Frage zu ARM7/Cortex-M3 (im Rahmen der 8-bit ->32 bit Migration)

06/05/2009 - 13:22 von Igor \Knight\ Ivanov | Report spam
Hallo, NG!

Hintergrund: Migrationsplaene von 8-bit (8051) auf eine 16/32-bit
Architektur.

Habe mich intensiver umgeschaut, wohin die Reise bei Mikrokontrollern so
geht, und den Eindruck bekommen, dass die ARM-Architektur dank ihres
einerseits einheitlichen Ursprungs und ihrer andererseits mehrheitlichen
Implementierungsquellen (NXP, Luminary, TI, ST, etc...) bessere Zukunft (und
Diversifikation) hat als die proprietaeren Architekturen wie von Renesas,
AVR32, PIC and Co,. seien die letzten heutzutage auch so beliebt.

Die erste Frage allgemeiner Natur: ist mein Eindruck richtig? Hintergedanke:
man will sich bei der Wahl einmal richtig und zukunftssicher festlegen, um
spaeter nichts zu bereuen. Es ist wie beim Restaurantbesuch: zuerst die Qual
der Wahl, und danach sehen die Speisen am Nachbartisch (oder bei der Frau
gegenueber) leckerer aus als die eigenen (geht es vielen so? :)).

Eine weitere, konkretere, Frage zu ARM7 vs. Cortex-M3:

ARM7 hat von Neumann Architektur, und der Code kann aus dem beliebigen Ort
im Adressenbereich ausgefuehrt werden. Cortex-M3 fuehrt wieder die
Harvard-Architektur ein, zumindest im Sinne, dass intern die Busse zum FLASH
und RAM separat liegen. Ich bin aber aus den Beschreibungen nicht schlauer
geworden, ob ungeachtet dessen und des weiterhin planaren Adressenbereichs
der Code auch aus dem beliebigen Speicherort (auch aus dem internen SRAM)
ausgefuehrt werden kann.

TIA,

Igor.
 

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#1 Rafael Deliano
06/05/2009 - 14:36 | Warnen spam
ist mein Eindruck richtig?


Das wird ein ziemlich langer und wenig ergiebiger thread da die
Vorhersage der Zukunft schwierig ist.
Hàtten wir jetzt 1989 wàre die verbindliche Aussage
in den Medien gewesen: "in Zukunft setzen sich auch für Toaster
x86-Derivate durch die auf einem embedded Microsoft-Betriebssystem
in Turbo-Pascal programmiert werden".

* ARM hat für Hersteller den Nachteil daß sie Lizenz zahlen müssen.
Im untersten Preissegment ist das durchaus relevant.
* ARM hat den technischen Nachteil daß er ursprünglich satte
Mengen Speicher in externen DRAMs erwartete. Er ist keine
Controller-Architektur. Natürlich haben sie nachgebessert
a la Thumb, Cortex ... Aber damit fragmentiert man das einheitliche
Prozessormodell.
* 8 Bit Controller die mit wenig Speicher auskommen gibts weiterhin
mit 5V Versorgung. Etwas worauf z.B. automotive Kunden Wert legen.
Varianten mit CPU-Core bei niederiger Spannung und integriertem
Regler und Wandlern sodaß der Chip nach aussen wie ein 5V-IC
aussieht gibts für die 68HC08 auch. Aber selten. Und bei 16/32 Bit
wahrscheinlich oft kaum möglich.

proprietaeren Architekturen PIC


Der dicke PIC ist glaube ich ein MIPS.

MfG JRD

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