Fragen zum Konzept SBS W2k3

23/04/2009 - 14:02 von Uli Schwaderlap | Report spam
Die generelle Servergruppe hat mich rübergeschickt,
daher hier meine Frage ein zweitesmal an die Experten:


Guten Tag,

ich habe bislang Erfahrung mit den "normalen"
Serverversionen NT und W2k3 und darf nun einen
SBS 2003 RC2 aufsetzen.

Einiges scheint mir konzeptionell dort ein wenig
anders als meine bisher geübte Praxis.

Die sah bislang so aus:

Die User hatten einen Account und ein privates
Homeverzeichnis auf dem Server, auf den das
Desktop-Icon "Eigene Dateien" zeigte.
Lokal wurde wurde (natürlich) gar nichts gespeichert.

Die Profile befanden sich als schlankes mandatory
Profil in einem Verzeichnis "Profiles$" auf dem Server.

Beim Anmelden an egal welchem Rechner wurde nun dies
Profil geladen und am Ende der Sitzung wieder von
der Workstation gelöscht.

Damit war sichergestellt, daß alle 500 User an allen
Rechner arbeiten konnten und die Workstations selbst
in einem relativ "sauberen" Zustand blieben und auch
beliebig austauschbar waren.
Lediglich bei hartem Ausschalten blieben die Profildateien
des letzten Users auf der Workstation zurück.

Außerdem wurden nicht jedem Anmeldevorgang hunderte
von MB Dateien des Users vom Server auf die WS
durchs Netz geschleppt.


Mein flüchtiger Eindruck vom SBS liefert mir Unterschiede:

- Es scheint eine Verbindung von User und Workstation
zu geben, d.h. beim Einrichten möchte das System
dem Benutzer auch eine Arbeitsstation zuweisen.

- Beim Abmelden erscheint ein Hinweis "Dateien
werden synchronisiert" - die erstellten Daten
scheinen also erstmal lokal vorgehalten zu werden.

Bislang habe ich mich an die Warnungen gehalten,
möglichst alles beim SBS mit den "Assistenten"
zu erledigen.


Kann mir jemand etwas zu diesen unterschiedlichen
Konzepten sagen oder auf eine entsprechende Quelle
zeigen?

Gibt es noch eine Ressource für weitere Informationen?

Hier:
http://technet.microsoft.com/en-us/...06991.aspx
habe ich schon geschaut, aber da steht wenig zum Grundkonzept,
sondern nur allgemeine Einrichtungshinweise.

Vielen Dank schonmal im voraus.

MfG
Uli
 

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#1 Tobias Redelberger [MVP - SBS]
23/04/2009 - 14:47 | Warnen spam
Hi Uli,

Die generelle Servergruppe hat mich rübergeschickt,
daher hier meine Frage ein zweitesmal an die Experten:



Hmm, zu spàt.. jetzt hab ich schon in der NG der "großen" Jungs geantwortet,
aber noch mal für's Archiv:


"Tobias Redelberger [MVP - SBS]"
schrieb im Newsbeitrag news:u6wyR%

ich habe bislang Erfahrung mit den "normalen"
Serverversionen NT und W2k3 und darf nun einen
SBS 2003 RC2 aufsetzen.



Das lies erst mal hier weiter:

Introduction to Windows Small Business Server 2003 for Enterprise IT Pros
http://www.microsoft.com/downloads/...7B97C232EC


Einiges scheint mir konzeptionell dort ein wenig
anders als meine bisher geübte Praxis.

Die sah bislang so aus:

Die User hatten einen Account und ein privates
Homeverzeichnis auf dem Server, auf den das
Desktop-Icon "Eigene Dateien" zeigte.
Lokal wurde wurde (natürlich) gar nichts gespeichert.



Das làsst der SBS 2003 auch zu, wenn Du die GPO "Small Business
Server-Ordnerumleitung" aktivierst:

-> Serververwaltungskonsole
-> Standardverwaltung
-> Freigaben (lokal)
-> Weiterleitung des Ordners "Eigene Dateien" konfigurieren


Die Profile befanden sich als schlankes mandatory
Profil in einem Verzeichnis "Profiles$" auf dem Server.



Dort musst Du (leider) wie üblich das Serverprofil per Hand in den
Eigenschaften (Profil bzw. Terminaldiensteprofil) des jeweiligen Benutzers
bzw. mittels Script konfigurieren, da bis heute es aktuell noch nicht geht,
dieses mittels Wizzard bzw. SBS-Template vorzukonfigurieren.


Beim Anmelden an egal welchem Rechner wurde nun dies
Profil geladen und am Ende der Sitzung wieder von
der Workstation gelöscht.

Damit war sichergestellt, daß alle 500 User an allen
Rechner arbeiten konnten und die Workstations selbst
in einem relativ "sauberen" Zustand blieben und auch
beliebig austauschbar waren.
Lediglich bei hartem Ausschalten blieben die Profildateien
des letzten Users auf der Workstation zurück.



Das musst Du dann auch mittels GPO wie üblich konfigurieren, da dieses vom
SBS-Team aus Abwàgung für üblichen KMU-Kunden nicht angedacht war, aber
jeder Zeit nachkonfiguriert werden kann.


Außerdem wurden nicht jedem Anmeldevorgang hunderte
von MB Dateien des Users vom Server auf die WS
durchs Netz geschleppt.



Servergespeicherte Profile s.o.


Mein flüchtiger Eindruck vom SBS liefert mir Unterschiede:

- Es scheint eine Verbindung von User und Workstation
zu geben, d.h. beim Einrichten möchte das System
dem Benutzer auch eine Arbeitsstation zuweisen.



Das ist optional, um ggf. einen neuen Arbeitsplatz für einen neuen
Mitarbeiter (für KMU üblich fest) zuzuordnen, muss aber nicht verwendet
werden ("Keinen Computer einrichten")


- Beim Abmelden erscheint ein Hinweis "Dateien
werden synchronisiert" - die erstellten Daten
scheinen also erstmal lokal vorgehalten zu werden.



Das bezieht sich auf die Vorgaben eines Windows Server 2003, der
standardmàssig Freigaben offline verfügbar macht und ist keine Spezialitàt
des SBS 2003, wird jedoch gerne (z.B. für Mobile Laptops) verwendet.


Bislang habe ich mich an die Warnungen gehalten,
möglichst alles beim SBS mit den "Assistenten"
zu erledigen.



Fein. Das solltest Du auch IMMER machen, dann wirst Du sehen, ein SBS
schnurrt wie ein Kàtzchen :)


Kann mir jemand etwas zu diesen unterschiedlichen
Konzepten sagen oder auf eine entsprechende Quelle
zeigen?

Gibt es noch eine Ressource für weitere Informationen?

Hier:
http://technet.microsoft.com/en-us/...06991.aspx



Sollte Deine Bibel werden.. ;)


habe ich schon geschaut, aber da steht wenig zum Grundkonzept,
sondern nur allgemeine Einrichtungshinweise.



Evtl. wàre eine Schulung bzw. Grundeinweisung von einem Experten in einem
SBS empfehlenswert.

Tobias Redelberger
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