Formeln besser verstehen

30/11/2010 - 22:29 von Dbe18 | Report spam
Hallo zusammen,
In meinem Studium beschàftige ich mich aktuell mit dem Thema
Kryptographie. Zwar wird zur Zeit noch an der Oberflàche gekratzt,
doch geht es immer stàrker ins mathematische Detail. Ich habe kein
Problem damit mich mit dem Stoff auseinander zu setzen. Nur merke ich
das ich mit der Formelsprache an manchen Stellen stark zu kàmpfen
habe. Meine Frage lautet, ob es Quellen zu dem Thema "Formelsprache"
gibt. Also vielleicht etwas konkreter, welche Formel Konstrukte welche
Umgangssprachlichen Bedeutungen haben. Ich meine es müsste doch wie in
jeder Sprache gewisse "grammatische" Regeln geben.

Ich danke euch jetzt schon für eure Anworten

mfg
Dennis
 

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#1 ram
01/12/2010 - 03:51 | Warnen spam
Dbe18 writes:
Meine Frage lautet, ob es Quellen zu dem Thema "Formelsprache" gibt.



Du kannst einmal nach »formale Sprache« suchen.

Also vielleicht etwas konkreter, welche Formel Konstrukte
welche Umgangssprachlichen Bedeutungen haben.



(»Umgangssprachlich« ist ein Adjektiv, daher wird es klein
geschrieben, wenn es nicht gerade - wie hier - am Anfang
eines Satzes steht. »Formelkonstrukt« ist ein Kompositum,
»Formel« ist kein Adjektiv, daher muß »Formelkonstrukt«
zusammengeschrieben werden.)

Die Syntax formaler Sprachen ist oft leichter anzugeben als
ihre Semantik. »Umgangssprachlich« sind die Bedeutungen
allerdings kaum; ein Term bezeichnet ein bestimmtes Objekt,
eine Formel eine Aussage. Die Objekte ergeben sich dabei
meist aus Sàtzen (Theoremen); die Aussagen aus Anwendungen
von Pràdikaten, Relationen, Quantoren oder Junktoren.

Im allgemeinen sollte die Bedeutung eines sprachlichen
Ausdrucks aber aus dem jeweiligen Unterricht hervorgehen.
So lernt man in der Grundschule beispielsweise mit der
Addition auch die Schreibweise »x+y« und deren Bedeutung.

Also solltest Du Deinen Lehrer danach fragen können.

Ich meine es müsste doch wie in jeder Sprache gewisse
"grammatische" Regeln geben.



Ja. Nur werden die oft eher implizit gelehrt. Viele
Mathematiker benutzen Termsprachen, ohne daß sie in
der Lage sind, deren Syntax und Semantik formal
anzugeben, oder sie wàren vielleicht in der Lage,
sehen dies aber nicht als wichtig an. (Außer, wenn sie
sich gerade mit formalen Sprachen selber beschàftigen.)

Man kann diese Regeln aber tatsàchlich auch explizit
angeben. Siehe beispielsweise die Definitionen von »Term« in

http://www.kuertz.name/files/Logik.pdf
http://sammelpunkt.philo.at:8080/21/1/pucher.pdf
http://gi.cebitec.uni-bielefeld.de/...diplom.pdf
http://mathsrv.ku-eichstaett.de/MGF...en/MAG.pdf
http://www.cs.uni-potsdam.de/ti/leh...kript2.pdf
http://www4.in.tum.de/lehre/vorlesu...lambda.pdf
http://www.math.uni-heidelberg.de/l...lie_12.pdf
http://www.techfak.uni-bielefeld.de...KI2PL1.pdf
http://www.cosy.sbg.ac.at/~eder/lehre/fruehere_Lehrveranstaltungen/2009/Automatisches_Theorembeweisen/beamer_2006/10_Praedikatenlogik.handout.ps

.

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