freenet = net-free | Erfahrungsbericht freenet-DSL

18/11/2009 - 10:59 von Liese Wang | Report spam
Pro: stabiler DSL-Zugang
Contra: teure Hotlines, unhöflicher Service, fehlerhafte Rechnungsstellung,
einschüchternde Anrufe




Wie die Jungfrau zum Kinde... so kamen meine Eltern an freenet.




Als die italienische Tiscali ihren Geschàftsbetrieb in Deutschland
einstellte, wurde der DSL-Anschluß meiner Eltern durch die freenet AG
übernommen. Das lief technisch auch einwandfrei. Bei einem Besuch (ich lebe
nicht in D) stellte ich fest, daß der "freenet-für-freenet-Kunden"-Tarif
erheblich billiger ist als der "freenet-für-Ex-Tiscali-Kunden": Die
Leitungsgeschwindigkeit ist doppelt so hoch, die Telefon-Flat gilt nicht nur
für Deutschland, sondern auch noch für viele Lànder Europas.




Wie also zum anderen Tarif wechseln? Die User-Account-Seite von freenet
sieht das nicht vor. Ein Anruf bei den Hotlines zum Sex-Telefon-Tarif
verbietet sich von selbst. Außerdem bin ich immer etwas verschnupft, wenn
man Neukunden bessere Sachen anbietet als Bestandskunden -- warum wird Treue
bestraft?




Also eine Kündigung an freenet, geplant war ein Wechsel zu Congstar. Die
Kündigung erfolgte als Fax und Brief.




Darauf ein (automatisierter) Brief, warum wir nur gekündigt hàtten, und man
wolle uns doch unbedingt behalten. Dabei: Eine kostenlose 0800-Nummer!
(Wieso gibt's sowas nicht auf der Homepage?)




Der dortige Anruf war in jeder Hinsicht überraschend: Ich hatte ein
freundlich-schleimiges Gespràch erwartet, um uns zu einer Rücknahme der
Kündigung zu bewegen, und das Angebot, in einen anderen Tarif zu wechseln.
Statt dessen lief das ungefàhr so ab:
Junger Mann: "Warum wollen Sie denn kündigen?"
Ich: "Obschon ich Bestandskunde bin, wurde ich über den günstigeren neuen
Tarif nicht informiert. Ein Wechsel scheint für Altkunden nicht vorgesehen
zu sein."
"Ja, da sind Sie doch SELBER SCHULD, wenn Sie sich da nicht regelmàßig auf
unserer Homepage informieren!"
""
"Sie können ja in den freenet-Komplett-Tarif wechseln."
"Danke, aber ich möchte meinen analogen Telekom-Anschluß behalten"
(freenet bietet keinen vollwertigen Telefon-Anschluß, sondern realisiert
Telefon über VoIP, also übers Internet. Wenn das ausfàllt, hat man auch kein
Telefon mehr.)
"Dann ham Se eben PECH. Sie können ja kündigen und sich dann zum neuen Tarif
wieder anmelden."
"Nun, ich hatte bereits gekündigt...?"
"PENG!" Aufgelegt.

Soviel zur Kunden-Rückgewinnung à la freenet.




Jetzt fing der Spaß aber erst richtig an: Die Kündigung wurde bestàtigt und
ein Termin 3 Monate nach der Kündigung benannt. Auf meinen Hinweis, daß der
Tiscali-Tarif nur 1 Monat Kündigungsfrist vorsàhe, gab es eine Korrektur
auf -- 2 Monate. Man zàhle ab dem Eingang des Briefes, nicht des Faxes; und
dieser Brief muß zwei Wochen (just bis zum Anfang des nàchsten Monats)
Postlaufzeit gehabt haben. Außerdem stellten sich überraschend technische
Schwierigkeiten ein: Zur Hauptzeit (also bis 18 Uhr) waren plötzlich viele
Anschlüsse besetzt -- wenn man über freenet anrief. Über die Telekom waren
sie frei, und die Angerufenen beteuerten, gerade nicht gesprochen zu haben.
freenet = frei vom/ohne Netz? Ja. Am nàchsten 1. war plötzlich kein DSL mehr
vorhanden. Ein Anruf bei freenet (über die 0800-Nummer) ergab, daß man dort
nicht weiterhelfen könne, ich solle doch, dies erstaunt jetzt keinen, die
teure Service-Hotline anrufen. Ich versicherte freundlich, dies würde ich
gewiß nicht tun, aber, sollte ich jemals wieder DSL-Zugang haben, die
Servicequalitàt von freenet allen kundtun. Hiermit geschehen.




Das DSL kam am selben Nachmittag wieder. (Schau, schau!)




Noch zum Abschluß: Congstar, bei dem der neue Anschluß bereits bestellt war,
meldete sich, man könne meine Bestellung nicht bearbeiten, der andere
Anbieter (freenet) würde "die Ports nicht freigeben". 1&1 ließ sich nicht so
schnell abschrecken, und ich schreibe diesen Bericht über deren Zugang.
freenet hàlt uns aber die Treue: Für den dritten Monat nach der Kündigung
will man auch noch Geld haben -- man schickt uns Mahnungen per E-Mail und
Brief. Letzter Stand der Technik: Ein automatisierter Anruf:
Computerstimme: "Sind Sie Xxx-xxx-xxx?"
Ich: "Ja"
Computerstimme: "Die freenet AG... unverzüglich zu bezahlen. ... [drohen
wir] ein Inkasso-Unternehmen einzuschalten..."
Toll! Heute wird man sogar schon von Maschinen beleidigt. Brave New World!




Auch verweise ich auf den interessanten Beitrag von Benutzer BabyBloxberg
auf www.ciao.de über freenet

Gruß, Liese


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#1 Fritz Mueller
18/11/2009 - 12:05 | Warnen spam
Liese Wang schrieb:

<Freenet-Drama>

Willkommen im Club!

Mit denen hatte ich in 2 Fàllen àhnlich massiven Ärger. Bei mir und
bei meiner Freundin. Aber mein Vertrag ist Gott Sei Dank nàchsten
Monat zu Ende. :-)

NIE WIEDER FREENET!

Die Technik ist ok. Der Support allergrößer Mist. Und nur mit
unerschàmt teurer Hotline zu erreichen. Selbst im Fall von durch
Freenet verursachten Problemen. Einfach nur unverschàmt!

Auch ist kein Emailkontakt möglich.

Und selbst auf Einschreiben bis rauf an die Geschàftsleitung wird
entweder nicht reagiert oder es kommt völliger Dummschwatz von unterer
Ebene auf dem Postweg zurück. Völig neben dem Thema der Reklamation!
Man könnte genauso gut mit Affen korrespondieren die irgendwelche
Textbausteinknöpfe drücken können.

Lesen und verstehen kann bei Freenet keiner!

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