Feierabend langsamer heller werdend

24/12/2007 - 16:19 von Rainer Rosenthal | Report spam
So langsam darf man sich ja nun wieder auf den
Frühling freuen und dass die Tage lànger werden.
Grund dafür ist die um 23 Grad geneigte Erdachse,
bezogen auf die Normale zur Ebene der Erdbahn.
Soweit so gut.

Nun gibt es aber eine auf den ersten Blick ver-
blüffende Unsymmetrie bei der Tagesverlàngerung.
Sind A und U die Zeiten des Sonnenaufgangs bzw.
des Sonnenuntergangs, dann würde man erst mal
nur vermuten, dass es von einem Tag zum nàchsten
eine Zeitdifferenz d gibt, derart dass am nàchsten
Tag die Sonne bereits um A-d aufgeht und um A+d
untergeht.

Weil aber die Erde um die Winterzeit bei uns sich
recht nahe an der Sonne befindet und dadurch an
Geschwindigkeit zugenommen hat, sind alle Tages-
ereignisse auf der 24-Stunden-Skala recht spàt.
Mit abnehmender Geschwindigkeit der Erde auf ihrer
Umlaufbahn rutschen die Ereignisse wieder auf einen
früheren Zeitpunkt. Damit werden sowohl Sonnenauf-
als auch -untergang früher von Tag zu Tag. In der
Überlagerung mit dem Erdachseneffekt ergibt sich
also, dass der Sonnenaufgang deutlich schneller
früher zu sehen ist, wàhrend sich beim Feierabend
eine Weile lang fast nichts an der Sonnenuntergangs-
zeit àndert.

Richtig erklàrt?

Gruss,
Rainer Rosenthal
r.rosenthal@web.de
 

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#1 Thomas Nordhaus
24/12/2007 - 17:39 | Warnen spam
Hallo Rainer!
Dich sieht man aber selten hier...

Rainer Rosenthal schrieb:
So langsam darf man sich ja nun wieder auf den
Frühling freuen und dass die Tage lànger werden.
Grund dafür ist die um 23 Grad geneigte Erdachse,
bezogen auf die Normale zur Ebene der Erdbahn.
Soweit so gut.

Nun gibt es aber eine auf den ersten Blick ver-
blüffende Unsymmetrie bei der Tagesverlàngerung.
Sind A und U die Zeiten des Sonnenaufgangs bzw.
des Sonnenuntergangs, dann würde man erst mal
nur vermuten, dass es von einem Tag zum nàchsten
eine Zeitdifferenz d gibt, derart dass am nàchsten
Tag die Sonne bereits um A-d aufgeht und um A+d
untergeht.

Weil aber die Erde um die Winterzeit bei uns sich
recht nahe an der Sonne befindet und dadurch an
Geschwindigkeit zugenommen hat, sind alle Tages-
ereignisse auf der 24-Stunden-Skala recht spàt.
Mit abnehmender Geschwindigkeit der Erde auf ihrer
Umlaufbahn rutschen die Ereignisse wieder auf einen
früheren Zeitpunkt. Damit werden sowohl Sonnenauf-
als auch -untergang früher von Tag zu Tag. In der
Überlagerung mit dem Erdachseneffekt ergibt sich
also, dass der Sonnenaufgang deutlich schneller
früher zu sehen ist, wàhrend sich beim Feierabend
eine Weile lang fast nichts an der Sonnenuntergangs-
zeit àndert.

Richtig erklàrt?



Ja, glaube ich ;) Deshalb mal in meinen eigenen Worten: Solange die Erde
sich schneller bewegt als im Durchschnitt, steht die Sonne jeden Tag
etwas spàter - bezogen auf unsere 24h-Uhr - im Süden als am Vortag, weil
die Erde sich etwas lànger drehen muss um die Vorwàrtsbewegung der Sonne
durch die Tierkreiszeichen am Himmel, d.h. Richtung Osten,
auszugleichen. Die Sonne ginge jetzt, wo die Erde der Sonne nàher steht
und demnach schneller làuft, auch spàter unter, selbst wenn die
Tageslànge nicht anstiege.

Zur Zeit àndert sich die Tageslànge kaum (eigentlich fast gar nicht), da
die Sonne ja am Wendepunkt ist, d.h. die jetzige tàgliche "Verspàtung"
des Sonnenuntergangs (und des Sonnenaufgangs!) ist also hauptsàchlich
auf die schnellere Bahnbewegung zurückzuführen.

Mal in CdC nachgeguckt: Zur Zeit verschieben sich Sonnenaufgang und
Untergang jeden 2. Tag etwa um 1 Minute Richtung Abend.


Gruss,
Rainer Rosenthal





Thomas Nordhaus

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