Flexible Nutzung des UHF-Bands ist für die Zukunft des europäischen mobilen Breitbrands und Rundfunks essentiell, so die GSMA

16/04/2015 - 19:05 von Business Wire
Flexible Nutzung des UHF-Bands ist für die Zukunft des europäischen mobilen Breitbrands und Rundfunks essentiell, so die GSMA

Anne Bouverot, Director General der GSMA, gab heute anlässlich der Beendigung der öffentlichen Konsultation zum Lamy-Bericht folgende Stellungnahme ab, in der sie an die Europäische Kommission appelliert, Flexibilität im Hinblick auf künftige Nutzungen zu ermöglichen, wenn sie die Beiträge zu der Konsultation zur Zukunft der Frequenzen im UHF-Band (unterhalb von 700 MHz) prüft:

„Die rasche Entwicklung bei mobilen Breitband- und Rundfunkdiensten erfordert, dass Europa alle Optionen zur Nutzung des UHF-Frequenzbands offen lässt. Das mobile Datenvolumen steigt rasant, da die Menschen zunehmend immer mehr Inhalte auf mobilen Geräten konsumieren. Allein in der vergangenen Woche haben zwei der führenden europäischen Rundfunkanstalten1 mit ‚Internet-first‘ und ‚mobile-first‘ die Notwendigkeit eines Übergangs zu einer Content-Delivery-Plattform hervorgehoben. Europa befindet sich jedoch im Rennen um das mobile Internet gegenüber anderen entwickelten Regionen im Rückstand und gefährdet damit die Zukunft von mobilem Breitband und Rundfunk sowie der Wirtschaft allgemein.

Das UHF-Band ist der einzige aussichtsreiche Frequenzbereich, um bedarfsgerechtes, hochwertiges mobiles Breitband auf dem Kontinent, von städtischen Zentren bis zu ländlichen Gebieten, auszubauen. Der asiatisch-pazifische Raum besitzt bereits die Flexibilität, um das Band für mobile Dienste zu nutzen und Nordamerika unternimmt Schritte, um die gleiche Position zu erlangen. Europa riskiert, der einzige reife Mobilfunk- und Rundfunkmarkt zu sein, der diese Flexibilität nicht hat.

Die GSMA ist der Ansicht, dass die Bereitstellung von frei empfangbarem, herkömmlichem Rundfunk in der Zukunft unerlässlich bleiben wird und geschützt werden sollte. Es liegt jedoch im Interesse sowohl von Mobilfunk- als auch Rundfunkanbietern, dass bei der Art der Nutzung von UHF-Frequenzen größere Flexibilität herrscht, um die Verbraucherbedürfnisse zu decken.

Die GSMA ist daran interessiert, konstruktiv mit der Rundfunkindustrie zusammenzuarbeiten, um eine Lösung zu entwickeln, welche die Zukunft digitalen terrestrischen Fernsehens langfristig garantiert und gleichzeitig die Möglichkeit zulässt, dass ein Teil des 700-MHz-Teilbands für mobile Dienste genutzt werden kann. Dies wird unter europäischen Ländern, die auf terrestrische Rundfunkdienste zurückgreifen, für Beruhigung sorgen und die Mobilfunk- und Rundfunkdienste der Region in der Zukunft sichern.

Die GSMA empfiehlt im Hinblick auf die Konsultation der Europäischen Kommission insbesondere Folgendes:

  • Die Appelle von Mitgliedsstaaten, das 700-MHz-Band möglichst zwischen 2018 und 2020 bzw. potenziel früher freizugeben, zu unterstützen,
  • Eine Verzögerung der Überprüfung des 700-MHz-Subbands bis 2025 zu vermeiden, da die Mobilfunk- und Rundfunkmärkte sich zu schnell weiterentwickeln (möglichst nicht später als 2020),
  • Eine co-primäre Zuweisung des 700-MHz-Teilbands an den Mobilfunk und Rundfunk auf der World Radiocommunication Conference 2015 zu unterstützen, sodass Mitgliedsstaaten bei der Planung, wie sie das Band sowohl für den Mobilfunk- als auch den Rundfunk nutzen möchten, sofern sie dies möchten, flexibel sind.“

-ENDE-

Hinweise für Redakteure

1 Siehe „BBC aims to go ‘internet first’ to attract younger audiences“: http://www.theguardian.com/media/2015/apr/09/bbc-internet-first-bbc3-matthew-postgate. Ferner „TV industry faces its ‘ketchup’ moment: ‘Mobile is now the first screen’“: http://www.theguardian.com/technology/2015/apr/13/tv-industry-ketchup-moment-mobile-first-screen

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber weltweit sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen sowie Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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Source(s) : GSMA

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