[forth Tagung 2008] Basel-Projekt Vorschlag

10/05/2008 - 12:50 von Erich Wälde | Report spam
Liebe Leute,

Auf der Tagung hatte ich zum Thema "Projekte" was
vorgeschlagen: So 'ne Art Baukasten mit Mikrokontroller,
etwas Peripherie, Assembler und Forth und was man halt so
braucht. Zusammen mit ordentlicher Doku und ausgearbeiteten
Beispielen geeignet für Schüler AG oder Volkshochschulkurs.
Das ganze soll dazu dienen, Jungvolk mit dieser Welt des
Bastelns vertraut zu machen, und auf làngere Sicht daraus
auch Nachwuchs für die Forth Gesellschaft zu ziehen.

Die daran anschließende, làngliche Diskussion will ich hier
nicht wiedergeben, sondern lediglich meine Gedanken mal so
auftüpfeln, daß sie als Diskussionsgrundlage ergeben.

Jetzt, nachdem ich's aufgeschrieben habe, bin ich mir gar
nicht mehr so sicher, ob ich das wirklich lostreten will :-)

Michael Kalus: kannst Du das bitte in's Wiki aufnehmen? Danke.

Schöne Pfingsten!
Erich


Motivation
~~~~~~~~~~
1.

Meiner (manchmal nicht so) bescheidenen Meinung nach wird
der Verein nur auf Dauer überleben, wenn wir es schaffen,
neue Leute anzuwerben, v.a. Jungvolk. Das betrifft auch die
Beitràge zur Vierten Dimension.

2.

Elektor. Ich hatte mal mit dem Herrn Krempelsauer eine
Diskussion. Da hatte ich mich beschwert, daß man bei Elektor
zu wenig auf das Baukastenprinzip achtet. Da macht einer was
mit einem AVR und einem Sensor X. Ein anderer macht was mit
einem PIC und einem Sensor Y. Es ist völlig unmöglich, aus
den Artikeln zu lernen, wie man Sensor Y an den AVR
anschließt. Software immer zum Runterladen, nie (selten?)
ein Flußdiagramm und eine Beschreibung, aus der man das
nachbauen könnte. Ein Graus.

Ähnliches Problem ist die Windowslastigkeit. Mir tàt ja ein
kleiner Kasten reichen, in dem kurz beschrieben wird, ob das
Projekt auch unter Linux geht, und wenn ja, wo man nachlesen
kann. Das wàr ja schon mal was.

Gebracht hat die Diskussion m.E. nichts. Aber ich verstehe
inzwischen besser, wie die ihr Heft machen, und daß sie m.E.
gar nicht in der Lage sind, das Baukastensystem
einzufordern, oder zu leiten, oder herzustellen.




Ziele
~~~~~

Wenn man nun mit Hilfe der Forth Gesellschaft ein Projekt in
die Wege leiten würde, was wollte man damit erreichen?

1. Die Schar der Bastler erreichen und vergrößern, klarer
Fokus auf Jugendliche (oder Kontroller-Unbedarfte)
2. Dadurch Nachwuchs (nicht nur) für Forth (Gesellschaft)
ziehen
3. Einen Einstieg in diese Bastelwelt anbieten, mit einer
gewissen Anleitung
4. Was immer es ist, es muß unter Windows und Linux und
MacOS funktionieren.
5. Material erarbeiten, welches für einen Volkhochschulkurs
oder eine Schüler AG geeignet ist:
+ nachbausicher bedrahtete Bauteile!
+ billig
+ modifizierbar Platz mit Lötaugen etc.
+ quelloffen Schaltung und Layouts frei verfügbar

Hier fehlen bestimmt noch Dinge, zumal ich mir diese Frage
nie so richtig gestellt hatte.


Zutaten / Produkte
~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Wenn mann's erst mal aufschreibt, dann kommt heraus, daß man
da 'ne ganze Menge Sachen braucht, bis alles zusammen ist

Hardware
1. Board mit Mikrokontroller und etwas Peripherie (i2c, spi,
serial, LCD) wenn ich das JETZT zu entscheiden hàtte,
dann würde ich was atmega-màßiges nehmen. Etwas fertig
erhàltliches gibt's bestimmt auch; z.B. roboternetz.de,
das RN-CONTROL Board

http://www.roboternetz.de/phpBB2/viewtopic.php?t77&sid=9c465dabaea45a437fab7b22c370e762

Der Kontroller darf ruhig üppig ausgestattet sein. Denn
gleich schon wieder sparen ist doof. Das kann man spàter
auch noch, wenn man mal kapiert hat, wie's funktioniert.

2. (separate) Bausteine wie
. i2c -- 8xIO
. 8x LED
. 8x dipswitch
. i2c ADC
. i2c Uhr
. i2c Thermometer
. einen Piepser
. 1-wire Bausteine?
. spi Bausteine?
so àhnlich wie die E-Blocks, aber billiger und zum
Selberlöten.

3. Steckverbindung mit fertig konfektionierten Kabeln oder
Pins mit immer der gleichen Anordnung zum Zusammenstecken

4. Programmierdongle der kann als erstes Übungslötobjekt
herhalten Da gibt's dann noch den usbprog
(www.embedded-projects.de), aber der ist nicht so billig
und SMD bestückt. Also schlecht für Lötanfànger. Und
außerdem gibt's noch 'ne richtig lange Latte an diversen
Programmierern für annàhernd jeden Kontroller.


