Femtozelle - Freizuegigkeit?

02/10/2008 - 11:23 von Ralph A. Schmid, dk5ras | Report spam
Moin,

nachdem ja die Netzbetreiber ja bereits feste Femto-Zellen testen,
frage ich mich, wie das mit der Freizügigkeit aussieht. Erst mal ist
ja eine mögliche (und bereits angewandte) Vorgehensweise, daß das Ding
ein Abbild der vorgefundenen Funkumgebung an den Zentralrechner
durchgibt, der dann Kanàle zuweist. Stellt sich schon die Frage, kann
das Ding dann auch in die gerade vorhandene location area eingepflegt
werden, oder liegt die eh fest, und das Geràt kann nur in der
vorgegebenen LA verwendet werden?

Dann mal eine absolute Freizügigkeit angenommen, was macht das Ding,
wenn es keine Funkumgebung vorfindet, also irgendwo mitten im Wald
oder im Keller betrieben wird? Welcher LA wird es angehàngt, welche
Kanàle verwendet es? Streng genommen steht ja nicht einmal fest, ob
sich das Teil in dem Gebiet/Land befindet, in dem es (auch
regulatorisch gesehen) überhaupt senden darf, wenn es keine anderen
Tràger hinsichtlich MCC/MNC/LA auswerten kann. Man könnte sich sonst
ja eine heimatliche Funkzelle mit auf Reisen nehmen, so man denn am
Zielort eine ethernet-Buchse mit entspr. Konnektivitàt vorfindet.

Mich würde einfach mal interessieren, welche Anwendungsphilosophien
angedacht sind, welche Szenarien man gestatten, welche man verbieten
mag. Das alles das, was ich anspreche, rein technisch gesehen nur eine
Konfigurationsfrage ist, das ist mir klar, mich würde einfach
interessieren, wohin der Trend geht, ob schon jemand mehr gehört hat.

Viele Grüße!




-ras


Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
 

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#1 Andreas Lobinger
05/10/2008 - 16:13 | Warnen spam
Aloha,

Am Thu, 02 Oct 2008 11:23:16 +0200 schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:

Moin,
nachdem ja die Netzbetreiber ja bereits feste Femto-Zellen testen,



Die Netzbetreiber tun was?
Kurzer Hinweis: Die Standartisierung aller Interfaces ist noch nicht
durch, d.h. das was da getestet wird ist so eine Art Femto-BS, aber
noch nicht die Lösung die (mal) kommen wird.

frage
ich mich, wie das mit der Freizügigkeit aussieht. Erst mal ist ja eine
mögliche (und bereits angewandte) Vorgehensweise, daß das Ding ein
Abbild der vorgefundenen Funkumgebung an den Zentralrechner durchgibt,
der dann Kanàle zuweist. Stellt sich schon die Frage, kann das Ding dann
auch in die gerade vorhandene location area eingepflegt werden, oder
liegt die eh fest, und das Geràt kann nur in der vorgegebenen LA
verwendet werden?

Dann mal eine absolute Freizügigkeit angenommen, was macht das Ding,
wenn es keine Funkumgebung vorfindet, also irgendwo mitten im Wald oder
im Keller betrieben wird? Welcher LA wird es angehàngt, welche Kanàle
verwendet es? Streng genommen steht ja nicht einmal fest, ob sich das
Teil in dem Gebiet/Land befindet, in dem es (auch regulatorisch gesehen)
überhaupt senden darf, wenn es keine anderen Tràger hinsichtlich
MCC/MNC/LA auswerten kann. Man könnte sich sonst ja eine heimatliche
Funkzelle mit auf Reisen nehmen, so man denn am Zielort eine
ethernet-Buchse mit entspr. Konnektivitàt vorfindet.

Mich würde einfach mal interessieren, welche Anwendungsphilosophien
angedacht sind, welche Szenarien man gestatten, welche man verbieten
mag. Das alles das, was ich anspreche, rein technisch gesehen nur eine
Konfigurationsfrage ist, das ist mir klar, mich würde einfach
interessieren, wohin der Trend geht, ob schon jemand mehr gehört hat.



Naja, ich hab das Thema bereits mehrfach auf dem Schreibtisch
gehabt...

Vielleicht insgesamt zu der 'Konfigurationsfrage'. Die Femto wird
mit irgendeiner Art von ID/SIM/Zertifikat ausgeliefert werden, die
an einen Netzbetreiber, oder jemand anderes der das Funkspektrum
verwaltet, gebunden ist. Und sie wird nicht zu senden
beginnen, bis geklàrt ist, wie die Umgebung aussieht.
Es könnte sein, das es in einigen Teilen der Welt bis die Femto
mainstream wird, frei-nutzbares Spektrum geben wird. Dann ist
die Funkfrage harmlos.

Zur Anwendung: Es gibt zwei grundsàtzliche Richtungen: Coverage-
erweiterung (d.h. an der Stelle überhaupt Mobilfunk machen) und
Diensterweiterung (d.h. im Beispiel hohe Datenraten anbieten, wo
sonst nur Sprache geht).

Einen fröhlichen Tag wünschend,
LOBI

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