Flachen Globus für meinen Antennenrotor.

26/07/2014 - 02:03 von Franz Glaser | Report spam
Für meinen manuellen Antennenrotor habe ich einen Globus aufgespießt,
und zwar auf meinen Heimatkoordinaten (48.561159 N, 14.206696 O) durch
den "Erdmittelpunkt" und habe das für eine großartige Idee gehalten.

Aber ich sehe die "hintere Hemisphàre" nicht hinter der Kugel, schon am
Rand wirds schwer bei den Stationen, die ab 8.000km entfernt sind.

Es gibt zwar polare Karten wie Sand am Meer, aber die sind alle am
Nordpol aufgespießt und helfen mir daher nix.

Für ein eigenes Programm zum Zeichnen fehlt es mir an Wissen und an
Eingabedaten für die Karten.

Die Funksoftware weiß bei vielen aber nicht bei allen Stationen den
"azi"-Wert sofort (den Winkel vom Nordpol-0 aus gerechnet). Die
Programmierer haben also so eine Weltkugel eingebaut im Programm.

Die Karte müsste bis ca. 19.000km Radius reichen. Wie krumm die
Kontinente und Lànder ausschauen ist mir egal, nur die Winkel müssen
stimmen weil die Wellen (meistens) den kürzesten Weg an der
Kugeloberflàche suchen, so wie die Flugzeuge.

Die Entfernung von mir weg soll linear zutreffen. Die üblichen Karten
legen größten Wert drauf, dass alle Entfernungen untereinander möglichst
stimmen für die Schiffahrt usw. Das ist mir egal, mir ist wurscht, wie
weit Chile von Kapstadt entfernt ist aber beider Entfernung zu mir soll
stimmen.

Hat da wer von euch einen Hinweis, einen link, eine Formel oderwas?
Vielleicht gibts dafür einen Fachausdruck alternativ zur Merkatorkarte.

Die Karte benötige ich übrigens auch seitenverkehrt an der Decke.

GL
Voll von feierlichen Possenreißern ist der Markt und das Volk rühmt sich
seiner großen Mànner! Das sind ihm die Herren der Stunde.
(Von den Fliegen des Marktes, Also sprach Zarathustra)
IMHO hàtte der Herr Philosoph nicht nur die Marketingleute rügen sollen
sondern auch die unmündigen Duckmàuser belehren.
 

Lesen sie die antworten

#1 Juergen Barsuhn
26/07/2014 - 14:26 | Warnen spam
Franz Glaser schrieb:
Für meinen manuellen Antennenrotor habe ich einen Globus aufgespießt,
und zwar auf meinen Heimatkoordinaten (48.561159 N, 14.206696 O) durch
den "Erdmittelpunkt" und habe das für eine großartige Idee gehalten.

Aber ich sehe die "hintere Hemisphàre" nicht hinter der Kugel, schon am
Rand wirds schwer bei den Stationen, die ab 8.000km entfernt sind.

Es gibt zwar polare Karten wie Sand am Meer, aber die sind alle am
Nordpol aufgespießt und helfen mir daher nix.

Für ein eigenes Programm zum Zeichnen fehlt es mir an Wissen und an
Eingabedaten für die Karten.

Die Funksoftware weiß bei vielen aber nicht bei allen Stationen den
"azi"-Wert sofort (den Winkel vom Nordpol-0 aus gerechnet). Die
Programmierer haben also so eine Weltkugel eingebaut im Programm.

Die Karte müsste bis ca. 19.000km Radius reichen. Wie krumm die
Kontinente und Lànder ausschauen ist mir egal, nur die Winkel müssen
stimmen weil die Wellen (meistens) den kürzesten Weg an der
Kugeloberflàche suchen, so wie die Flugzeuge.

Die Entfernung von mir weg soll linear zutreffen. Die üblichen Karten
legen größten Wert drauf, dass alle Entfernungen untereinander möglichst
stimmen für die Schiffahrt usw. Das ist mir egal, mir ist wurscht, wie
weit Chile von Kapstadt entfernt ist aber beider Entfernung zu mir soll
stimmen.

Hat da wer von euch einen Hinweis, einen link, eine Formel oderwas?
Vielleicht gibts dafür einen Fachausdruck alternativ zur Merkatorkarte.

Die Karte benötige ich übrigens auch seitenverkehrt an der Decke.

GL


Ohne etwas Rechen- und Zeichenarbeit wirst du da nicht zum Ziel
kommen, es sei denn, irgendjemand in deinem Heimatort hàtte diese Arbeit
schon gemacht. Aber beides schaffst du auch selber.

Ich sehe dich jetzt vor einem genügend großen Blatt Papier. In der Mitte
hast du deinen Heimatort als Punkt eingetragen. Dann hast du um diesen
Punkt einen Kreis geschlagen mit dem Radius 3.14.. mal Erdradius,
natürlich mit geeignet gewàhltem Maßstab. Dieser Kreis stellt deinen
Antipodenpunkt dar. Das macht Sinn, denn tatsàchlich könntest du in jede
beliebige Richtung auf der Erdoberflàche senden, um den Antipoden zu
erreichen.
Als nàchstes zeichnest du ein paar Strahlen durch deinen Heimatort bis
zum Kreisrand. Das sind die Bilder der Groß(halb)kreise durch deinen
Heimatort. Zur Orientierung wàhlst du willkürlich einen Strahl nach
Norden aus, dann passend für die anderen Himmelsrichtungen. Um jetzt
einen weiteren Punkt einzutragen, dessen geogr Breite b und dessen geogr
Lànge l du kennst, musst du den richtigen Strahl auf deiner Zeichnung
finden und darauf die richtige Entfernung vom Heimatort.

Jetzt kommt Kugelgeometrie: dein Heimatort H, der Nordpol der Erde N und
der einzutragende Ort X sind Punkte auf einer Kugel. Ihre kürzesten
Verbindungen sind Großkreisbögen, die ein Kugeldreieck bilden. In
Formeln werden die Seitenlàngen mit lateinischen Buchstaben
gekennzeichnet, werden aber nicht als Strecken, sondern als Winkel
Anfang-Kugelmitte-Ende meist im Bogenmaß angegeben. Du kennst die
Strecke XN als Poldistanz (Pi/2 - geonr Breite), die Seite HN als
Poldistanz deiner Heimat. - Winkel zwischen den Seiten auf der Kugel
werden in Formeln mit griechischen Buchstaben angegeben. Den Winkel
zwischen XN und HN ergibt sich als Differenz der geogr Làngen von X und
H. Nun kannst du mit entspr Formeln aus der sphàrischen Trigonometrie
alle fehlenden Stücke des Dreiecks berechnen. Du brauchst den Winkel
XHN, um den richtigen Strahl auszuwàhlen und dann die Seite HX um die
richtige Strecke auf dem Strahl abzutragen. Vergiss nicht, dass HX als
Winkel im Bogenmaß herauskommt und noch mit dem Erdradius zu
multiplizieren ist.

Meine angegebene Adresse ist gültig, du kannst sie für weitere Fragen
benutzen.

Gruß
Jürgen

Ähnliche fragen