Franck-Hertz & Energnieniveauschema...

12/12/2008 - 22:25 von M. Hagedorn | Report spam
Hallo.
Kurze Frage zum Franck-Hertz-Versuch: Betrachtet man das Termschema von
Hg oder Neon, fallen einem zig mögliche Übergànge auf, die die
unterschiedlichsten Strahlungen emittieren. Warum wird beim Hg nur der
Übergang mit den 4,9eV und einer Emission im infraroten realisiert und
keiner der anderen? Ein Elektron könnte z.B. bei U V auch mehr als
4,9eV erreichen und einen anderen Zustand anregen, der dann seinerseits
für einen Einbruch der Kennlinie bei dieser Spannung sorgt --offenbar
ist das aber nicht der Fall. Warum eigentlich nicht?
Gleiche Frage gilt für Neon. Dort wird das orange-rote-Farbgemisch des
leuchtenden Gases aber offenbar nicht von einer sondern von vielen
Übergàngen erzeugt...
 

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#1 Roland Damm
13/12/2008 - 00:14 | Warnen spam
Moin,

M. Hagedorn schrub:

Kurze Frage zum Franck-Hertz-Versuch: Betrachtet man das
Termschema von Hg oder Neon, fallen einem zig mögliche
Übergànge auf, die die unterschiedlichsten Strahlungen
emittieren.



Verschiedene Übergànge haben auch verschiedene
Warscheinlichkeiten. Manche sind zwar möglich, passieren aber
nur selten.

Warum wird beim Hg nur der Übergang mit den 4,9eV
und einer Emission im infraroten realisiert und keiner der
anderen? Ein Elektron könnte z.B. bei U V auch mehr als 4,9eV
erreichen und einen anderen Zustand anregen, der dann
seinerseits für einen Einbruch der Kennlinie bei dieser
Spannung sorgt --offenbar ist das aber nicht der Fall. Warum
eigentlich nicht?



Weil die Elektronen garnicht erst die 20eV erreichen, weil sie
nàmlich schon vorher Energie an Hg-Atome verloren haben.

Gleiche Frage gilt für Neon. Dort wird das
orange-rote-Farbgemisch des leuchtenden Gases aber offenbar


*)
nicht von einer sondern von vielen Übergàngen erzeugt...



Das was man bei Franck-Hertz misst (Spannung oder sowas) und das
was man sieht, können ziemlich verschiedene Sachen sein. Das
Auge hat einen riesen Dynamikbereich, hat eine recht
komplizierte Empfindlichkeitsfunktion. Wenn es da einen Übergang
gibt, der nur 1% von dem dominierenden Effekt ausmacht, kannst
du die dazugehörige Farbverànderung vielleicht sehen, im
Spannungsmessgeràt kannst du aber die Änderung von 1% des
Messwertes eventuell nicht genau erkennen, das gibt nur eine
schwache Delle in der Kurve.

*) Ist das mit dem 'offenbar' gesichert? Ich kenne die Farbe von
Neon jetzt nicht, aber orange-rot kann auch eine einzige
Spektrallinie sein.
Helium leuchtet unter Hochspannung Rosa-Violett, das ist auf
jeden Fall mehr als nur eine Spektrallinie.

CU Rollo

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