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Frage zu dd und ssd

21/01/2016 - 14:50 von Ralf Prengel | Report spam
Hallo,

ich habe folgende Frage:
In einem Projekt installieren wir komplette Systeme in dem wir die
Festplatten einmal mitt dd komplett platt machen und dann ein ein
komplettes System inc. diverser Partitionen auf das System dumpen. Das
klappt soweit sehr gut aber jetzt kommt die Frage auf ob man eine ssd
überhaupt mit dd einmal komplett vollschreiben sollte/ darf.
Im Netz finden sich dazu reichlich unterschiedliche Informationen.

Gruss und Dank

Ralf
 

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#1 Martin Steigerwald
21/01/2016 - 15:40 | Warnen spam
Am Donnerstag, 21. Januar 2016, 14:44:47 CET schrieb Ralf Prengel:
Hallo,



Hallo Ralf,

ich habe folgende Frage:
In einem Projekt installieren wir komplette Systeme in dem wir die
Festplatten einmal mitt dd komplett platt machen und dann ein ein
komplettes System inc. diverser Partitionen auf das System dumpen. Das
klappt soweit sehr gut aber jetzt kommt die Frage auf ob man eine ssd
überhaupt mit dd einmal komplett vollschreiben sollte/ darf.
Im Netz finden sich dazu reichlich unterschiedliche Informationen.



Ich würde es nicht machen, da unnötige Schreibzugriffe. Vor allem, wenn ihr
erst platt macht und dann nochmal drüberbügelt. Wozu das denn? Es ist oft
wenig sinnvoll Methoden aus der Windows-Welt 1:1 auf Linux zu übertragen.

Ich würde wahrscheinlich eher FAI oder Foreman/Puppet dafür einsetzen, wobei
das natürlich erstmal Aufwand ist, die einzurichten. Der sich langfristig aber
durchaus auszahlen kann.

Falls ihr es doch machen wollt, empfehle ich danach auf sàmtlichen
Dateisystemen ein fstrim laufen zu lassen, um in den Dateisystemen unbenutzte
Blöcke für die SSD wieder freizugeben.

Das gesagt, Heise hat getestet SSDs kaputt zu schreiben und das ist wohl gar
nicht mal so einfach. Jedoch: Intel hat für X25 und Intel SSD 320 PDFs, die
klar zeigen, dass die Langzeit-Performance besser ist, wenn die SSD
zusàtzliche freie Blöcke hat, die sie für Wear Leveling verwenden kann.
Deswegen ist auch sinnvoll, nicht den gesamten Speicherplatz der SSD zu
partitionieren. Es sei denn ihr setzt ziemlich teure Enterprise SSD mit
größerer Reserve an freiem Speicher ein. Das habe ich hier aber vor làngerer
Zeit schon mehrfach zum Besten gegeben, erspare ich mir also hier es zu
wiederholen.

Weitere Möglichkeiten wàren Cloning-Tools, die Dateisysteme erkennen und nur
belegte Blöcke kopieren. Ich kenn das mit ntfsclone und xfs_copy jedoch nur
für NTFS und XFS. Okay, es gibt auch die Dump-Befehle für Ext- und XFS-
Dateisysteme, die so àhnlich arbeiten, aber mehr machen können als reine
Cloning-Werkzeuge. Inwieweit partclone oder dieses andere Dingens oder
fsarchiver oder rear das können, weiß ich nicht.

Ciao,
Martin

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