[FreeBSD] Hardwareschaden oder PEBKAC?

01/07/2014 - 11:10 von blackavar | Report spam
Hallo!

Ich stehe gerade vor einem völligen Ràtsel.

Ich habe ein Band mit einer kompletten Datensicherung eines
FreeBSD-Systems. Nur der Bereich /dev ist darin nicht mitgesichert.

Nun habe ich einen zweiten Rechner, baugleich mit dem, von dem die
Sicherung stammt. Auf diesem habe ich die Grundinstallation von FreeBSD
von DVD gemacht. Nachdem er nach der Grundinstallation lief, fuhr ich
ihn in den Wartungsmodus herunter (shutdown -h now). Dann wechselte ich
ins Root-Verzeichnis / und führte ein "tar -xp" aus. Ein kurzer Check
nach làngerem Warten: /home, /var, /usr, /etc/ sehen ordentlich aus.
Nun ein Reboot des gesamten Systems.

Schon beim Hochstarten fàllt auf, daß er zum Starten verschiedener
Daemonen sehr lange braucht, manche lassen sich wegen Fehlern gar nicht
starten. Danach ein Blick ins Dateisystem: Hilfe! Das, was von der
Sicherung nach /var gehört und vor dem Reboot auch dort war, liegt
jetzt plötzlich alles unter /home! Klar, daß manche Dienste jetzt ein
Problem haben...

Wie zum Geier kann das kommen? Ich habe mir die Sicherung auf dem Band
mal angesehen, die ist sauber. Und - nach dem Wiedereinspielen und vor
dem Reboot steht ja auch alles dort, wo es hingehört.

Hardwareschaden oder Denkfehler meinerseits?

Danke für jeden Hinweis - dat Dingens macht mich jeck ;-)

Volker
 

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#1 Matthias Andree
02/07/2014 - 20:21 | Warnen spam
Am 01.07.2014 11:10, schrieb Volker Englisch:
Hallo!

Ich stehe gerade vor einem völligen Ràtsel.

Ich habe ein Band mit einer kompletten Datensicherung eines
FreeBSD-Systems. Nur der Bereich /dev ist darin nicht mitgesichert.

Nun habe ich einen zweiten Rechner, baugleich mit dem, von dem die
Sicherung stammt. Auf diesem habe ich die Grundinstallation von FreeBSD
von DVD gemacht. Nachdem er nach der Grundinstallation lief, fuhr ich
ihn in den Wartungsmodus herunter (shutdown -h now). Dann wechselte ich
ins Root-Verzeichnis / und führte ein "tar -xp" aus. Ein kurzer Check
nach làngerem Warten: /home, /var, /usr, /etc/ sehen ordentlich aus.
Nun ein Reboot des gesamten Systems.

Schon beim Hochstarten fàllt auf, daß er zum Starten verschiedener
Daemonen sehr lange braucht, manche lassen sich wegen Fehlern gar nicht
starten. Danach ein Blick ins Dateisystem: Hilfe! Das, was von der
Sicherung nach /var gehört und vor dem Reboot auch dort war, liegt
jetzt plötzlich alles unter /home! Klar, daß manche Dienste jetzt ein
Problem haben...

Wie zum Geier kann das kommen? Ich habe mir die Sicherung auf dem Band
mal angesehen, die ist sauber. Und - nach dem Wiedereinspielen und vor
dem Reboot steht ja auch alles dort, wo es hingehört.

Hardwareschaden oder Denkfehler meinerseits?

Danke für jeden Hinweis - dat Dingens macht mich jeck ;-)

Volker




Ansonsten wàre denkbar, dass z. B. /etc/fstab nicht zum System passt,
weil das Layout der Partitionen ein anderes ist - und die
Partitionierung bzw. Disklabels stehen im .tar nicht drin.

Schadensszenario: tar -xp im / überschreibt Deine /etc/fstab unpassend
und vertauscht Dir auf diese Weise /home und /var gegenüber der
/etc/fstab beim Boot vor dem Einspielen des Backups.

Hardwareschaden, bei dem jedes 64. Bit kippt oder so, ist natürlich auch
denkbar, und dann verbiegt's Dir u. U. Zeiger. memtest wàre nicht
verkehrt...

/etc/fstab lesen und prüfen kann nicht schaden ;)

Für schnelle Tests bietet es sich ggf. auch an, in den Singleuser-Modus
zu booten.

Dann:

fsck -p
mount -av

dann ist man im Singleuser mit allen lokalen Partitionen aus /etc/fstab
- und US-Tastatur (ggf. vorher Layout ausdrucken, wegen + = - / und so).

Spart Zeit, weil man nicht auf ihres Gedàchtnisses beraubte gute Geister
warten muss. "Durchbooten" ins multiuser mit "exit" oder Strg+D auf
leerer Eingabezeile.

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