FI/RCD-Problem

26/11/2009 - 20:44 von Fritz Mueller | Report spam
Hi,

habe heute in _meiner_ Altbauwohnung versucht einen FI zu integrieren.
Bin leider klàglich gescheitert. Und das ist nicht meine erste Aktion.
Habe schon öfters solche Installation gemacht. (Elektrofachkraft -
aber nicht in hauptberuflicher Ausübung tàtig)

Damals in der guten alten Zeit anno ca. 1980 habe ich u.a. mein ganzes
Uralthaus komplett neu verdrahtet. Ohne jedes Problem. Mit AFAIR 6 FIs
insgesamt. Und komplett getrennte Licht- und Steckdosenstromkreise.
Damit man im Falle eins FI-Auslösens nicht gleich im ganzen Haus
Dunkelheit hat.

Also hier war folgende Ausgangsbedingung:

Eingang Verteilerschrank:

3 Phasen (schwarz) kommen aus dem Zàhler. Sowie ein gelbrüner (PEN).

Die 3 Phasen gehen auf eine Gruppe von 3 Stück 16er
Leitungsschutzschalter (Herd). Von dort mit jeweils 3 Drahtbrücken zur
nàchsten Gruppe Leitungsschutzschalter (Nachtspeicherheizung). Und das
ganze nochmal und nochmal zu den 5 Licht- und Steckdosenkreisen sowie
an den Automaten für den Tagstrom des Boilers. (1 Phase nur)

Also insgesamt 12 Leitungsschutzschalter auf 2 Etagen.

Gelbgrün geht auf eine PE-Schraubleiste. Vor dort eine dicke Brücke zu
einer N-Schraubleiste. PE und N sind also (noch) zusammen.

Neben den Leitungsschutzschaltern gibt es noch ein 3er Schütz für die
Nachtspeicheröfen und ein 1er Schütz für den Nachtspeicherboiler
(Ladebetrieb). Beide Schütze werden _zusammen_ vom Rundsteuerempfànger
nebenan angesteuert.

Nun habe ich erstmal alles abgeklemmt, beschriftet, entwirrt und
geordnet und alle alten Automaten und Schütze entfernt.

Dann 12 neue LS, einen RCD (30mA) und ein 4fach-Schütz. (3 Phasen für
Heizkörpernachtstrom und eine Phase für Boilernachtstrom.

Die Brücke zwischen PE un N habe ich entfernt und die Verbindung über
den RCD (N) hergestellt.

Somit liegen alle "PE" der Verbraucherkreise direkt am Gelbgrünen, der
aus dem Zàhler kommt.

Alle "N" der Verbraucherkreise sind über die N-Schraubschiene mit dem
N-Ausgang des RCD verbunden.

Der N-Eingang des RCD ist am gemeinsamen PE/N der vom Zàhler kommt

Die drei Ls vom Zàhler gehen an die 3 L-Eingànge des RCD.

Somit fliessen die 3 Phasen über den RCD, die LS, durch die
Verbraucher, über die N-Sammelschiene und durch den N des RCD zurück.

IMHO ist das OK. Oder mache ich da einen Denkfehler?

Nun habe ich den Hauptschalter eingeschaltet wàhrend ale LS aus waren.
Kein Peng! <g>

FI eingeschaltet - kein Peng.

Sicherung Wohnzimmer (Licht und Steckdose) eingeschaltet. Klack - FI
draussen.

Im WZ war alles aus(gesteck) bis auf meine 2 vergessene USVs. Die
waren zwar vorne ausgeschaltet. Aber nicht wirklich vom Netz. Ist mir
aber erst spàter eingefallen.

Dito bei Küche (Licht und Steckdose). Hier war bis auf den Kühlschrank
auch alles aus. Den KS hatte ich auch vergessen abzustecken.

Dito bei Flur (Licht). Hier war der Bewegungsmelder am Netz.

Dann habe ich den Automaten für den Boilertagstrom reingedrückt. Und
der FI hielt. Habe dann am Boiler die Tagladetaste gedrückt - Klack -
FI draussen.

Resümee: Egal in welchem Kreis Strom fliesst haut es den FI raus.

Mein erster Verdacht war ein N-PE-Schluss irgendwo. Habe also den N
vom FI getrennt und gegen PE die Öhmer gemessen. Unendlich! Also
offensichtlich ist nirgends N und PE gebrückt.

