Feuchtemessgerät -> eure Erfahrungen

15/11/2011 - 23:31 von Frittrang Bernd | Report spam
Hallo!

Es geht mir hauptsaechlich um die Materialfeuchte in Mauern oder in
Waenden, vielleicht auch schon mal gefliester Steinboden.

Hier gibt es ein FM CONTACT Feuchtemessgeraet auf kapazitiver Basis.
http://bit.ly/ruoBea
Mit dem kann man bis zu 4cm ins Material hinein messen.

Wenn sich jetzt in einer Wand ein undichtes Heizungsrohr befindet,
welches tiefer als 4cm in der Wand ist, koennte ich mit so einem
Messgeraet direkt die lecke Stelle heraus finden?
Also dort wo die groesste Feuchtigkeit ist und wo ebenfalls der
Rohrverlauf vermutet wird.

Sind eventuell auch Multimeter mit Zusatz Sensor zum Feuchtigkeit messen
geeignet?

Professionelle Leckortungsfirmen benutzen ein Sender/Empfaengersystem um
z.B. metallische Rohr- oder Wasserleitungen in den Wànden aufzuspueren.
Ein Sender wird irgendwo am blanken Metallrohr angeklemmt und mit einer
Empfangseinheit kann man relativ zügig an Boden oder Waenden entlang
fahren um zu sehen ob hier tatsaechlich die entsprechende Rohrleitung
verlaeuft. An der Empfangseinheit befindet sich unten eine Scheibe etwa
so groß wie ein Teller.

Ist das nun dasselbe System wie oben beim Feuchtemesser?
(àöüß)
mfg
Bernd
 

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#1 Christoph Müller
16/11/2011 - 10:12 | Warnen spam
Am 15.11.2011 23:31, schrieb Frittrang Bernd:

Es geht mir hauptsaechlich um die Materialfeuchte in Mauern oder in
Waenden, vielleicht auch schon mal gefliester Steinboden.

Hier gibt es ein FM CONTACT Feuchtemessgeraet auf kapazitiver Basis.
http://bit.ly/ruoBea
Mit dem kann man bis zu 4cm ins Material hinein messen.



Je nach dem, was man damit machen will, ist das ein durchaus sinnvolles
Instrument.

Wenn sich jetzt in einer Wand ein undichtes Heizungsrohr befindet,
welches tiefer als 4cm in der Wand ist, koennte ich mit so einem
Messgeraet direkt die lecke Stelle heraus finden?



Mit viel Glück schon. Leckortung ist ein sehr schwieriges Thema, weil
die Strukturen, in denen die Leitungen verlegt sind, sehr
unterschiedlich sein können.

Also dort wo die groesste Feuchtigkeit ist und wo ebenfalls der
Rohrverlauf vermutet wird.



Wie gesagt - mit etwas Glück geht das.

Sind eventuell auch Multimeter mit Zusatz Sensor zum Feuchtigkeit messen
geeignet?



Im Prinzip ja.

Professionelle Leckortungsfirmen benutzen ein Sender/Empfaengersystem um
z.B. metallische Rohr- oder Wasserleitungen in den Wànden aufzuspueren.
Ein Sender wird irgendwo am blanken Metallrohr angeklemmt und mit einer
Empfangseinheit kann man relativ zügig an Boden oder Waenden entlang
fahren um zu sehen ob hier tatsaechlich die entsprechende Rohrleitung
verlaeuft. An der Empfangseinheit befindet sich unten eine Scheibe etwa
so groß wie ein Teller.



Ob man damit aber auch ein Leck findet, steht wieder auf einem anderen
Blatt.

Ist das nun dasselbe System wie oben beim Feuchtemesser?



Nein.

Willst du Leckortung machen, musst du etwas tiefer in die Tasche
greifen. Weil die Leitungen oft sehr gut wàrmegedàmmt sind braucht man
dazu vor allem Wàrmebildkameras mit sehr hoher geometrischer und
gleichzeitig auch sehr hoher thermischer Auflösung. Für eine
Megapixel-Kamera mit 0,03 Kelvin Auflösung darfst du schon mal 35.000,-
Euro auf den Tisch legen. Alles, was weniger bringt, erschwert die
Leckortung ungemein. Dazu braucht man dann noch ein
Körperschallmessgeràt, um ausströmendes Wasser oder Gas hörbar und
lokalisierbar zu machen. Dann noch ein Radarfeuchtesensor, der auch
etwas tiefer in die Strukturen schauen kann. Ca. 30 cm sind üblich. Dazu
noch ein Leitungs- und Balkenfinder sowie ein Endoskop und schließlich
auch noch so ein Messgeràt, wie du angegeben hast.

Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de

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