Frage zu Beschleunigung

19/09/2012 - 11:56 von Jon J Panury | Report spam
Das Äquivalentprinzip (tràge Masse / schwere Masse) setzt, dass in
einem abgeschlossenen Bezugssystem (etwa das Innere einer startenden
Rakete) die Kraftwirkung einer Beschleunigung nicht unterscheidbar ist
von einer Gravitationswirkung: Beides drückt einen Beobachter
irgendwie in die Polster.
Beschleunigung ist also über (oder *als*) _Tràgheit_ "erfahrbar".
In der technischen Wirklichkeit kann man Beschleunigung doch
"zerlegen", in Beschleunigtes (passives, "Geschobenes" (bzw.
"Gezogenes") und Beschleunigendes (Antrieb, Triebwerk o.à.)
Nun ist aber diese Unterscheidung m.E. nicht unproblematisch (sie ist
ja auch nicht Physik i.e.S.), denn je nàher man hin schaut, desto
schwieriger wird es, das eigentliche "Beschleunigende" ausfindig zu
machen: Alles empfàngt irgendwie Impuls von etwas, das es "schiebt".
Der Impuls wird gewissermaßen "durchgereicht", die Materie wird ein
wenig gestaucht, oder auch erwàrmt - jedenfalls wird Arbeit an ihr
verrichtet.
Das kann man bis runter auf die Ebene der Atome verfolgen. Wie aber
kann ich mir ein beschleunigtes Atom vorstellen? Welche Zustandsgröße
eines Atoms (Kerns? Quarks??) sagt etwas über den
Beschleunigungszustand eines Atoms? Kann ein Atom verformt sein
infolge Beschleunigung? Oder irgendwie "angeregt"?

Ist diese Frage (nach Beschleunigung) im Grunde eine nach der
Tràgheit? Wie Tràgheit makroskopisch aussieht, ist bekannt (Stichwort
'tràge Masse'); ich wüsste gern, wie sie teilchenphysikalisch erklàrt
ist.
 

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#1 wernertrp
19/09/2012 - 15:01 | Warnen spam
Am Mittwoch, 19. September 2012 11:54:52 UTC+2 schrieb Jon J Panury:
Das Äquivalentprinzip (tràge Masse / schwere Masse) setzt, dass in

einem abgeschlossenen Bezugssystem (etwa das Innere einer startenden

Rakete) die Kraftwirkung einer Beschleunigung nicht unterscheidbar ist

von einer Gravitationswirkung: Beides drückt einen Beobachter

irgendwie in die Polster.

Beschleunigung ist also über (oder *als*) _Tràgheit_ "erfahrbar".

In der technischen Wirklichkeit kann man Beschleunigung doch

"zerlegen", in Beschleunigtes (passives, "Geschobenes" (bzw.

"Gezogenes") und Beschleunigendes (Antrieb, Triebwerk o.à.)

Nun ist aber diese Unterscheidung m.E. nicht unproblematisch (sie ist

ja auch nicht Physik i.e.S.), denn je nàher man hin schaut, desto

schwieriger wird es, das eigentliche "Beschleunigende" ausfindig zu

machen: Alles empfàngt irgendwie Impuls von etwas, das es "schiebt".

Der Impuls wird gewissermaßen "durchgereicht", die Materie wird ein

wenig gestaucht, oder auch erwàrmt - jedenfalls wird Arbeit an ihr

verrichtet.

Das kann man bis runter auf die Ebene der Atome verfolgen. Wie aber

kann ich mir ein beschleunigtes Atom vorstellen? Welche Zustandsgröße

eines Atoms (Kerns? Quarks??) sagt etwas über den

Beschleunigungszustand eines Atoms? Kann ein Atom verformt sein

infolge Beschleunigung? Oder irgendwie "angeregt"?



Ist diese Frage (nach Beschleunigung) im Grunde eine nach der

Tràgheit? Wie Tràgheit makroskopisch aussieht, ist bekannt (Stichwort

'tràge Masse'); ich wüsste gern, wie sie teilchenphysikalisch erklàrt

ist.



So:
K = m * a gilt auch für Elementarteilchen.

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