Der Stromkreis, der über den Rundsteuerzàhler (Relais mit
Arbeitskontakt) geschaltet wird und über die Ladesteuerung letzlich
das Heizungsschütz betàtigt, war noch komplett nirgends angeklemmt!
Also weder L, N, PE noch A1 und A2 des Schützes. Also alle Kabel waren
noch beiseite gebunden. Dort kann also kein Schluss zwischen N und Pe
oder sonstwohin sein.

Tja - mittlerweile drohte die Dunkelheit sehr massiv so dass ich den
FI erst mal entfernt habe, die Ls vom Zàhler habe ich direkt auf die
1-ten 3 Sicherungen gelegt. Wie vorher auch. Und die N und die
PE-Schraubschiene wieder gebrückt.

Also alles ist im quasi alten Verdrahtungszustand. Bis auf eben die
neuen LS und der Schütz. Und geht, wie vorher auch.

Also entweder ist der neue FI-Schalter defekt oder meine Gedankengànge
<g>

Von welcher Seite der FI-Schalter gespeist wird, dürfte doch egal
sein? Steht zumindest keinerlei Hinweis im Beipackzettel. Und in
diversen Internetartikeln steht auch, das es egal ist.

Und nun?

Eine Antwort weiß ich jetzt schon (Elektriker holen) <g> Bloß das
hilft mir nicht weiter.
 

Lesen sie die antworten

#1 Jan Conrads
26/11/2009 - 21:50 | Warnen spam
Hallo,

Fritz Mueller schrieb:

[snip]
Somit liegen alle "PE" der Verbraucherkreise direkt am Gelbgrünen, der
aus dem Zàhler kommt.

Alle "N" der Verbraucherkreise sind über die N-Schraubschiene mit dem
N-Ausgang des RCD verbunden.

Der N-Eingang des RCD ist am gemeinsamen PE/N der vom Zàhler kommt

Die drei Ls vom Zàhler gehen an die 3 L-Eingànge des RCD.

Somit fliessen die 3 Phasen über den RCD, die LS, durch die
Verbraucher, über die N-Sammelschiene und durch den N des RCD zurück.

IMHO ist das OK. Oder mache ich da einen Denkfehler?




Ist m.E. ok so. Position des N am RCD stimmt? Es soll da verschiedene
Belegungen geben, die Beschriftung sollte aber Auskunft geben.



Resümee: Egal in welchem Kreis Strom fliesst haut es den FI raus.



Immer nur eine Sicherung aktiv geprüft?


Mein erster Verdacht war ein N-PE-Schluss irgendwo. Habe also den N
vom FI getrennt und gegen PE die Öhmer gemessen. Unendlich! Also
offensichtlich ist nirgends N und PE gebrückt.



Welcher Meßbereich? 200 Ohm etc reicht da nicht.

Am besten auch mal wirklich PE (am Zàhler) gegen die am Verbraucher
ankommende N Leitung messen, wer weiß, wer da was wie verklemmt hat.

Auslösen eines RCD ist bei N-PE Schluß ist jedenfalls eine Mögliche
Ursache, aber ein defekter RCD würde ich nicht zu 100% ausschließen,
kann ja auch ein Fertigungsfehler vorliegen.
Daher den RCD am besten mal einzeln testen, also direkt am RCD am Abgang
z.B eine Lampe anschließen und mal die 3 Phasen nacheinander testen, ob
der ohne die Wohnungsinstallation dazwischen vernünftig arbeitet und
nicht auslöst.

Sonst mal mit genügend Vorsicht die Ströme im Außenleiter und N messen,
ob das passt L = N oder ob da was verschwindet (nur je eine Phase
belasten)



Von welcher Seite der FI-Schalter gespeist wird, dürfte doch egal
sein? Steht zumindest keinerlei Hinweis im Beipackzettel. Und in
diversen Internetartikeln steht auch, das es egal ist.





Ist es auch, solange man seitenweise speist, also nicht die Außenleiter
von oben, N von unten etc.


Eine Antwort weiß ich jetzt schon (Elektriker holen) <g> Bloß das
hilft mir nicht weiter.




Ich hoffe meine Anregungen können ein wenig Licht in die Sache bringen,
eigentlich ist da alles recht einfach.

Gruß Jan

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