[Finanzmathematik] Korrelationsgerade

06/11/2008 - 00:20 von Klaus Maus | Report spam
Hallo,

rechnet man die Wertentwicklung eines Investments rollierend über
eine bestimmte Zeitspanne, dann geht sowohl die aktuelle Bewertung
wie auch die Bewertung am Anfang (Basiseffekt) jeweils voll ein.

Beispiel: Die Wertentwicklung des DAX, (monatliche Betrachtung,
rollierend über 5 Jahre) sprang von Ende September zu Ende Oktober
von 12,4 auf 6,4 %!

Eine vernünftige Mittelwertbildung ist gefragt, vernünftiger, als
eine Gerade vom Anfangs- zum Endpunkt des Betrachtungszeitraums zu
legen.

Liefert die (rollierende) Berechnung der Korrelationsgeraden
stabilere Ergebnisse?

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Gruß Klaus
 

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#1 Roland Damm
07/11/2008 - 00:45 | Warnen spam
Moin,

Klaus Maus schrub:

rechnet man die Wertentwicklung eines Investments rollierend
über eine bestimmte Zeitspanne, dann geht sowohl die aktuelle
Bewertung wie auch die Bewertung am Anfang (Basiseffekt)
jeweils voll ein.

Beispiel: Die Wertentwicklung des DAX, (monatliche Betrachtung,
rollierend über 5 Jahre) sprang von Ende September zu Ende
Oktober von 12,4 auf 6,4 %!



Weia, tut man das wirklich so?

Eine vernünftige Mittelwertbildung ist gefragt, vernünftiger,
als eine Gerade vom Anfangs- zum Endpunkt des
Betrachtungszeitraums zu legen.

Liefert die (rollierende) Berechnung der Korrelationsgeraden
stabilere Ergebnisse?



Selbstverstàndlich. So eine Rechnung dürfte den Wirtschaftsfreaks
aber nicht gefallen, weil sie sehr langsam auf aktuelle
Änderungen reagiert. Nun gut, man kann nicht alles haben.

Weiter geht dann das Spielchen mit FIR-Filtern, Fensterfunktionen
und solchen Stichworten.

Das Problem ist: Man kann alles genau ausrechnen, man muss nur
wissen, was man ausrechnen will.

Im Zuge der Finanzkriese bin ich beim Herumsuchen sogar auf eine
Wirtschaftstheorie gestoßen, die - wenn man die ganzen komischen
Fachbegriffe nicht versteht und überliest - sogar behauptet,
dass es garkeinen Konjunktur_zyklus_ gibt, sondern dieser nur
direkte oder indirekte Folge der falschen Filterung der
Wirtschaftsdaten ist. Wenn ich an die Konjunkturzahlen mit einem
Tiefpass von 5 Jahren herangehe, muss ich mich nicht wundern,
dass ich Zyklen von 6..7 Jahren Periodendauer entdecke. Das
liegt nicht an den Tatsachen, sondern an der Art der
Datenauswertung.

CU Rollo

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