Frage zu Quellen

07/11/2011 - 21:01 von Emmi Grand | Report spam
Es heisst dass Cantor dachte, die Anzahl der Atome im Universum
sei aleph-null, und die Anzahl der Äther-Atome sei aleph-eins,

was seine handfeste (!) Motivation zu seiner Konstruktion zweier
verschiedener Hierarchien der Unendlichkeit auch ausserhalb des
von ihm stark gefühlten Wunsches seines von ihm auf die ihm eigene
abartige Weise "geliebten" Gottes einmal anders zeigt, damit nàmlich
einmal als eine Art "gefühlte physikalische Notwendigkeit".

Kann bitte jemand, der sich damit auskennt (z.B. WM), eine Quelle
für die obige Überzeugung seitens Cantors nennen?

Danke!
 

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#1 Roland Franzius
08/11/2011 - 09:32 | Warnen spam
Am 07.11.2011 21:01, schrieb Emmi Grand:

Es heisst dass Cantor dachte, die Anzahl der Atome im Universum
sei aleph-null, und die Anzahl der Äther-Atome sei aleph-eins,

was seine handfeste (!) Motivation zu seiner Konstruktion zweier
verschiedener Hierarchien der Unendlichkeit auch ausserhalb des
von ihm stark gefühlten Wunsches seines von ihm auf die ihm eigene
abartige Weise "geliebten" Gottes einmal anders zeigt, damit nàmlich
einmal als eine Art "gefühlte physikalische Notwendigkeit".

Kann bitte jemand, der sich damit auskennt (z.B. WM), eine Quelle
für die obige Überzeugung seitens Cantors nennen?



Nein, aber sachlich ist die Ansicht für die Zeit Cantors und sein
ursprüngliches Problem mit der Abzàhlbarkeit von vollstàndigen
Funktionensystemen verstàndlich.

Die klassische Punktmechanik beruht auf der Kategorie abzàhlbar vieler
unterscheidbarer Teilchen und der darangeklebten
Poissonmannigfaltigkeiten als Bündel (R^4)^((x)(IN)).

Die klassischen Wellentheorien haben im endlichen Kasten zwar ein
abzàhlbares Frequenzspektrum (k_n,omega(k_n)), an das die dynamischen
(A_n(k_n), A*_n(k,n) ) - Amplituden-Tangentialràume angeklebt werden.

In beiden Fàllen haben aber die Limites konstanter Dichten im Kasten in
einem unendlichen Universum überabzàhlbar große Dimension, da die
vorzugebende Dichte ein freier kontinuierlicher Parameter ist.

Das Verstàndnis dieser Konstruktionen ergab sich aber erst nach der
Erfindung der Quantisierung und der Entdeckung der Ununterscheidbarkeit
elementarer Felder. Die Nàhe der Ideen von Cantor und v. Neumann hat
also einen physikalischen Hintergrund.


Roland Franzius

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