Freddy bereitet Freude!

08/08/2008 - 17:22 von Harry Piel | Report spam
Hallo,

Ja, manchmal glaubt man es nicht.

Nachdem ich den PC vom lieben Freddy platt gemacht und das System nebst
Zubehör neu installiert hatte, berichtete er mir freudestrahlend , er habe
am
Vorabend nochmal
rein zufàllig einen Viren-Scanner drüberlaufen lassen, einmal mit McAfee
Avert Stinger und Antivir Personal Edition classic und siehe
da,

er bekam drei Infektions-Meldungen:

2 Würmer:

- W32/sdbot.worm.gen.g

- W32/sdbot.worm!ftp sowie

einen Trojaner:

- TR/rootkit.g

Na toll, da macht der Gute das halbe Haus hier verrückt ( 32 Mietparteien ),
die Leutchen reissen sich den
Ar auf und dann kommt er doch tatsàchlich noch auf die Idee das System
mal zu scannen und gibt keinem Nachricht!! Also, ich fass es nicht,
man hat ja auch sonst nichts zu tun.

Da hàtte man sich bei besserer Verstàndigung doch einige Arbeit
sparen können.

Nun ist ja Irren menschlich und ich kann Freddy auch nicht lange böse sein,
weil er ein sehr freundlicher und lieber
Zeitgenosse ist, aber das eine oder andere Bier ist dann doch schon mal
fàllig. Soviel zum Thema fehlende Kommunikation.

Aber das ganze hatte auch etwas gutes, sein ganzer Müll is jetzt weg
(Freddy ist
unentwegt im Internet unterwegs, schreibt e-mails, ist in Foren, und da kann
immer so einiges passieren! ), und sein System ist jetzt bis auf weiteres
erstmal sauber und vielleicht ist seine Vorsicht nun geweckt.

Ich wettere hier gnadenlos ganz nebenbei über Microsoft und seine
Produkte, aber so ganz unbegründet ist meine Kritik
bei nàherem Hinsehen dann doch nicht.

Microsoft gibt sich seit Jahren alle Mühe, das der "Otto-Normal-User"
möglichst nicht mehr tief ins System eingreifen kann , sondern sich aufs
Klicken beschrànkt.
Klicken, Menü, klicken, Menue,.. rauf und runter ohne Ende.

Was waren das noch für Zeiten unter MS-DOS 4.0, 5.0, 6.2 und Windows 95. Da
ging noch was.

Dann wurden die Betriebssystem immer komplexer, aufgeblasener und für den
Anwender immer weniger durchschaubar. Aber das ist wohl die Strategie von MS
seit einigen Jahren, - Anwenden, aber nichts wissen dürfen -.

Der gute Herr Gates wird wohl selbst nicht mehr durchblicken durch ein BS
wie Windows Vista, aber der hat ja wirklich
ausschliesslich mit MS-DOS rumgewirbelt und im übrigen hat er jetzt als
Milliardàr besseres zu
tun, er muss sich um seine Foundations kümmmern, is ja auch nicht schlecht.

Das alte MS-DOS, noch über die Eingabeaufforderung zu erreichen , wird immer
mehr abgespeckt , o.k.
dir, cd, rd, md etc. gehen noch, aber schon beim Befehl fdisk is Ende im
Gelànde.

Und dann die zahlreichen Sicherheitslücken im Betriebssystem, in
MS-Outlook, im Internet-Explorer, die MS immer noch nicht beseitigt hat
oder garnicht beseitigen will, wer weiss das schon.

Und so nutzen immer wieder pfiffige ( andere sagen auch kriminelle )
Spezialisten diese Lücken, um ihren Spass zu haben .

Im Juli 2001 plazierte sich der Wurm W32/SirCam als erster über MS Outlook
im Systemverzeichnis und
konnte sich auch selbstàndig auf freigegebene Netzwerklaufwerke kopieren.

Der speicherresidente Wurm aus Nov. 2001 W32.Badtrans.B@mm nutzte ebenfalls
ein bekanntes Sicherheitsloch in Outlook aus. Nach der Infektion
repràsentierte sich der Wurm als
"Systemservice" und beantwortete eingehende e-mails, spionierte Passwörter
aus und installierte einen Keylogger.

In Okt. 2004 gab es den ersten sprechenden Wurm. Amusa lud in die Türkei ein
und löschte wàhrenddessen die ini- und dll-Dateien.

Und àhnliches gilt für die Trojaner, die aber meiner Ansicht wesentlich
intelligenter und gefàhrlicher sind:

Hier spielt bei den Entwicklern der Gedanke der Kontrolle über einzelne
System oder ein Netzwerk die wichtigste Rolle.

Sie verstecken sich in vermeintlich harmloser Software und versuchen
möglichst viele Informationen über
das Verhalten des Users zu sammeln. Dies wird insbesondere beim Eingeben von
Passwörtern, Kreditkartendaten oder Homebanking-TANs oder iTANs zum Problem.

Wenn z.B. ein Trojaner die Account-Daten ihres e-mail-Anschlusses mitliest,
kann ein Angreifer quasi in ihrem Namen Nachrichten an Gott und die Welt
verschicken.

Will sagen: Die Sicherheitsvorkehrungen können garnicht gross genug sein und
dennoch kann jeder jederzeit Schaden erleiden, denn wie schon gesagt,
Irren ist menschlich und Nachlàssigkeiten unterlaufen auch dem Besten.



Gerd
 

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#1 Michael Landenberger
08/08/2008 - 18:10 | Warnen spam
"Harry Piel" schrieb:

Ja, manchmal glaubt man es nicht.



In der Tat, es ist einfach unglaublich. Du wurdest bereits gebeten,
nicht für jeden Beitrag zum selben Thema einen neuen Thread
aufzumachen, hàltst dich aber nicht daran. Hast du dafür wenigstens
eine plausible Begründung?

Du solltest dich jedenfalls nicht wundern, wenn dir bald niemand mehr
antwortet.

Michael

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