Software Host (Linux /Windows /MacOS)
-
1. assembler (avra /? /?)
2. burner (avrdude sp12 /? /?)
3. serielles terminal (minicom /hyperterminal /?)

optional: die Entwicklersuiten, die für den Kontroller vom
Hersteller bereitgestellt werden


Da kann ich nur für mich reden. Ich komme mit avra avrdude
minicom gut hin. amforth gefàllt mir auch gut. Das gforth
auf dem r8c hat mir auch gut gefallen, aber der r8c aus dem
Elektorprojekt ist mir zu klein.


Software Target


1. assembler, kommt quasi mit. Das muss auch m.E. als erstes
vorgestellt werden, damit man sich in den Datenblàttern
zurechtfindet, und damit man Schritt 2 verstehen und
gehen kann.

2. Forth (amforth /? /?)
amforth konfigurieren (z.B. Frequenz), übersetzen, àh
assemblieren und auf den Kontroller bringen. Dann fàngt
der Forth Teil an.
3. C (gcc-avr /? /?)
4. Basic???
5. Java???
6. Other???

Meiner Meinung nach ist es sehr lehrreich, das gleiche
Problem in verschiedenen Sprachen zu lösen, um die
Vor-/Nachteile der Sprachen kennenzulernen, um zu lernen,
daß viele Wege zum Ziel führen. Und ich finde es auch nicht
schlimm, wenn sich jemand danach für C oder etwas anderes
entscheidet. Ich wünsche mir da auch geeignete Beispiele,
die klein genug sind, aber über das Hello-World LED Blinken
hinaus gehen.


Dokumentation
-
1. Ordentliches Handbuch
. wie installiert und testet man die erforderliche sw
. wie nimmt man das board in Betrieb (Assembler Beispiel)
. wie konfiguriert man ein amforth und bringt es auf den
Kontroller
. Verweis auf Datenblàtter
. wo/wie bekommt man Hilfe, weitere Anleitungen
. Projektegalerie?

2. eine làngere Reihe von ausgearbeiteten Anwendungsbausteinen
. Zeit messen, Uhr, Kalender
. Sensoren für alle Lebenslagen aus den Bereichen
. . Wetter: Temperatur, Luftdruck, rel. Luftfeuchte,
Windgeschwindigkeit, -richtung, etc.
. . Robotik: Abstands-/Berührungssensoren, Licht,
Motordrehzahl, etc.
. . ...
. Datenübertragung: Wie redet man mit anderen Bausteinen
(i2c, spi, seriell, infrared, bluetooth, LAN, DCF
Zeitzeichenempfànger ...)
. Anzeige: LED, LCD
. Aktoren: Schaltrelais, Servo-/Schritt-/DC-Motoren ...
. Steuerung: z.B.: wenn's regnet soll's Dachfenster
zugefahren werden.
. Regelung: Wie funktioniert eine Regelung? Wie
programmiert man so etwas?

Das ist ein sehr großes Feld, und es wàre wahrscheinlich
schlau, etwas auszusieben, was die Zielgruppe besser
anspricht, zumindest am Anfang.


3. Übersetzungen von Datenblàttern??? Oder könnte man dem
Jungvolk an dieser Stelle auch das Englisch lernen
schmackhaft machen???


Mögliche Rolle der Forth Gesellschaft e.V.

Was haben wir damit zu tun?
1. Den Baukasten zusammenstellen
2. Die erforderliche Dokumentation inclusive der
Anwendungsbeispiele erstellen
3. Platinen/Bausàtze zusammenstellen und ggf. vertreiben
4. selber Kurse geben, sowohl an Jugendliche, als auch an
Lehrer, oder solche die es werden wollen
5. dann braucht's da ganz schnell 'ne online Pràsenz und
Forum


Fragen zur Diskussion:
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

1. Sind die o.g. Ziele plausibel? Fehlt was?

2. Ist so ein Projekt überhaupt geeignet, die o.g. Ziele
prinzipiell zu erreichen?

3. Gibt es làngst geeignete Projekte, die wir "nur" mit
Forth "infizieren" bràuchten, um eine größere Gruppe
Leute zu erreichen? z.B. Arduino board, Make controller,
Asuro ...

4. ist "nachbausicher, billig, modifizierbar, quelloffen"
erstrebenswert? Gibt es Alternativen?

5. Welche anderen hw / sw Komponenten kàmen evtl. noch in
Frage? Welches wàre Dein Lieblingskontroller für so ein
Projekt?

6. Was kann jeder einzelne realistisch beitragen?

7. Welche Gelegenheiten zur "Vermarktung" der Idee gibt es?
 

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#1 mhx
10/05/2008 - 14:44 | Warnen spam

Fragen zur Diskussion:
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

1. Sind die o.g. Ziele plausibel? Fehlt was?



Vielleicht koennte man 8052-ANS-Forth oder BYTE-FORTH
( http://www.forth.hccnet.nl/apps/bbs/ ) dafuer benutzen.

-marcel

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