Fedora 10 und X.Org/nv-Treiber (Nvidia)

06/05/2009 - 23:21 von Andreas M. Kirchwitz | Report spam
Liebe X11-Benutzer!

Gegeben sei ein Pentium-4-PC mit Nvidia GeForce FX 5200 (NV34),
auf dem Fedora 10 (32 Bit) mit allen aktuellen Patches làuft.
Verwendet wird ein LCD mit DVI-Anschluss.

Das mitgelieferte X.Org 1.5.3 mit seinem nv-Treiber bringt sogar
ohne xorg.conf ein Bild auf den Schirm. Die Geschwindigkeit reicht
mir aus. Auf den ersten Blick prima.

Bei nàherer Betrachtung fàllt einem erst einmal auf, dass der
Schatten des Maus-Pointers nicht richtig funktioniert (blöd auf
hellem Hintergrund) und auf hellem Hintergrund links über dem
Maus-Pfeil ein einzelner schwarzer Pixel zu sehen ist (genau dort,
wo der "Kontaktpunkt" des Zeigers ist).

Damit könnte man ja noch leben, aber beim Vergrößern von Xterms
wird beispielsweise am Scrollbar die innere Linie nicht korrekt
neu gezeichnet. Beim Hin- und Herschieben von Fenstern
(zugegebenermaßen wiederum Xterms) schleichen sich mit der
Zeit weitere Grafikfehler ein. Auffàllig ist, dass die Fehler
meist mit senkrechten Linien zu tun haben. Mit der Zeit nervig.

Meine Suche per Google und beim Fedora-Bugtracker waren ohne Erfolg.
Alle Welt scheint den proprietàren Treiber von Nvidia zu verwenden,
wogegen ich grundsàtzlich nichts einzuwenden hàtte, doch der aktuelle
Nvidia-Treiber setzt mindestens GeForce-6-Grafik voraus. Knapp daneben.
Und so tief, wie der Nvidia-Treiber im System rumfummelt, ist ein
ungepflegter Uralt-Treiber keine dauerhafte Lösung, sondern höchstens
Quell noch viel schlimmerer Probleme.

Der mitgelieferte nouveau-Treiber zeichnet sich dadurch aus, dass
er nichts anderes kann außer sofort abstürzen. Und zwar so heftig,
dass man den Rechner rebooten muss, um überhaupt wieder X.Org
starten zu können. Laut Google ein typisches Verhalten. Angeblich
soll nouveau ab Fedora 11 zum Standard werden. Das wird spannend.

Wie dem auch sei. Hat jemand àhnliche Grafikfehler mit dem nv-Treiber?
Gibt's dafür eine einfache Lösung? Oder bin ich der einzige, der so
verrückt ist, den nv-Treiber zu benutzen statt des proprietàren Treibers
von Nvidia? Für eine leicht betagte Grafikkarte wie die FX 5200 sind
doch gerade die Open-Source-Treiber normalerweise sehr stabil, und da
die FX 5200 wenig Strom zieht und passiv gekühlt werden kann, müsste
sie recht beliebt sein (sofern man noch einen PC mit AGP-Slot hat ;-)

Open Source rulez ... Andreas
 

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#1 Florian Diesch
07/05/2009 - 01:30 | Warnen spam
"Andreas M. Kirchwitz" wrote:

Gegeben sei ein Pentium-4-PC mit Nvidia GeForce FX 5200 (NV34),
auf dem Fedora 10 (32 Bit) mit allen aktuellen Patches làuft.
Verwendet wird ein LCD mit DVI-Anschluss.


[...]
Meine Suche per Google und beim Fedora-Bugtracker waren ohne Erfolg.
Alle Welt scheint den proprietàren Treiber von Nvidia zu verwenden,
wogegen ich grundsàtzlich nichts einzuwenden hàtte, doch der aktuelle
Nvidia-Treiber setzt mindestens GeForce-6-Grafik voraus.



Die FX 5200 wird vom 173.14.xx Treiber unterstützt.


Und so tief, wie der Nvidia-Treiber im System rumfummelt, ist ein
ungepflegter Uralt-Treiber keine dauerhafte Lösung, sondern höchstens
Quell noch viel schlimmerer Probleme.



Die Legacy-Treiber werden weiterhin gepflegt, die aktuelle Version
ist vom Màrz 2009.



Florian
<http://www.florian-diesch.de/>

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