Frage zur Verschränkung von Photonen.

13/11/2015 - 19:57 von Michael Hagedorn | Report spam
Hi.
Ich habe heute einen kurzen Bericht über verschrànkte Photonen gesehen.
Dort hieß als einer der möglichen Erklàrungversuche:

"Eine andere mögliche Erklàrung: Die Photonen werden mit den gleichen
Eigenschaften im Kristall geboren. In dem Moment, in dem sie entstehen,
werden ihnen gleiche Eigenschaften mitgegeben und sie verhalten sich wie
eineiige Zwillinge, die identische Gene besitzen. Aber auch diese
Erklàrung hat einen Haken: Die Gene müssten für jede nur erdenkliche
Situation eine Lösung bereit stellen. Für jede Winkelstellung der beiden
Polarisationsfilter und für jedes der beiden Photonen müssen sie
angeben, ob es durchgeht oder nicht. Doch viele Versuchsreihen haben
nachgewiesen, dass diese Lösungen nicht existieren. Es gibt keine Gene
und die Photonen sind keine Zwillinge."

Wie ist das genau gemeint? Wo steckt da der Widerspruch bzw warum ist es
nicht möglich, dass die Photonen identisch sind?
 

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#1 Gregor Scholten
13/11/2015 - 22:36 | Warnen spam
Am 13.11.2015 um 19:57 schrieb Michael Hagedorn:
Hi.
Ich habe heute einen kurzen Bericht über verschrànkte Photonen gesehen.
Dort hieß als einer der möglichen Erklàrungversuche:

"Eine andere mögliche Erklàrung: Die Photonen werden mit den gleichen
Eigenschaften im Kristall geboren. In dem Moment, in dem sie entstehen,
werden ihnen gleiche Eigenschaften mitgegeben und sie verhalten sich wie
eineiige Zwillinge, die identische Gene besitzen. Aber auch diese
Erklàrung hat einen Haken: Die Gene müssten für jede nur erdenkliche
Situation eine Lösung bereit stellen. Für jede Winkelstellung der beiden
Polarisationsfilter und für jedes der beiden Photonen müssen sie
angeben, ob es durchgeht oder nicht. Doch viele Versuchsreihen haben
nachgewiesen, dass diese Lösungen nicht existieren.



Ich schàtze mal, damit ist die Deutung lokaler verborgener Parameter
gemeint, wie sie von Albert Einstein vertreten wurde. Aus dieser Deutung
ließe sich die Bellsche Ungleichung ableiten, durch die sich die
Vorhersagen dieser Deutung von denen der üblichen Quantenmechanik, nach
welcher die Bellsche Ungleichung verletzt werden muss, unterscheidet.

Durch Experimente u.a. von Aspect konnte nachgewiesen werden, dass die
Bellsche Ungleichung tatsàchlich verletzt wird, die Deutung lokaler
verborgener Parameter also falsch sein muss. Siehe auch:

http://theory.gsi.de/~vanhees/faq-pdf/epr.pdf

Lokal ist hier im Sinne der SRT zu verstehen: dass nàmlich keine
Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit stattfindet. Nicht
ausgeschlossen werden durch die besagten Ergebnisse hingegen Deutungen
mit nicht-lokalen verborgenen Parametern, bei denen überlichtschnelle
Signalübertragungen beteiligt sind, wie z.B. die Bohmsche Mechanik.

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