Firefox 9 mehrfach starten (-no-remote)

23/12/2011 - 01:01 von Andreas M. Kirchwitz | Report spam
Hallo Firefox-User!

Unter Unix habe ich oft zwei Instanzen von Firefox laufen. Eine lokal
und eine remote (z.B. in der Firma) per X11-Umleitung.

Die jeweils erste Instanz auf einem Rechner (lokal + remote) wird von
Hand mit der Option "-no-remote" gestartet. Wenn andere Programme
(z.B. Thunderbird) dann Firefox mit einer URL aufrufen, "empfàngt"
der jeweilige Firefox auf dem gleichen Rechner diese URL und öffnet
diese in einem neuen Tab (es wird also keine zweite Instanz gestartet).

Ohne das initiale "-no-remote" würde ab dem zweiten Firefox-Aufruf
jede URL im ersten Firefox landen, egal ob lokal oder remote. Dafür
sorgt die X11-Umleitung. Das hört sich zwar nett an, aber zu Hause
nützt mir eine URL aus dem Firmen-Intranet herzlich wenig. ;-)

Bis einschließlich Firefox 8 war das alles toll.

Mit Firefox 9 scheint "-no-remote" nicht nur das Senden von URLs an
existierende Instanzen zu unterbinden, sondern auch den Empfang.
Ein mit "-no-remote" gestarteter Firefox ist nicht nur stumm, sondern
auch taub. Dadurch können Programme wie Thunderbird nun überhaupt
keine URLs mehr öffnen, weil sich Firefox beschwert, es laufe schon
eine Instanz.

Nach Lektüre einiger Bugzilla-Tickets scheint es, dass dieses
Verhalten bis Firefox 8 vom Mozilla-Team wohl als "Bug" der Unix-
Version angesehen worden ist, weil unter Windows "-no-remote"
schon immer einen stummen *und* tauben Firefox gestartet hat.
Keine Ahnung, wozu "-no-remote" unter Windows überhaupt gut ist,
denn so etwas wie X11-Umleitung gibt es dort standardmàßig nicht.

Die Proteste der Unix-User fallen entsprechend aus, denn das neue
Verhalten mag niemand, weil es kaum Sinn ergibt. Eher hàtte man
das Windows-Verhalten anpassen sollen an Unix.

Pech, das Firefox-Team will das nicht àndern. Gibt es einen anderen
Weg, um das vorherige Verhalten nachzubilden?

Vor dem Start nach laufenden Firefox-Prozessen zu suchen, bringt
nicht viel, weil man wegen der X11-Umleitung nie weiß, ob remote
bereits ein Firefox làuft.

Wie kommunizieren Firefox-Instanzen eigentlich untereinander, wenn
das ja sogar via X11 funktioniert? Finde das sehr beeindruckend.
Kann man Firefox sagen, er soll nur lokal mit anderen Instanzen
kommunizieren und nicht remote?

Das Verwenden verschiedener Profile wàre möglicherweise ein
Lösungsansatz, aber ich verwende überall, wo ich Firefox benutze,
immer nur ein Profil, nàmlich was als "default" vorgegeben ist.
Das vereinfacht viele Vorgànge. Nun überall künstlich anderslautende
Profile zu verwenden, würde ich als sehr umstàndlich empfinden.

Für Ideen dankbar ... Andreas
 

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#1 Martin Freitag
24/12/2011 - 13:50 | Warnen spam
Andreas M. Kirchwitz schrieb:> Mit Firefox 9 scheint "-no-remote" nicht
nur das Senden von URLs an
existierende Instanzen zu unterbinden, sondern auch den Empfang.
Ein mit "-no-remote" gestarteter Firefox ist nicht nur stumm, sondern
auch taub. Dadurch können Programme wie Thunderbird nun überhaupt
keine URLs mehr öffnen, weil sich Firefox beschwert, es laufe schon
eine Instanz.



Das zeugt eigentlich davon, dass er versucht, einen FF ohne "-no-remote"
zu starten, wàhrend ein weiterer FF schon làuft.

Was passiert denn wenn du die Benutzung von no-remote ins Gegenteil
verkehrst oder jeden FF prinzipiell mit -no-remote startest?

Keine Ahnung, wozu "-no-remote" unter Windows überhaupt gut ist,
denn so etwas wie X11-Umleitung gibt es dort standardmàßig nicht.



Man kann damit mehrere Instanzen von einer Mozille auf einem Rechner
starten und so z.B. versschiedene Versionen/Profile parallel laufen lassen.
Ich starte so z.B. einen Seamonkey auf dem Rechner zusàtzlich zum
portablen auf dem Stick, welcher sonst das gleiche Problem hàtte, dass
schon ein SM làuft.

Wie kommunizieren Firefox-Instanzen eigentlich untereinander, wenn
das ja sogar via X11 funktioniert? Finde das sehr beeindruckend.



Ich glaube, die kommunizieren quasi gar nicht miteinander, da wird nur
geguckt, ob ein entsprechender làuft und bei no-remote hàngt er sich gar
nicht an den ran und sonst eben schon. (aber das ist keine gesicherte
Erkenntnis)
Gruß

Martin
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