Fertiger Hochspannungstrafo/-Kaskade für Schaltnetzteil 6000V

10/03/2008 - 04:11 von Paul Rosen | Report spam
Hallo,

kàufliche Hochspannungsschaltnetzteile sind recht teuer. Dafür haben
sie aber eine sehr gute Regelung. Scheinbar gibt es aber keine
solchen, die nur eine màßige Spannungs- und Stromstabilisierung
bereitstellen, dafür aber günstig sind. Für meine Zwecke benötige ich
mindestens 6000V Gleichspannung, strombegrenzt auf etwa 10 mA. Eine
grobe Regelung würde ausreichen, bei der 20V mehr oder weniger bzw
Ripple sowie ein Abweichen der Stromstabilisierung um 2 mA kein
Problem ist. Daher erwàge ich einen Selbstbau. Um es vorauszuschicken:
Ich hantiere tàglich mit diesen Spannungen, allerdings derzeit noch
mit normalen Netzspannungstrafos erzeugt.

Fertige Standard Hochpannungstrafos für Netzspannung sind leicht zu
bekommen. Anders scheint es um Hochspannungstrafos für Schaltnetzteile
zu stehen. Kennt jemand einen erhàltlichen
(Massen-)Schaltnetzteil-Fertigtrafo, der bei zerhackten 320V
Eingangsspannung und gegebener Betriebsfrequenz irgendeine
Wechselspannung ab 4500V oder etwas darüber bei minimal 10mA Strom
erzeugt?

Oder sollte man besser nur auf eine Teilspannung (welche? 2000V?)
hochtransformieren und dann mit einer Kaskade weiter hoch
multiplizieren? Wenn ja, wie sieht es dort mit einer verfügbaren
schaltnetzteiltauglichen Fertigkaskade mit mindestens 6000V und 10mA
aus? Eventuell gibt es ja sowas für die Mikrowelle?

Die erzeugte Spannung sollte nicht wesentlich höher sein als
notwendig, damit das Netzteil intern beim Regeln nicht zu hoch drehen
kann. Das ist nàmlich auch ein Problem der gekauften Netzteile und
erzeugt gewaltige Srörungen in jedem Flipflop (oder Microcontroller),
das die Hochspannungsanordnung steuert bzw. in ihr misst; und zwar
insbesondere dann, wenn die erzeugte Spannung mit Relais ein und
ausgeschaltet wird.

Abschließend noch eine Frage im Zusammenhang mit dem Netzteil: Haben
wir heutzutage irgendeine Möglichkeit, einen mit 6000V aufgeladenen
Kondensator elektronisch geschaltet bei ein paar Milliampere
Stromfluss über einen entsprechenden Widerstand zu entladen oder
brauchen wir dazu immer noch das gute alte Relais?
 

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#1 MaWin
10/03/2008 - 11:14 | Warnen spam
"Paul Rosen" schrieb im Newsbeitrag
news:

Für meine Zwecke benötige ich mindestens 6000V Gleichspannung,
strombegrenzt auf etwa 10 mA.



Aus altem Laserdrucker Koronadraht-Versorgung?

einen mit 6000V aufgeladenen
Kondensator elektronisch geschaltet bei ein paar Milliampere
Stromfluss über einen entsprechenden Widerstand zu entladen oder
brauchen wir dazu immer noch das gute alte Relais?



Brauchen nicht, auch damals konnte man 10 LDRs in Reihe schalten
und zum Entladen des Kondensator beleuchten.

Die Bauteile, die heute 6kV aushalten, wie Thyristoren und IGBTs,
sind alle fuer zu hohe Stroeme (1000A etc.) und haben zu hohe
Leckstroeme, zu grosse Gehaeuse, sind zu teuer. Man wird also
schon 3-5 Transitoren in Reihe schalten muessen, und bekommt dann
Probleme mit der Ansteuerung. 4 PhotoMOS AQV258 in Reihe sind
auch nicht ganz problemlos bei der Spannungsverteilung.
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
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