <bezeichner> (z.B. usb_drive) statt Verzeichnis. Wie nun?

Ich hoffe auf hilfreiche Tips und wünsche guten Rutsch!
Ralph
 

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#1 Andreas M. Kirchwitz
02/01/2008 - 18:07 | Warnen spam
Ralph Stahl wrote:

ich suche nach der Ursache, warum das Automount für keins meiner
USB-Geràte (1GB-Stick, Kamera, Handy) über einen 4-Port-Hub
funktioniert. Das Mounten zu Fuß funktioniert problemlos.



Fedora liefert ab Werk ein recht anschauliches /etc/auto.master
und /etc/auto.misc aus, was als Ausgangspunkt für eigene
Erweiterungen recht hilfreich ist.

- in /etc/auto.master steht u.a.
/var/autofs/usb /etc/auto.usb



In der klassischen Anwendung bedeutet dies, dass Du USB-Sticks
unter /var/autofs/usb/<mount-point> eingebunden haben willst,
wobei <mount-point> sich nach den Eintràgen in /etc/auto.usb
richtet.

- in /etc/auto.usb (neu erstellt) steht (die 4 Verzeichnisse gibts
natürlich):
/mnt/usb1 -fstype=vfat,uid=rollo /dev/sdb1
/mnt/usb2 -fstype=vfat,uid=rollo /dev/sdb2
/mnt/usb3 -fstype=vfat,uid=rollo /dev/sdb3
/mnt/usb4 -fstype=vfat,uid=rollo /dev/sdb4
(Bemerkung *** siehe unten)



Fehlt da nicht der Doppelpunkt vor dem Device?
(siehe autofs(5) oder schlicht /etc/auto.misc)

Wohin möchtest Du die USB-Sticks gemountet haben?
/mnt/usb* oder /var/autofs/usb/mnt/usb*?

Wenn ich jetzt den Stick einstecke, blinkt er pflichtgemàß, in
/etc/messages erscheint (gekürzt um die Zeitangaben):
[...]
Und nix weiter passiert.



Der Automounter schlàgt normalerweise erst zu, wenn jemand den dafür
konfigurierten Pfad tatsàchlich verwendet. Unter GNOME und vermutlich
auch KDE geht das mit HAL, UDEV & Co. meines Wissens alles automatisch
wie unter Microsoft Windows, sodass man den Automounter nicht benötigt.

Jetzt könnte ich den Stick nur zu Fuß mounten,
weil in fstab noch steht:
/dev/sdb1 /mnt/usb1 vfat noauto,uid=rollo 0 0

Warum geht das nicht automatisch?



Weil der Automounter so etwas normalerweise nicht macht? ;-)

Der Automounter ist für Geràte, die nicht permanent angeschlossen sind,
nicht so praktisch, wie es zuerst scheint, denn wàhrend des Mounten
noch recht bequem ist, darf man das Unmounten auf keinen Fall vergessen,
sofern man das Geràt vor dem Timeout (normalerweise 10 Min.) entfernt.
Das ist freilich ein grundsàtzliches Problem (auch unter GNOME, KDE
und selbst unter Microsoft Windows) - allerdings wird dort das Risiko
minimiert, indem solche Geràte geeignet angesprochen werden.

Die klassische Methode mit /etc/fstab und manuellem mount+umount
ziehe ich daher weiterhin vor. Man kann es übrigens so einrichten,
dass man dafür spàter keine root-Rechte benötigt.

Grüße, Andreas

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